Bild: HBO

Spoiler-Warnstufe rot

Wir haben dich gewarnt. Hier verraten wir alles. Wenn du die Serie oder den Film noch nicht gesehen hast und das noch vor hast, betrittst du diese Seite auf eigene Gefahr.

Ein Freizeitpark, in dem die Gäste Wilder Westen spielen und Roboter wahlweise vergewaltigen oder abmetzeln: Seit "Game of Thrones" hat keine Serie seine Fans mehr so gefesselt wie "Westworld". In einer nicht all zu fernen Zukunft können reiche Menschen sich Cowboystiefel anziehen und in einer von Robotern bevölkerte Landschaft Abenteuer erleben.

Nach den Misshandlungen werden die Roboter in einer Werkstatt wieder zusammengesetzt, ihr Gedächtnis gelöscht und die Spiele können von neuem beginnen. Aber einige der Roboter fangen an, sich an ihren Missbrauch zu erinnern – und hinter den Kulissen des Parks arbeiten verschiedene Abteilungen mehr gegen- als miteinander. Und dann ist da noch Ford, der gottgleiche Erfinder des Parks, mit ganz eigenen Ideen.

Bei all dem legt die neue HBO-Serie ein gewaltiges Tempo vor: In einer "Westworld"-Episode passiert mehr als in einer ganzen Staffel "Lost", nach fünf Episoden gibt es gefühlt schon mehr Charaktere als in allen 6000 Folgen "Gute Zeiten, schlechte Zeiten" zusammen. Zeit, einen Blick auf die besten, wahrscheinlichsten, faszinierendsten Fan-Theorien zu werfen.

Hier siehst du den Trailer für "Westworld":
Theorie 1: "Westworld" spielt auf verschiedenen Zeitebenen

Aufmerksame Zuschauer entdeckten schnell, dass es zwei unterschiedliche "Westworld"-Logos in der Serie gibt: Ein einfaches, modernes Logo, das auch in den Trailern zur Serie benutzt wird, und ein altmodisches, das zu sehen ist, als William (Jimmi Simpson) und sein Kollege Logan (Ben Barnes) im Park ankommen.

Warum zwei unterschiedliche Logos zu sehen sind? Viele Fans glauben, dass die Serie stillschweigend zwischen zwei Zeitebenen wechselt, die rund 30 Jahre auseinander liegen. Das fällt zunächst nicht auf, weil Roboter schließlich nicht altern.

Ein weiterer Hinweis könnte der Look sein. Einige Szenen sind in einem behaglichen, warmen Farbton gehalten, andere Szenen in einem kalten Blauton – obwohl sie den gleichen Ort zeigen und direkt aufeinander folgen.

Der mysteriöse Man in Black (Ed Harris) mit dem vernarbten Gesicht, der die Grenzen des Parks erforschen will, ist in dieser Theorie die gealterte Version des gutmütigen Park-Besuchers William.

In der Fotostrecke siehst du, wie es in "Westworld" zugeht:
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Tatsächlich scheint viel für diese Theorie zu sprechen: In der 5. Folge sehen wir, wie der Man in Black den Roboter Lawrence (Clifton Collins Jr.) tötet, den er bereits zu kennen scheint. Gleich darauf taucht Lawrence jedoch putzmunter wieder auf – unter dem Alias El Lazo stellt er sich William in den Weg.

Dass der Roboter nach seinem Zusammenstoß mit dem Man in Black so schnell repariert und neu eingesetzt wurde, scheint dann doch sehr unwahrscheinlich. Logischer ist es da schon, dass wir Lawrence hier zu verschiedenen Zeiten sehen. (Vulture)

Theorie 2: Es gibt versteckte Roboter in der Westworld

Schon in der Pilotfolge wird klar, dass einiges nicht so ist, wie es scheint. Als Teddy Flood (James Marsden) im Park aus dem Zug steigt, wird dem Zuschauer suggeriert, er sei einer der ankommenden Gäste – erst, als er vom Man in Black erschossen und nach erfolgter Reparatur wieder im Park eingesetzt wird, zeigt sich, dass er in Wahrheit ein Roboter ist.

