Bild: Getty / Hulton Archive

Sie war eine der coolsten Personen der 90er. Die Jungs wollten mit ihr ausgehen, die Mädchen so schlagfertig sein wie sie. Sie schlug unzählige Dämonen in die Flucht, war dabei immer perfekt gestylt aber nie ein Modepüppchen: Buffy, die Vampirjägerin.

Auch wenn es in der Serie um Hexen, Geister und Vampire ging, gelernt haben wir doch viel. Über das Leben, die Liebe, Freundschaft, den Tod und überhaupt, wie es sich anfühlt, wenn man sich als junge Frau in der Welt behaupten muss. Dass Gut und Böse nicht immer klar zu unterscheiden sind und Gegensätze sich anziehen. (Also, manchmal.) Und wir waren beeindruckt davon, wie Buffy im nächtlichen Sunnydale Jagd auf Untote machte und dabei Sprüche drauf hatte, die wir bis dahin nur von Bruce Willis kannten.

Kein Wunder also, dass "Buffy" noch heute begeistert. Mehr als 13.000 Fans hat der Instagram-Account @welovebuffy. Hier findet sich ein Best-of der Buffy-Sprüche und Buffy-Szenen. Die Fans feiern die blonde Vampirjägerin, so als wäre die Serie nie 2003 abgesetzt worden.

Pure Nostalgie? Nein, hinter dem Account steckt Aela Gordon, 16 Jahre alt aus Australien – und leidenschaftlicher "Buffy"-Fan. "Meine Mutter hat mich auf die Serie gebracht", erzählt sie bento. "Ich liebe einfach alles an dieser Serie." Die Outfits, aber vor allem die sarkastischen Dialoge: "Mode steht auf meinem Account nicht so sehr im Fokus. Das liegt daran, dass die Geschichten einfach viel zu interessant sind."

In der Slideshow: Im Bann von "Buffy"
Zwischen Gut und Böse: In der Serie kam Buffy mit Angel (David Boreanaz, l.) zusammen. Der wiederum bekam ein Spin-Off.
Auf ihrem Instagram-Account feiert Aela Gordon die Serie - vor allem wegen der sarkastischen Dialoge.
Sarah Michelle Gellar war von 2013 bis 2014 in der Serie "The Crazy Ones" zu sehen - an der Seite von Robin Williams.
Seit 2002 ist Gellar mit Freddie Prinze Jr. verheiratet - ebenfalls ein großer Star der Neunziger.
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Hier sind vier Dinge, die uns Buffy über Girlpower beigebracht hat – und die immer noch stimmen.

1. Zusammen ist man weniger allein.

In Sunnydale gefiel es uns auch so gut, weil Buffy keine dieser Serienheldinnen auf ständigem Egotrip war. Sie schätzte ihre Verbündeten, ihre Freunde, ihre Familie – allen voran die wunderbare Willow.

2. Es gibt auf der Welt mehr als den einen Typ Frau.

Buffy, zierlich, blond, hätte in so ziemlich jedem Outfit, das sie in der Serie trug, in den Videos von Britney Spears und Christina Aguilera mittanzen können. Sie war beliebt, schlagfertig und perfekt gestylt. Ihre beste Freundin, die Hexe Willow, war dagegen so etwas wie ihre Antithese. Sie war schüchtern, hatte hervorragende Schulnoten und trug eher Schlabber-Pullis als knappe Shirts mit passenden Accessoires. Für sie gibt es übrigens auch einen Instagram-Account: @every.willow.outfit (Die Follower-Zahl ist hier allerdings (noch) überschaubar).

(Bild: Giphy )

3. Dein Äußeres sagt nichts, wirklich nichts über dein Können aus.

Siehe Punkt Zwei: Auch in rosa Tops und mit Blumen im Haar kann man prima Dämonen vermöbeln.

4. It's ok to be different.

Willow war eine der ersten lesbischen Figuren in eine US-Teenie-Serie – und das war echt toll.

Nicht nur die Serie war Ende der Neunziger ein Riesenerfolg. Als "Buffy" gelang Sarah Michelle Gellar als Schauspielerin der Durchbruch. Danach spielte sie eine Kultfigur nach der nächsten. Sie war in "Ich weiß, was du letzten Sommer getan hast" und in "Scream" zu sehen und schließlich: "Eiskalte Engel". Als brünette, abgrundtief böse Kathryn hatte sie mit dem taffen, aber gutherzigen All-American-Girl nichts mehr zu tun. Stattdessen kokste sie sich mit der unterkühlter Sexyness durch die feine New Yorker Gesellschaft und versuchte, ihren Stiefbruder zu verführen.

(Bild: Giphy )

In dieser Zeit prägte Sarah Michelle Gellar auch einen Look, einen Stil, der zu ihrem Markenzeichen wurde und wohl irgendwo zwischen Goth und Pastellfarben einzuordnen ist. Ein bisschen bauchfrei, ein bisschen pinker Lipgloss, die obligatorischen blonden Strähnchen und dazu ein wenig morbider Charme.

Sie war unsere perfekte Buffy – und deswegen verehren wir sie bis heute.

(Bild: Getty /Hulston Archives)

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