Bild: Warner Bros.

Es gibt Worte, die wir im echten Leben nie sagen und die uns trotzdem auf ewig vertraut bleiben werden. Lumos zum Beispiel, Expelliarmus oder Expecto patronum. Sie rufen Gefühle hervor, Erinnerungen – und bei manchen auch die Sehnsucht, endlich eine Eule aus Hogwarts zu bekommen.

Der US-Amerikaner Skyler Johnson hat jetzt eine Grafik mit allen Zaubersprüchen veröffentlicht, die in den sieben (ursprünglichen) Harry-Potter-Büchern verwendet werden. Dabei werden nur die Sprüche berücksichtigt, die laut ausgesprochen werden. Nonverbale oder implizierte Zauber kommen nicht vor.


Jedem der sieben Bände ist eine Farbe zugeordnet: Von Blau für "Harry Potter und der Stein der Weisen" über Orange für "Harry Potter und der Feuerkelch" bis Lila für "Harry Potter und die Heiligtümer des Todes".

Sortiert man die Grafik nach "Most Occurrences", wird angezeigt, welche Zaubersprüche in den Büchern am häufigsten verwendet werden. An erster Stelle steht Accio, mit dem man Gegenstände herbeirufen kann. Es folgen Expecto patronum (beschwört einen Patronus herauf) und Stupor (auf Englisch: Stupefy, setzt den Gegner außer Gefecht). Der Todesfluch Avada Kedavra steht an sechster Stelle.

"Order of Appearance" dagegen gibt an, in welcher Reihenfolge die Zaubersprüche in den Büchern auftauchen.


An erster Stelle steht – echte Harry-Potter-Fans wissen das natürlich – Alohomora, der Spruch, mit dem sich Fenster und Türen öffnen lassen. Er wird gleich im ersten Band verwendet, und zwar – auch das wissen echte Fans – von Lehrerliebling Hermine.

Johnsons Arbeit eröffnet aber auch Hardcore-Fans neue Einsichten: Wusstet ihr zum Beispiel, dass Avada Kedavra in Band vier zum ersten Mal laut ausgesprochen wird? Oder dass der Versteinerungszauber Duro nur ein einziges Mal zum Einsatz kommt, und zwar in Band sieben?

Was die Grafik noch zeigt:
  • Die Zahl der verwendeten Zaubersprüche steigt von Buch zu Buch immer weiter an (mit Ausnahme von Band sechs): Von nur sieben in "Harry Potter und der Stein der Weisen" auf 128 in "Harry Potter und die Heiligtümer des Todes".
  • Zu jedem Spruch hat Johnson die jeweilige Textstelle herausgesucht, in der er verwendet wird. Außerdem gibt es eine kurze Erklärung, was der Zauberspruch bedeutet. Beides erfährt man, wenn man mit der Maus über die farbigen Punkte fährt.

Johnson erstellte seine Visualisierung mit dem Open-Source-Tool "Tableau", deshalb ist sie für alle Harry-Potter-Fans frei zugänglich. Danke dafür!

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