Bild: Netflix/Pixabay; Montage: bento
Oder noch schlimmer: "Star Wars"

Keine Netflix-Produktion wurde im Netz so heiß diskutiert wie "Tote Mädchen lügen nicht". Die Geschichte der jugendlichen Hannah, die auf 13 Kassetten den eigenen Suizid erklärt, wurde zum Instant-Hit. 

Eine zweite Staffel? Die war vorprogrammiert. Blöd nur, dass die Geschichte da längst auserzählt war.

"Die Kassetten waren nur der Anfang", heißt es in der der Werbung zur zweiten Staffel. Nein, Netflix – die Kassetten waren das Ende.

"Tote Mädchen lügen nicht" beruht auf Jay Ashers gleichnamigen Jugendroman. Der wurde in den ersten 13 Folgen der Serie mit viel Mut und Gefühl umgesetzt. Eine Fortsetzung gibt es nicht. Netflix spendierte den gierigen Fans trotzdem eine – ohne sich dabei was wirklich Neues einfallen zu lassen.

Statt Kassetten gibt es diesmal einen Stapel Polaroid-Fotos. In der ersten Staffel war von denen keine Rede, nun sind sie aber plötzlich unerhört wichtig. Anhand dieser Bilder kommen nämlich nach und nach neue Geheimnisse über Hannah und ihre Mitschüler ans Licht. Zum Ende der Staffel: Ein bemüht wirkender Schock-Moment, der die Tür offen lässt für eine Fortsetzung der Fortsetzung. 

Aber wollen wir die wirklich sehen?

Bei den Fans sorgte die neue Staffel für gemischte Gefühle. In zahlreichen Tweets, Blog Posts und YouTube-Videos wird sie auseinander genommen. Auf der Kritiker-Serie Meta Critic erreicht sie gerade mal 49 von 100 Punkten – Schulnote 4. Die Quote stimmt trotzdem.

Schätzungen zufolge wurde die Premiere der neuen Staffel schon in den ersten Tagen über sechs Millionen Mal aufgerufen. 

Da hilft weder Jammern noch Augenrollen. Keine noch so vernichtende Schmähkritik wird eine weitere Staffel stoppen. Netflix ist schließlich ein gewinnorientiertes Unternehmen. 

Produziert wird, was die Zuschauer ansehen – egal, ob sie danach jubeln oder meckern.

Das heißt im Umkehrschluss: Was nicht angesehen wird, wird nicht weiter produziert. Abstimmen mit dem Geldbeutel ist angesagt.

Wie das geht, sehen wir gerade an den Kinokassen: Durch ihr Wegbleiben haben die Fans den "Star Wars"-Ableger "Solo" zum ersten Flop in der Geschichte der Reihe gemacht. Disney könnte bis zu 80 Millionen Dollar verlieren (Filmstarts.de).

Für einen Entertainment-Riesen dieses Formats ist das keine Katastrophe – wohl aber ein Denkzettel. 

Die Vorfreude auf "Solo" hatte sich von Anfang an in Grenzen gehalten. Dies hatte Disney allerdings stillschweigend ignoriert. Nach den enttäuschenden Einspielergebnissen dürfte damit Schluss sein. 

Die Fans haben bewiesen, dass sie gewillt sind, die Geldmaschine "Star Wars" lahm zu legen – und Disney wird alles daran setzen, sie zurück zu gewinnen.

Klar: Wir wollen immer mehr von unseren Lieblingscharakteren sehen. Abschiednehmen tut weh. Den eigenen Lieblingen dabei zuzusehen, wie sie nach und nach kaputt geschrieben werden, tut allerdings nicht weniger weh. 

Also: Im Zweifel einfach mal abschalten. 


Haha

Polizist fährt mit zwei Promille noch Auto – und wird von seinen Kollegen erwischt
Es ging um einen Burger mit Pommes.

In Düsseldorf wurde ein Polizist betrunken am Steuer erwischt. Eigentlich wolle er an diesem Abend gar nicht fahren. Eigentlich sollte seine Freundin nüchtern bleiben und ihn nach der Party nachhause fahren. Eigentlich.

Doch auf der Heimfahrt wollte sie noch zu McDonalds – und dann ging alles irgendwie schief. 

Als sie beim Drive-In-Schalter gegen den Bordstein fuhr, stritten sich die beiden heftig. So heftig, dass die Fahrerin wütend ausstieg und ihren betrunkenen Freund im Auto sitzen ließ. (Westdeutsche Zeitung)