Bild: Imago/ Horst Galuschka
Das weckt Erinnerungen an TV-Sonntage.

Armin und Christoph erklärten uns jeden Sonntag die Welt, während wir mit Kuscheltier und Wolldecke auf dem Sofa saßen und gebannt auf den Bildschirm schauten. Bis zum Biologieunterricht in der Schule dauerte es noch einige Jahre, aber wie die Löcher in den Käse kommen, konnten wir trotzdem schon erklären.

Seit fast 50 Jahren gibt es die "Sendung mit der Maus" und Antworten auf brennende Fragen wie: Warum sind Kanaldeckel eigentlich rund? Weshalb haben Igel Stacheln? Und wie gehen Astronauten auf die Toilette? Mittlerweile sind es mehr als 2000 Folgen mit Lach- und Sachgeschichten. Vor der Kamera stehen nicht mehr nur Armin und Christoph, 1999 kam Ralph dazu und 2012 Malin.

An viele Lach- und Sachgeschichten erinnern wir uns ewig, und einige davon müssen wir uns noch mal in Erinnerung rufen – weil sie einfach so schön waren. Und immer noch spannend sind, auch wenn man kein Kuscheltier mehr auf dem Sofa dabei hat.

1 Wie kommen die Streifen in die Zahnpasta?

Ja, woher eigentlich? Ist die Zahnpasta schon gestreift in der Tube? Und warum sind die Streifen dann so gleichmäßig? Dass dahinter ein wirklich ausgeklügeltes System steckt, das rappt (!) uns Armin in dieser Sachgeschichte vor. Eine Kostprobe: "Die leere Tube steht auf dem Hut, gefüllt wird sie von unten, das geht ganz gut."

2 Warum ist die Banane krumm?

Es ist wahrscheinlich eine der beliebtesten Fragen, die Kinder stellen. Klar, heutzutage können wir uns es denken: Die Bananen biegen sich, um mehr Sonnenlicht abzubekommen, während sie an der Staude hängen. Aber noch viel besser kann uns das Armin erklären:

3 Wie wird Schokolade hergestellt?

Hinter die Kulissen der industriellen Produktion schaut die "Sendung mit der Maus" besonders gerne und erklärt uns so beispielsweise, wie Autos gebaut werden, wie Pizza hergestellt wird – oder wie man Schokolade macht. Ein paar Jahre später konnten wir uns das in ähnlicher Form dann nochmal bei "Galileo" ansehen.

4 Was bitte sind "Stangeneier"?

Armin sitzt am Frühstückstisch im Restaurant und wundert sich über sein hart gekochtes Ei: In Scheiben geschnitten ist das, und alle Scheiben sehen merkwürdigerweise genau gleich aus. Tatsächlich kommen die Scheiben von einem – nun ja – Stangenei. Ob die von speziellen Hühnern mit Teleskop-Beinen kommen? Natürlich nicht, weiß Armin – und klärt auf:

5 Und wie kommen eigentlich die Löcher in den Käse?

Gibt es da eine Form, in die die Käsemasse reingeschüttet wird? Oder bohrt ein Mann in einer Werkstatt die Löcher? Stanzt ein Roboterteam einzelne Scheiben aus? Armin macht sich auf den Weg in die Berge und schaut sich die Schweizer Käseproduktion genau an. Schuld an den Löchern sind Bakterien – und jede einzelne davon, "lässt ab und zu nen Furz".

Die Sendung mit der Maus gibt es seit 1971, da sind schon einige Sachgeschichten zusammengekommen. Hier gibt es eine Liste aller Beiträge.


Fühlen

Phillipp, 24, spendet sein Sperma – damit andere Kinder zeugen können
Etwa 30- 50 Mal schon. Warum macht er das?

Ganz wie die Mama, aber die Augen vom Papa? Bei Babys wird gern verglichen, welchem Elternteil sie ähnlicher sehen. Was aber, wenn nur ein Elternteil biologisch mit dem Kind verwandt ist? Dann sind die Kinder vielleicht per Samenspende entstanden. Die Augen könnten dann von Philipp* stammen.

Er besucht regelmäßig eine Samenbank, um sein Sperma abzugeben. Seit zwei Jahren macht er das, insgesamt bereits 30 bis 50 Mal.

Dafür bekommt er nur eine Aufwandsentschädigung – und ganz schön viel Verantwortung. Denn in Deutschland sind Samenspender für die Empfängereltern zwar zunächst anonym. Aber seit 2015 haben Kinder theoretisch ab Geburt das Recht, die Identität des Spenders zu erfahren. (SPIEGEL ONLINE)