Bild: Warner

Welchen Neustart sollte man auf keinen Fall verpassen und welchen kann man sich getrost sparen? Wir stellen dir jede Woche den Kinostart vor, der sich wirklich lohnt.

Schon wieder Superhelden?

Wenn dir deine Freunde erzählen, dass es einen neuen Superheldenfilm im Kino gibt, was ist dann deine Reaktion? Bist du sofort mit dabei, wenn es darum geht, den Hauptcharakter in den übergeordneten Zeitstrang der restlichen Comicverfilmungen einzureihen - oder bist du einfach nur genervt? Keine Frage, das Kinopublikum spaltet sich zur Zeit genau in diese beiden Extreme auf.

Comic-Fans feiern mit "Wonder Woman" den ersten Solo-Auftritt einer beliebten Superheldin und freuen sich auf die "Justice League" – die Avengers der DC-Comics, zu denen auch Wonder Woman gehört.

Es gibt aber auch einige gute Gründe für "Wonder Woman", solltest du von all diesen Dingen keine Ahnung haben.

Frauenpower im Plot...

Wonder Woman heißt eigentlich Diana Prince (Gal Gadot) und ist die Thronfolgerin eines vergessenen Amazonen-Stammes, der auf der paradiesischen Insel Themiskyra in einem strengen Matriarchat lebt. Männer gibt es nicht, dafür Kampftraining rund um die Uhr für die Frauen.

Doch dieser Welt kehrt Diana den Rücken, als ihr ein schiffbrüchiger Mann namens Steve Trevor (Chris Pine) von den Schrecken des ersten Weltkriegs erzählt, die seine Heimat London erschüttern. Diana nimmt ihr Schicksal als Tochter des Zeus an, Frieden und Gerechtigkeit unter die Menschen zu bringen. Mit Schwert, Schild, Lasso und magischen Armreifen stellt sie sich dem Kugelhagel ihrer Gegner. Dabei verblüfft sie mehr als einmal mit ihrer Durchsetzungskraft in der männerdominierten Gesellschaft der 1920er-Jahre.

… und am Set

Eine Amazonen-Kriegerin wurde Gal Gadot aber nicht einfach nur durch ihre dramatisch geschwungenen Augenbrauen. Dafür war ein spezielles Training in Martial Arts und jede Menge Bodybuilding nötig.

Auch die übrigen Schauspielerinnen der Amazonen wurden in der Vorbereitung aufs äußerste gefordert. Unter ihnen befindet sich übrigens auch Dianas Trainerin Antiope, gespielt von Robin Wright. Vielleicht kennst du diese Powerfrau schon als Claire Underwood aus "House of Cards". Wer wäre besser geeignet um eine Superheldin auszubilden?

Über das Training hat Robin Wright erst kürzlich im Guardian gesagt:

„50 werden und gleichzeitig in die Form meines Leben kommen? Und das zusammen mit all diesen Mädels, die sich gegenseitig anfeuerten und wollten, dass wir alle unser Bestes geben. Das hat unglaublich viel Spaß gemacht.“
Robin Wright
Frauen-Rekorde überall

Fans sind neben dem beeindruckenden weiblichen Cast auch von der Regie begeistert, denn zum ersten Mal überhaupt bei einem Superhelden-Blockbuster hat mit Patty Jenkins eine Frau das Ruder am Set übernommen.

Patty Jenkins hat schon zuvor in dem oscarprämierten Psychodrama "Monster" gezeigt, was sie drauf hat. "Wonder Woman" war für sie ein absolutes Herzensprojekt.

Die Verwandlung von Wonder Woman

Es ist übrigens keinesfalls der erste Live-Action-Auftritt für Wonder Woman. Seit den 60er Jahren war die Amazone in den unterschiedlichsten Interpretationen zu sehen.

(Bild: Urban-Comics)

Die Beliebteste von ihnen war Lynda Carter aus der Serie "Wonder Woman". Gal Gadots Outfit ist ebenfalls recht knapp, im Gegensatz zu Carter wurde bei ihr aber auf die Sternchen-Hotpants der Comicfigur verzichtet. Gadot trägt, ganz wie es zu einer griechischen Kämpferin passt, eine Rüstung mit Harnisch und Waffenrock (oder um fair zu sein Waffen-Röckchen)

Comic-Gigant DC musste zuletzt mit "Batman vs. Superman" einen großen Flop einstecken. Die Hoffnung im ewigen Konkurrenzkampf gegen Marvels Superhelden liegt diesen Sommer nun allein auf den Schultern von Wonder Woman. Ob sie diesem Druck gewachsen ist, solltest du selbst beurteilen.


Today

Tag 146: Justiz ermittelt in der Russland-Affäre gegen Trump persönlich
Hat der Präsident versucht, die Ermittlungen zu behindern?

In der Russland-Affäre hat Sonderermittler Robert Mueller nun Donald Trump persönlich im Visier. Dabei soll es um Behinderung der Justiz gehen. Geklärt werden soll eigentlich, inwiefern Russland sich in die US-Wahl eingemischt hat und was für Kontakte Trumps Mitarbeitern nach Russland hatten.

Bisher ging es nicht um Trump persönlich. Das ändert sich nun, weil Donald Trump versucht hat, Einfluss auf die Ermittlungen zu nehmen: Er wollte, dass die offiziellen Nachforschungen gegen seinen ehemaligen Berater Michael Flynn aufhören.

Gefordert hat Trump das offenbar nicht nur vom damaligen FBI-Chef James Comey. Der hatte sich nicht unter Druck setzen lassen und wurde dafür von Trump gefeuert. Vor dem Kongress hat Comey bereits ausgesagt.