Kickass Music sieht auf den ersten Blick aus wie eine Spotify-Kopie. Gibt man einen Künstler ein, werden Alben und Songs angezeigt. Die Musik, die sich auf der Seite abspielen lässt, kommt von YouTube – ohne, dass man das als Nutzer irgendwie merken würde.

Von diesen Musikseiten gibt es schätzungsweise bereits jetzt einige hundert. Entwickler verkaufen einen Baukasten für 38 Dollar, mit dem man schnell selbst eine solche Musikseite starten kann. Youtubify nennen die Entwickler ihre Software, eine Mischung aus YouTube und Spotify.

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Der Baukasten führt im Hintergrund mehrere Datenquellen zusammen. Infos über Künstler und deren Veröffentlichungen kommen von The Echo Nest, aktuelle Releases von Spotify, die Musik von YouTube. Offenbar werden dafür Schnittstellen genutzt, die von den Betreibern regulär bereitgestellt werden.

Über Kickass Music lässt sich zum Beispiel der neue Song von OK Go abspielen – ein Song, der auf YouTube existiert, aber der in Deutschland nicht verfügbar ist, weil sich Google und Gema immer noch nicht geeinigt haben. Songs, die auf YouTube existieren aber nicht auf Spotify, lassen sich über Kickass Music und andere Youtubify-Seiten jedoch nicht finden. Also alles, was nicht von einem bekannten Künstler regulär veröffentlicht wurde.

Youtubify dürfte kaum im Sinne von YouTube oder von Uploadern sein: Werbung wird ausgeblendet, Links auf Channel oder Webseiten werden nicht angezeigt. Der eigentliche Zweck von Youtubify dürfte das Geldverdienen sein: Betreiber solcher Seiten können mit wenigen Klicks ihre eigene Werbung einbinden.

Wer diese Seite anbietet, lässt sich meist nicht so einfach herausfinden. Allein schon deshalb sollte man als Nutzer vorsichtig sein: Die Registrierung bei einer solchen Seite über E-Mail, Google, Facebook oder Twitter ist womöglich keine besonders gute Idee. (TorrentFreak)

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