Bild: Warner Bros.
Dann versucht die Website, die Passage unauffällig zu löschen.

Seit Donnerstag läuft die Neuverfilmung von "Tomb Raider" in den Kinos. "Tomb Raider" ist eine der ersten großen Computerspiel-Reihen, die eine weibliche Heldin in den Mittelpunkt stellte: Lara Croft reiste als Abenteurerin um die Welt und trat Männern in den Hintern.

Es gibt bereits zwei Verfilmungen mit Angelina Jolie, nun schlüpft die 29-jährige Oscar-Preisträgerin Alicia Vikander in die Rolle von Lara Croft. 

Einem männlichen Kritiker gefällt das jedoch gar nicht. Er urteilt über den Film – anhand von Vikanders Körper.

Der Filmkritiker heißt Jerome Maida und schreibt für die US-amerikanische Nachrichtenseite "The Philly Voice". Seiner Meinung nach fehle es der neuen "Tomb Raider"-Darstellerin an Sexappeal. In seiner Kritik vergleicht er die Körper von Alicia Vikander und ihrer Vorgängerin Angelina Jolie. Er schreibt:

"Vikanders Aussehen unterscheidet sich deutlich von Jolie. Sie schafft es nicht, auch nur eine Unze Sexappeal zu erzeugen und sieht, gelegentlich, aus wie 16. Wenn man dann noch die fehlenden Kurven bemerkt, hätte [das Filmstudio] Warner Bros. auch gleich einen Gender-Film machen können und 'Luke Croft' drehen können – es wäre auf das Gleiche herausgekommen. Sie hätten nicht mal das Drehbuch ändern müssen. So eine Beliebigkeit stärkt nicht gerade Frauen."

Um das zusammenzufassen: Weil eine Darstellerin in den Augen eines Mannes nicht sexy genug ist und keine ausreichend große Oberweite hat – sich also nicht auf den ersten Blick auf ihr Äußeres reduzieren lässt – ist das kein Fortschritt für Frauen.

Die Newsseite hat selbst bemerkt, was da aufgeschrieben wurde – und die entsprechende Passage mittlerweile gelöscht. 

Im Netz ist die Passage jedoch noch als Screenshot erhalten:

Über die Löschung wird am Ende des Artikels informiert, eine Entschuldigung gibt es allerdings nicht.

Sowohl der Vergleich selbst wie auch die fehlende Entschuldigung machen nun viele wütend. 

Auf Twitter reagieren sie auf die sexistische Filmkritik:

1/12

Der neue "Tomb Raider"-Film erzählt keine Abenteuer aus dem Leben der erwachsenen Lara Croft. Stattdessen ist er eine "Origin Story", er will die Anfänge der Heldin erzählen. 

Der Film orientiert sich dabei eng am 2013 erschienenen Computerspiel "Tomb Raider". Darin strandet die 21-jährige Lara auf einer Insel und muss sich durchkämpfen. Auch wenn der Titel schlicht "Tomb Raider" heißt, ist es bereits das zehnte Spiel – die ersten Spiele (mit einer erwachsenen Lara) erschienen bereits ab 1996. Eine junge Darstellerin ist also eher eine gute Wahl für die Verfilmung.

Wie hat der Filmkritiker reagiert?

Maida hat sich in einem Facebook-Kommentar in die Debatte eingemischt – und seine Haltung verteidigt. Wie er über Frauen schreibe, dürfe man ihm nicht vorwerfen. Schließlich hätten ja auch Frauen "Meinungen über Männer".

Außerdem: Wenn Helden aus Spielen und Comics von echten Schauspielern dargestellt werden, müsse das Aussehen stimmen. In der Vorstellung des Kritikers scheint das immer eine Lara Croft mit Riesenbrüsten zu sein. Die junge Lara Croft aus dem 2013-Spiel kannte er anscheinend nicht.

Aber was von dieser Einstellung zu halten ist, brachte ein Twitter-Nutzer mit nur einem Bild perfekt auf den Punkt:


Gerechtigkeit

Trump feuert weiter Mitarbeiter, aber dieses Mal kann es Ärger geben
Es ist halt nicht so klug, sich mit einem FBI-Agenten anzulegen.

US-Präsident Donald Trump ist in Game-Show-Laune. Erst vergangene Woche hatte er seinen Außenminister Rex Tillerson gefeuert (bento), nun musste auch der stellvertretende FBI-Vizedirektor Andrew McCabe gehen. 

Trump feuerte ihn, zwei Tage bevor McCabe sowieso in den geplanten Ruhestand verabschiedet worden wäre. Der Rauswurf wurde – standesgemäß – auf Twitter bekannt gegeben: