Bild: ZDF Neo Magazin

Am Anfang war ein Mittelfinger: Im März 2015 tauchte ein Video auf, das den griechischen Finanzminister Yanis Varoufakis zeigt, wie er Deutschland den Stinkefinger zeigen soll. Talkshows debattierten, Boulevardblätter hyperventilierten. Mittenrein lancierte Jan Böhmermann im Neo Magazin ein Video, das den Finger als Fake preisgibt. Oder so tut als ob.

Debatten über den Fakefake-Fakefakefake

In der Folge überschlugen sich die deutschen Medien mit Richtigstellungen und Eilmeldungen über den #varoufake. Das ZDF dementierte schließlich die Authentizität von Böhmermanns Videostunt. Er selbst schaffte – nun ja – Klarheit mit einem zweitem Video: "Unser Video ist zu 100 Prozent echt. [...] Die Unterstellung, dass das Video ein von uns manipulierter Fakefake-Fakefakefake sei, ist absolut haltlos."

Die Jury des Grimme-Preises, einer der wichtigsten Fernsehauszeichnungen Deutschlands, hält das Spektakel nun für preiswürdig. #varoufake ist für den diesjährigen Grimme-Preis in der Kategorie "Innovation" im Bereich TV-Unterhaltung nominiert worden. Ebenfalls nominiert sind "Das Lachen der Anderen" vom WDR und "Streetphilosophy" von RBB und Arte. Insgesamt wurden 76 Produktionen aus mehr als 800 Einsendungen in verschiedenen Kategorien nominiert. (Hier eine Liste mit allen Kandidaten) Die Preisträger werden am 9. März bekannt gegeben. (SPIEGEL ONLINE)

Uns Böhmi gib uns heute: