Also, bei den Gebrüdern Grimm?

Es ist ja nicht immer leicht, zu definieren, was deutsche Kultur ist – aber die Märchen der Gebrüder Grimm gehören zweifelsohne dazu. Viele von uns kennen sie von Kindheit an. Da sollte man meinen, wir wissen, wie sie ausgehen. Aber wer kann sich wirklich daran erinnern? Erinnerst du dich an die Disney-Versionen – oder an das Original?

Die alten Märchen sind oft merkwürdig – und brutal!

Die Grausamkeit führt Erziehungswissenschaftler Oliver Geister auf verschiedene Gründe zurück.

Zum einen war es wohl ein Erziehungsstil: Während man heutzutage eher Mündigkeit fördern will, waren die alten Märchen  warnend. Die Darstellung von Gewalt und Folter diente dazu, die Menschen zu ermahnen: Sei immer schön hörig und bescheiden, die Konsequenzen könnten heftig sein.

Zum anderen ist es auch symbolisch zu verstehen:  

"Die Hexe und die böse Stiefmutter erscheinen kaum als Menschen, sondern eher als das personifizierte Böse. Bruno Bettelheim hat darauf verwiesen, dass es hier nicht um brutale Morddarstellungen geht, sondern um die Darstellung und Vernichtung des Bösen als solchem, damit das Gute zu seinem Recht kommt." (Oliver Geister)

Und auch der Erzählstil hat sich in den vergangenen Jahrhunderten gewandelt. 

Während heute sehr auf Kohärenz und innere Logik geachtet wird, kann es in den alten Märchen der Gebrüder Grimm durchaus passieren, dass plötzlich eine nie zuvor erwähnte Figur auftaucht, die die Situation rettet, jemand plötzlich magische Kräfte hat oder auch jemand eher irrational handelt...

Dementsprechend kennen viele von uns die Märchen der Gebrüder Grimm gar nicht richtig. 

Denn bei Disney oder in modernen Kinderbüchern und -hörkassetten, durch die die meisten von uns die Märchen kennengelernt haben, wurden die brutalen oder verwirrenden Teile einfach weggelassen.

Kennst du also das jeweilige Ende der Märchen so, wie sie die Gebrüder Grimm geschrieben haben?

Oder kannst du die überraschenden Wendungen vorhersagen? 

Wir haben uns bei diesem Quiz an "Die schönsten Kinder- und Hausmärchen" von Jacob und Wilhelm Grimm orientiert (hier bei SPIEGEL ONLINE – wenn du uns also nicht glaubst, dass die Märchen so enden, kannst du gerne nachlesen).


Today

Währungskrise in der Türkei – wie es sich anfühlt, plötzlich arm zu sein
Wir haben eine Studentin aus Istanbul gefragt.

Die Türkei steckt in der Krise. Vergangene Woche kam der totale Crash: US-Präsident Donald Trump verkündete Strafzölle auf Stahl- und Aluminiumimporte aus der Türkei. Die türkische Währung – die Lira – sank im Sturzflug.

Binnen kürzester Zeit änderte sich der Wechselkurs. Gab es an einem Tag noch 5,50 Lira für einen Euro, waren es wenige Tage später schon über 7,50 Lira. Die Währung war immer weniger wert. 

Stark verkürzt ließe sich das Ganze so beschreiben: Würde das in Deutschland passieren, wäre das, als wenn man um sieben in der Früh drei Euro für ein Bier bezahlt und am Abend 4,50 für das gleiche Getränk. 

Bis jetzt konnte sich die Währung stabilisieren: Bei knapp sieben Lira für einen Euro.

Für Türkinnen und Türken ist der Crash ein Trauma: "Wir waren arm innerhalb eines Tages", erzählt Merve*.

Die 23-Jährige lebt in Istanbul und studiert an der Bahcesehir University. Sie sagt: