Bild: Paramount; Montage: bento
Und wie du den "Seifenoper-Effekt" ausstellen kannst.

Im Kino war der Film noch ein Fest für die Augen, doch später auf DVD sieht er irgendwie billig aus. Statt saftiger Farben und gut gesetzten Unschärfen wirkt das Bild, als sei es mit einer simplen Handkamera aufgenommen – nicht anders als jede beliebige Telenovela. 

Dass hochwertige Hollywoodfilme auf dem Heimfernseher so grützig aussehen, wird "Seifenoper-Effekt" genannt – und Tom Cruise verrät nun, was dahinter steckt.

Der Schauspieler ist gerade am Set der Fortsetzung von "Top Gun". Aber anstatt Werbung für den Film zu machen, hat er sich mit Regisseur Christopher McQuarrie vor die Kamera gestellt, um mal zu meckern. 

Durch moderne Fernsehtechnik würden Filme nicht mehr so aussehen, wie die Filmemacher es eigentlich wollen. Es entstehe eben der "Seifenoper-Effekt":

Wie genau kommt der Effekt zustande?

  • Moderne Fernseher haben eine Einstellung, die sich "Motion Smoothness" nennt. 
  • Die Technologie sorgt dafür, dass Bilder flüssiger wirken sollen. Dafür berechnet ein Computerprogramm künstliche Bilder und mogelt sie zwischen die echten gesendeten Bilder. 
  • Der Effekt ist vor allem für Sportübertragungen gedacht, etwa für die Formel 1 oder Fussball-Turniere. 

Der Nachteil: Bei Filmen und guten Serien verschlechtert sich das Bild. Die sind klassisch mit 24 Bildern pro Sekunde gedreht. Mit der "Motion Smoothness" werden dem weitere Bilder hinzugefügt, die es gar nicht gibt und die Bildfolge auf 50 oder 60 Bilder pro Sekunde erhöht.

Die unschöne Nebenwirkung ist, dass die meisten Filme dadurch wirken, als wären sie auf schnellem Video gedreht worden, und nicht Film.
Tom Cruise

So kannst du den Effekt umgehen:

Das Feature ist bei den meisten Fernsehern standardmäßig aktiviert. Um Filme so zu schauen, wie sie gedreht wurden, musst du den Effekt an deinem Fernseher ausstellen.

Das ist aber je nach Modell unterschiedlich: 

  1. Entweder steht in der Anleitung, wo im Menü du die "Motion Smoothness" findest. 
  2. Oder du kannst über eine Google-Suche nach deinem Modell die Einstellungen finden.

In der Regel versteckt sich der Punkt im Untermenü zu den Bildschirm-Einstellungen, also dort wo du auch Schärfe und Farbton definierst. Bei manchen Modellen heißt er "Motion Plus", bei anderen "Motion Smoothness" oder "Motion Smoothing".


Grün

Dänemark und Österreich wollen endlich Plastiktüten verbieten
Was Deutschlands Nachbarn konkret planen

Plastikmüll zu vermeiden gehört zu den großen Herausforderungen unserer Zeit. Der Kunststoff ist fast überall im Alltag zu finden und oft unnötig, sei es bei Plastiktüten, beim Wegwerfgeschirr oder bei Wattestäbchen. 

Längst haben viele US-Städte und auch Länder wie Großbritannien und Neuseeland Gesetze auf den Weg gebracht, um Plastimüll zu vermeiden – nun legen auch Dänemark und Österreich mit Verboten nach.

Was geplant ist:

  • Dänemark will dünne Einweg-Plastiktüten verbieten. Und außerdem verbieten, dass Plastiktüten gratis verteilt werden. Das hat das Umweltministerium am Mittwoch bekannt gegeben. Einen genauen Starttermin gibt es aber noch nicht. (The Local, Politiken)
  • Auch Österreich will Plastiktüten verbieten, und zwar von 2020 an. Das gilt für alle Kunststofftüten mit Griff oder Griffloch, teilte das zuständige Nachhaltigkeitsministerium in Wien mit. Zusätzlich sollen Plastikpartikel in Kosmetikprodukten und Reinigungsmitteln verboten werden. (SPIEGEL ONLINE)

Warum ist das wichtig?

Plastik braucht etwa 450 Jahre, bis es zersetzt ist. Trotzdem landen jedes Jahr Millionen Tonnen an Verpackungen, Folien und Kleinstteilchen im Müll – und schaden der Umwelt.

Rinder oder Schafe fressen herumfliegende Tüten und Plastikartikel auf der Weide, dann landen Plastikpartikel in unseren Mägen. Auch Meerestiere verschlingen den Müll im Ozean. Erst kürzlich verendete zum Beispiel ein Wal an acht Kilogramm Plastik in seinem Magen. (bento)