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Eine wunderbare Geschichte

"Man sieht nur mit dem Herzen gut. Das Wesentliche ist für die Augen unsichtbar." Das sagte einmal der Schriftsteller Antoine De Saint-Exupéry und ist ein von ihm viel genutztes Zitat, um die Bedeutungslosigkeit des Äußeren hervorzuheben. 

Das versucht auch Isabel Pullman (Julia Roberts) ihrem Sohn August (Jacob Tremblay), liebevoll auch Auggie genannt, beizubringen. Er wurde mit einer schweren Gesichtsdeformation geboren und konnte erst nach 27 Operationen normal sehen und hören. Er wird deshalb zu Hause unterrichtet und läuft ständig mit einem großen Astronautenhelm rum. 

Er muss seinen Helm jedoch bald abnehmen, denn er soll zur Beecher Prep School gehen und endlich einen normalen Schulalltag erleben dürfen. Auggie will nicht mehr als Monster gesehen und möchte als Mensch akzeptiert werden, doch er wird anfangs gemieden und als Außenseiter behandelt. Wenig später findet der humorvolle und talentierte Junge aber tatsächlich bald echte Freunde, die ihn trotz Behinderung zu schätzen wissen. Kann er so auch lernen, sich selbst zu akzeptieren?

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Verfilmung eines Jugendbuchs

Bereits das aus dem Jahre 2012 stammende Buch von Autorin R. J. Palacio konnte Kritiker und Fans so begeistern, dass es sogar zum Bestseller wurde und von der New York Times mit verschiedenen Preisen ausgezeichnet wurde (unter anderem mit dem renommierten "Mark Twain Award” für Kinderbücher). Es blieb nicht nur bei der Bewunderung und nur wenige Monate später nach der Veröffentlichung wurden schon die ersten Details zur Verfilmung geplant. 

Für alle, die an sich zweifeln:

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Amerikanisches Mobbing im Fokus

Vielen Schülern fällt der Schulalltag mit Hänseleien und Mobbing schwer und meistens reicht auch nur eine Kleinigkeit aus, an der es etwas auszusetzen gibt. In Auggies Fall also kein Wunder, dass er sich vor seinem ersten Schulbesuch fürchtet. Das herzerwärmende Drama erzählt eben nicht nur vom Schicksal eines deformierten Jungen, sondern zeigt auch das Klima amerikanischen Mobbings und was Mobbing bedeutet. 

Zunächst ist Auggies Anwesenheit eine Bedrohung für die Coolness der Kinder in der Schule, doch es zeigt sich auch schnell, dass auch Mobber eine gute Seite haben und keine grundlegend bösen Kinder sind. Der Film stellt das tiefgehende Verständnis der vielschichtigen Persönlichkeiten von Kindern dar und schafft es, die wichtigen Botschaften des Lebens zu übermitteln.

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Die Besetzung

Zwar lief die Entscheidung über die Regie-Übernahme nicht ganz so einfach über die Bühne, dafür war jedoch die Entscheidung über die Besetzung umso einfacher. Während sich die Produzenten David Hoberman und Todd Lieberman (beide "Die Muppets”, "The Fighter”) nach langem Hin- und Her auf Stephen Chbosky ( "Die Schöne und das Biest”) einigen konnten, war die Wahl für die Hauptrollen praktisch schon längst gefallen. 

So wurden 2016 Komiker Owen Wilson ( "Zoolander”) und die talentierte Julia Roberts ( "Eat Pray Love”) für die Hauptrolle der Eltern gecastet. Kinderstar Jacob Tremblay konnte in seinen jungen Jahren ebenfalls schon richtig glänzen und überzeugte in Filmen wie "Room” und "Shut In”.

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Der winkende Oscar

In anderen Ländern ist der Film natürlich schon etwas länger draußen, so dass die Academy of Motion Picture Arts and Sciences bereits im Dezember 2017 bekanntgegeben hat, dass der Film wahrscheinlich im Rahmen der Oscarverleihung 2018 auf der Nominierungsliste für die Kategorie Beste Filmmusik landen könnte. Außerdem befindet sich "Wunder” auch in der Vorauswahl, aus der die Nominierungen in der Kategorie Bestes Make-Up und Beste Frisuren bestimmt werden. Vielleicht ist das berührende Drama also schon bald Oscarpreisträger. Verdient wäre es allemal! 

Jacob Tremblay steht der Anzug jedenfalls hervorragend, die Preise können kommen.


Gerechtigkeit

Dänemark will Masken verbieten, damit keiner merkt, dass es um Burkas geht

Das dänische Justizministerium will ein neues Burkaverbot einführen. Allerdings soll es nicht so heißen. Im Gesetzesentwurf ist daher umständlich die Rede davon, in der Öffentlichkeit alle "umfassend maskierenden Gegenstände" zu verbieten. (The Local)

Das heißt: Helme, Schals, Masken, falsche Bärte wären künftig nicht mehr erlaubt.

Die Polizei darf Personen anhalten, die dann zu verhüllt sind und mit einer Strafe in Höhe von umgerechnet 135 Euro oder drei Monaten Haft belegen.