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Ist euch "Siedler von Catan" und "Scrabble" zu öde? Wir haben ein paar alternative Vorschläge für Gesellschaftsspiele.
Mega Civilization
(Bild: SPIEGEL ONLINE)

Wie gemacht für einen laaaaangen Spiele-Abend in der WG: Alles, was es für "Mega Civilization" braucht, sind viele Mitspieler und ein großer Tisch. Das ausgeklappt rund 2 Meter mal 70 Zentimeter große Spiel ist eine Variante des Brettspielklassikers "Civilization". Mit der gleichnamigen Computerspielserie dagegen hat das Spiel laut den Entwicklern nicht viel zu tun.

Entwickelt wird "Mega Civilization" seit dem Jahr 2000. Fünf bis 18 Spieler können den Weltenlauf in Form mehrerer Zeitalter erleben und zu ihren Gunsten beeinflussen. Bis zu zwölf Stunden soll eine Partie dauern – dagegen wirkt selbst "Monopoly" wie ein Spiel für zwischendurch. Aber angeblich bleibt man in Bewegung: "Du läufst um den Tisch, unterhältst dich und sitzt nicht nur auf deinem Stuhl", verspricht einer der Entwickler.

Auf der "Spiel" wird "Mega Civilization" für 180 Euro verkauft, im Handel werden für das Epos 200 Euro fällig. Für diesen Preis bekommt man einiges an Material, darunter rund 1500 Spielkarten. "Mega Civilization" ist zunächst auf 3000 Exemplare limitiert.

Pie Face
(Bild: SPIEGEL ONLINE)

Joko und Klaas könnte das gefallen: Für Fans der freizeitlichen Selbstpeinigung bringt Hasbro "Pie Face" zurück auf den Markt. Das Spiel war bereits in den Sechzigerjahren ein Erfolg. Anfang des Jahres steigerte ein YouTube-Video, in dem sich ein spielender Großvater vor Lachen kaum mehr einkriegt, das Interesse an einer Neuauflage.

Wirklich beeinflussbar ist "Pie Face" leider nicht. Man hält sein Gesicht in den Rahmen, dreht so weit wie per Zufallsrad bestimmt am Gerät und kann dann nur hoffen, möglichst selten ein Törtchen, Schlagsahne oder Ähnliches ins Gesicht zu bekommen. Russisches Roulette, nur ohne Tote.

Wer sich daran stört, dass mit Essen um sich geschossen wird, kann das Katapult natürlich auch mit Konfetti oder einem nassen Schwamm bestücken. "Pie Face" kostet 25 Euro.

Human Interface
(Bild: SPIEGEL ONLINE)

Realität zum Nachspielen? Je nach Mission gegeneinander oder auch im Team spielt man bei "Human Interface", einem Taktikspiel mit Cyberpunk-Thema. Zwei Großkonzerne kämpfen darin um die Vorherrschaft, etwa mit Entführungen. Spielort ist ein Unternehmensturm, dessen Sicherheitssystem außer Kontrolle geraten ist. Daher werden die Charaktere zum Beispiel immer mal wieder von Drohnen attackiert.

Für die Missionen peilen die Entwickler eine Dauer von 60 bis 90 Minuten an. Bei jedem Zug können sich die Spieler für bestimmte Aktionen entscheiden, gewürfelt wird bei "Human Interface" nicht. Wer will, kann seine Figur zum Cyborg aufrüsten oder innerhalb der Spielwelt Computersysteme manipulieren.

Das Grundspiel kostet für Vorbesteller 85 Euro, es bietet 21 Figuren und 16 Szenarien. Kostenpflichtige Erweiterungen sollen folgen. In die Produktion gehen soll das per Kickstarter von Fans mitfinanzierte Spiel Ende November.

Der Text ist – mit noch mehr Spiele-Neuheiten – zuerst auf SPIEGEL ONLINE erschienen.