Bild: Nike Laurenz / Katharina Hölter
Zwischen Tatort, echten Fans und Snapchat

Ein Actionfilm in Deutschland sieht so aus: Til Schweiger und Fahri Yardim sagen sich, wie lieb sie sich haben, zwischendurch gibt es Schleichwerbung für deutsche Mähdrescher und man verliebt sich über Skype in russische Nutten.

Für die Premiere von "Tschiller: Off Duty" – ein Tatort, der ab sofort im Kino läuft – reist am Donnerstagabend das gesamte Produktionsteam nach Hamburg. Sie zeigen sich für fünf Minuten vor dem Film auf dem roten Teppich und für fünf Minuten nach dem Film auf einer kleinen Bühne im Kinosaal.

Die Premiere auf Snapchat: Sprich mit uns – oder schweige(r) für immer!(Bild: Nike Laurenz)

Zwischendurch kommt man sehr nah an sie heran – an Schweiger, seine Freundin, an Yardim, an den Regisseur und die Schminkassistenten des Films.

Die Premiere auf Snapchat: Freund und Freundin in Regen-Outfit, typisch Hamburg(Bild: Nike Laurenz)

Die Ouftits der Stars: Regenmantel, dicke Jacken, festeres Schuhwerk. Schweiger sagt später, sein Outdoor-Aufriss sei der Tatsache geschuldet, dass man ihn ja mit Eiern hätte bewerfen können.

So furchtbar sind die Szenen dann offenbar für die meisten nicht: Die Zuschauer klatschen immer wieder, schreien vor Lachen, verkriechen sich im Sessel.

Schweiger hat ein eher angespanntes Verhältnis zur Presse, er fühlt sich oft missverstanden und vom Feuilleton zu unrecht kritisiert. Deswegen haben wir nach der Premiere normale Kinobesucher gefragt:

Wie fandet ihr den Film?
(Bild: Nike Laurenz)
Felix, 32

"Man kann Schweiger lieben oder hassen, aber wie er die Actionsachen macht, das ist total seins. Er ist ein guter Schauspieler. Und er nimmt sich selbst nicht zu ernst.

Live wirkt er allerdings sehr eigen, wie er hier erscheint, rein optisch: Er kommt hier in einem Regenmantel an. Aber er hat seinen eigenen Style. Das muss man ihm lassen."

(Bild: Nike Laurenz)
Eni, 26

"Ich muss gestehen: Ich habe noch nie einen Schweiger-Film gesehen. Aber als Schauspieler hat der mich absolut umgehauen. Die Schauspieler wurden alle extrem gut ausgesucht, das war ein sehr dynamisches Zusammenspiel.

Hammermäßig. Dass wir in Deutschland so gute Actionfilme drehen können! Und es gab eine Szene, die ich rührend fand: Tschiller und Gümer sitzen im Zug nach Moskau und erzählen sich, wie lieb sie sich haben. Da zeigten die Männer Gefühl. Großes Kompliment."

So haben wir den Abend auf Snapchat verbracht:
(Bild: Nike Laurenz)
Alex, 24

"Schöne Szenen, sehr gelungen. Die Kameraführung ist mir aufgefallen, die war sehr gut. Es hätte schnell billig wirken können, hat es aber in keiner Sekunde.

Na gut, es war vielleicht ein bisschen unrealistisch, dass Tschiller aus einem Auto in ein anderes springt. Aber meine Güte, wenn man '96 Hours' guckt, dann ist das genauso. Und Fahri, der hatte Witz. Schön, mal eine Hamburger Schnauze zu sehen."

(Bild: Nike Laurenz)
Simon, 30

"Der Film war gut, reichlich Action, wie man's kennt. Hat solchen Spaß gemacht. Til Schweiger war wie immer, in jedem Tatort, absolut grandios. Ich habe alle Teile geguckt. Manche Szenen waren natürlich etwas unglaubwürdig, aber ganz ehrlich: für Liebhaber von Actionfilmen absolut zu empfehlen! Meine Lieblingsszene: Nick Tschiller springt im Hotelzimmer durch die Wand."

(Bild: Nike Laurenz)
Gizem, 25

"Sehr abwechslungsreich. Die haben in unterschiedlichen Städten und Ländern gedreht. Man hat überhaupt nicht gesehen, dass in Hamburg gedreht wurde, aber Moskau dargestellt werden sollte, sehr gut. Die Szene im Krankenwagen, als Tschiller seiner Tochter eine Bombe aus dem Bauch operiert: kommt fast an Hollywood ran."

(Bild: Nike Laurenz)
Mona, 25

"Es war toll, dass es in dem Film nicht so viel Rumgeballer gab. Man hatte viel zu lachen, trotz der eigentlich traurigen und tragischen Geschichte.

Bei seinem Live-Auftritt fand ich es hingegen sehr schade, dass er kaum was erzählt hat. Wie es so war, das zu drehen, wie es war, über die Dächer zu springen. Das war nur so ein 'Hallo und Tschüss' auf der Bühne, da hätte ich mir von ihm als Hauptdarsteller echt mehr gewünscht."

Folgt bento auf Snapchat!

Mehr über Til Schweiger