5 Gründe für den Film

1

Ein Film über den alltäglichen Wahnsinn

Dieses verdammte Mutterglück: So lautet der Untertitel der Tragikomödie "Tully" mit Charlize Theron in der Hauptrolle und beschreibt genau das, was die Protagonistin in der modernen Mary Poppins Interpretation denken muss:

Marlo (Charlize Theron) lebt mit ihren drei Kindern und ihrem Mann Drew (Ron Livingston) in einem Vorort von New York. Doch das Familienidyll wird von schmerzenden Füßen, ständiger Übermüdung und solchen Dingen wie Milchpumpen überschattet. Das Baby raubt ihr den Schlaf, Sohn Jonah (Asher Miles Fallica) zeigt autistische Züge, Tochter Sarah (Lia Frankland) erlebt die ersten Selbstzweifel und der Vater zockt derweil lieber Videospiele im Bett.

Als Marlos wohlhabender Bruder Craig (Mark Duplass) ein Nachtkindermädchen vorschlägt, ist sie erstmal vollkommen empört. Doch die Verzweiflung ist bald so groß, dass sie bald die Nanny anheuert. Tully (Mackenzie Davis) schneit bereits am späten Abend herein und kümmert sich nachts um das Baby. Zum ersten Mal seit Jahren hat Marlo wieder Zeit für sich und kann Kraft schöpfen. Zwischen den beiden Frauen entwickelt sich nebenbei auch noch eine ungewöhnliche Freundschaft.

2

Das Indie-Gespann

Seit Jahren gelten Regisseur Jason Reitman und Drehbuchautorin Diablo Cody als Dreamteam und arbeiten bereits zum dritten Mal zusammen. Seit ihrem ersten gemeinsamen Film, der Coming-of-Age-Dramedy "Juno", sind sie die perfekten Ansprechpartner für authentische Indie-Stories mit Themen, die in Hollywood eher selten zu finden sind: So wie Mütter, die nicht voller Begeisterung ein Kind bekommen und es zur Adoption freigeben. Jetzt sind es Mütter, die aufgrund ihrer Mutterrolle am Rande des Nervenzusammenbruchs stehen. Diablo Cody wurde für "Juno" übrigens mit einem Oscar ausgezeichnet.

Jason Reitman wächst mit seinen Filmen:

3

Die neue Interpretation

"Tully" ist eine moderne Hipster-Interpretation von einer unkonventionellen Mary Poppins, die sympathisch, flippig und trotzdem weise ist. Das Kindermädchen Tully hilft der verzweifelten Mutter im Laufe des Films wirklich in allen Lebenslagen: Sie backt Plätzchen, bringt die Kinder ins Bett und bringt sogar die Action im Schlafzimmer der Eheleute auf Vordermann. Charlize Theron und Mackenzie Davis bilden ein dynamisches Duo, das sich perfekt ergänzt und letztendlich eine Freundschaft zwischen zwei besonderen Frauen entsteht. Bei dieser Frauen-Power spielt der Videospiel spielende Mann nur noch eine Nebenrolle.

4

Die wandelbare Schauspielerin

Charlize Theron ( "Atomic Blonde") ist zwar ein Ex-Supermodel und wunderschön, aber wenn es um ihre Rollen geht, ist sie ähnlich wie bei ihrem mit einem Oscar ausgezeichneten Part in "Monster" absolut nicht zimperlich! Sie passt sich ihren zu spielenden Charakteren an und wirkt deshalb auch in "Tully" vollkommen glaubhaft, wenn sie eine durchschnittliche, dreifache Mutter um die 40 darstellt. So versucht sie in einer Szene wieder in Form zu kommen und wird bei ihrem ersten Joggingversuch direkt von einer zwanzigjährigen Gazelle abgehängt. Sie versucht mitzuhalten, aber muss schwer keuchend abbrechen. Eine symbolische Darstellung für Marlos Problem: Sie hängt alten Zeiten nach und kann sich ihrer aktuellen Lebenssituation nicht realistisch stellen.

5

Der berührende Humor

All die genannten Probleme, die im Film behandelt werden, sind realistische Themen, die nicht nur berühren, sondern zum Glück auch mit Witz und einer Menge schwarzem Humor transportiert werden. Bei "Tully" werden sicherlich viele Zuschauer und Zuschauerinnen persönliche Anknüpfungspunkte finden und in der empathisch erzählten Familien-Tragikomödie beobachten, dass das Leben nicht immer nur schwarz oder weiß ist.


Art

Mit diesen Memes feiern Trump-Fans den US-Präsidenten im Netz als Superheld
Wie sie damit politische Botschaften verbreiten.

Donald Trump reitet mit wehendem Mantel auf einem weißen Pferd, er sitzt da erhobenen Hauptes wie Napoleon. In einem anderen Moment wird der US-Präsident zum nordischen Supergott Thor und schwingt einen mächtigen Hammer. Oder er fegt mit einem Besen die "Politische Korrektheit" beiseite. 

Seit Donald Trump Präsident der Vereinigten Staaten ist, wird er auch im Netz zum Meme – zum Internetphänomen. Das schafft er einerseits selbst, mit seinen Tweets. Dann gibt es Kritiker, die sich in Fotomontagen über ihn lustig machen. Aber es gibt auch: Anhänger, die es ernst meinen.

Eine kleine Netzgemeinde huldigt Trump in Foren mit selbst gebastelten Montagen als Gott oder Superheld – und verbreiten nebenbei ihre politischen Botschaften.