Da die Westworld-Roboter selbst von ihrer Beschaffenheit eigentlich nichts wissen (sollten), sondern sich für normale Menschen halten, drängt sich die Frage auf, wer noch alles ein Roboter sein könnte.

(Bild: HBO )

Ein heißer Kandidat ist Bernard Lowe (Jeffrey Wright), der Mitarbeiter von Parkleiter Robert Ford (Anthony Hopkins). Ford behandelt ihn nicht nur ähnlich herablassend und autoritär wie die Roboter im Park, er weiß auch erstaunlich gut über Bernards Privatleben und seine sexuellen Erlebnisse Bescheid – womöglich, weil all das ohne Bernards Wissen gespeichert wird. (Bustle)

Warum sollte Ford einen Roboter in seinen engsten Mitarbeiterkreis einbeziehen? Einige Fans vermuten: Bernard ist eine Kopie von Fords verstorbenen Kollegen Arnold. In der Tat warnt Ford ihn davor, Arnolds Fehler zu wiederholen. Nutzt Ford die technischen Möglichkeiten des Parks vielleicht, um seine eigenen Wünsche und Bedürfnisse zu befriedigen?

Theorie 3: Es gibt eine Roboter-Kopie von Ford

In der zweiten Folge der Serie trifft Park-Leiter Ford mitten in der Wüste von Westworld auf einen kleinen Jungen, der genauso angezogen ist wie er und auch einen ähnlichen Akzent hat. Auch was ihre Väter betrifft, ist das ungleiche Paar sofort einer Meinung. Nach einem kurzen Gespräch befiehlt Ford dem Jungen, "Go home and never return", woraufhin dieser abrupt geht.

Dass der Junge ein Roboter ist, dürfte damit klar sein. Die Ähnlichkeit zu Ford selbst hat viele Zuschauer aber zu der Annahme veranlasst, dass es sich hier um einen ganz besonderen Roboter handelt – womöglich um eine jüngere Kopie von Ford selbst. Der Parkleiter benutzt ihn womöglich als wandelnde externe Festplatte für seine Gedanken.

Theorie 4: Arnold ist noch am Leben... irgendwie

In den ersten fünf Folgen haben wir viel über Arnold, den Co-Schöpfer des Parks, gehört. Trotzdem wissen wir nach wie vor erstaunlich wenig über ihn. Ford behauptet, er habe alle Informationen über seinen verstorbenen Freund und Kollegen aus den Datenbanken des Parks gelöscht. Warum er das getan hat, ist nach wie vor offen.

Allen Bemühungen zum Trotz ist und bleibt Arnold omnipräsent in der Welt von ″Westworld″: Androiden sprechen zu ihm, und zumindest Dolores (Evan Rachel Wood) scheint er auch zu antworten. Ist es Arnold möglicherweise gelungen, sein Bewusstsein in das Programm der Westworld einzuspeisen und so zum Gott seiner eigenen Erfindung zu werden?

Möglich – aber genau genommen ist ja nicht mal sicher, dass Arnold überhaupt tot ist. Abgesehen von Fords Behauptungen gibt es keine Belege dafür. Daher glauben einige Fans auch, dass er sich irgendwo in der Westworld versteckt hält und im Geheimen weiter versucht, die Androiden zu befreien. (Romper) Vielleicht befindet Arnold sich ja am Ende des geheimnisvollen Labyrinths, dass der Man in Black sucht?

Oder "Arnold" ist überhaupt keine Person, sondern es verbirgt sich etwas ganz anderes hinter dem Codewort.

Theorie 5: Der Park befindet sich auf einem anderen Planeten

Wo liegt die riesige Westworld? Der Park ist offensichtlich so abgelegen, dass Mitarbeiter vor Ort untergebracht werden und mit den Daheimgebliebenen nur über spezielle Computer-Terminals Kontakt halten können.

Befindet der Themenpark sich vielleicht gar nicht auf der Erde, sondern auf dem Mond oder gar auf dem Mars? Showrunner Jonathan Nolan wollte diese gängige Theorie weder bestätigen noch verneinen. Aber: "Wenn ihr gut aufpasst, werdet ihr am Ende der ersten Staffel wissen, wo der Park ist", sagte er in einem Interview. (Slashfilm)

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