Eigentlich sollte das US-Remake von "Honig im Kopf" ein Erfolg werden.

Til Schweiger und die deutschen Filmkritiker sind keine guten Freunde. Fast alle seine Filme werden belächelt oder verrissen, der Regisseur und Schauspieler regt sich dann gerne auf Facebook darüber auf.

2016 verkündete Schauspieler Michael Douglas, dass der Til-Schweiger-Film "Honig im Kopf" ein US-Remake bekommt. Die Hauptrolle des an Alzheimer erkrankten Amadeus Rosenbach sollte er übernehmen – und sich auch an der Produktion beteiligen. Es schien, als verstünde endlich jemand Til Schweigers Kunst. 

Nach der Ankündigung wurde es aber ziemlich ruhig um den US-Film von Til Schweiger, erst Ende Oktober 2018 wurde ein Trailer veröffentlicht:

Die Überraschung: Von Michael Douglas keine Spur.

Douglas war weder an der Produktion beteiligt noch übernahm er die Hauptrolle. Er scheint wohl geahnt zu haben, wie sich der Film entwickeln wird. Den Part des Protagonisten übernahm stattdessen Nick Nolte

Einen Monat nach der Veröffentlichung des Trailers lief "Head Full of Honey" in den US-Kinos an. 

Nun sind die ersten US-Kritiken da – und wie ihre deutschen Kolleginnen und Kollegen zerreißen sie den Film.

"Diese Nick-Nolte-Komödie über Alzheimer ist so lustig wie eine Wurzelbehandlung ohne Betäubung."

"Dem bizarren Plot und den schrillen Performances nach zu urteilen, scheint dieser Film in einem Gemüsezerkleinerer entstanden zu sein."

  • Die "Los Angeles Times" scheint wohl niemand gewarnt zu haben, dass Til Schweiger seine Filme vorher nie zeigt, um dem öffentlichen Veriss durch Kritikerinnen und Kritiker zu entgehen:

"Kein Wunder, dass Warner 'Head Full of Honey' bis zur letzten Minute vor der Kritik versteckt hat." 

Weiter bezeichneten sie den Film als "lärmendes, völlig unglaubhaftes, überlanges Wirrwarr, das unter jeder Menge fehlgeleiteter kreativer Entscheidungen" gelitten habe.

Auch sonst sieht es nicht gut aus: "Head Full of Honey" läuft in den USA lediglich in vier Kinos und spielte bisher 10.413 Dollar, also umgerechnet 9156,67 Euro ein. (SPIEGEL ONLINE)


Today

Boris Palmer nennt sich jetzt "Hilfssheriff", zeigt Leute an, die ihr Auto falsch geparkt haben
Wie der Tübinger Oberbürgermeister Stimmung im Netz macht.

Boris Palmer hat es wieder getan. Er hat wieder für Ordnung und Sicherheit in seiner Stadt gesorgt. Findet er zumindest.

Der Grünen-Politiker und Oberbürgermeister von Tübingen hat nach eigenen Angaben am Donnerstagabend einen Fahrer angezeigt, der sein Auto nicht ordnungsgemäß geparkt hat. Sich selbst nannte Palmer in einem am Freitagmorgen auf Facebook veröffentlichten Post dabei einen "Hilfssheriff im Einsatz"

Es ist das zweite Mal innerhalb von wenigen Wochen, dass sich Boris Palmer in Tübingen zum "Sheriff" aufschwingt – und Bürger seiner Stadt als eine Art Behelfspolizist belehrt und fotografiert.

Erst kürzlich war Palmer nachts in Tübingen mit zwei Studierenden aneinandergeraten. Als diese sich weigerten, sich gegenüber dem Oberbürgermeister auszuweisen, soll Palmer sie fotografiert haben. Die Begleiterin zeigte Palmer daraufhin wegen Nötigung an. Palmer selbst hat den Vorfall genüsslich auf Facebook geschildert. (SPIEGEL ONLINE)

Was genau war nun passiert?

Laut Palmer sah er gegen 23 Uhr ein Auto auf dem Gehweg, "niemand drin, aber laufender Motor". Zwei Männer Mitte 20 seien dann gekommen, er habe sie "freundlich" darauf hingewiesen, künftig den Motor auszumachen und nicht mehr auf dem Gehweg zu halten. Die Männer erkannten ihn jedoch nicht und wollten sich auch nicht entschuldigen: "keine Einsicht, sondern höhnisches Gelächter". Also griff Palmer nach eigenen Angaben durch: