Das Publikum hat den Todesschützen in dem TV-Experiment "Terror" freigesprochen. 86,9 Prozent des Publikums wollte den Mann nicht wegen Mordes verurteilt sehen.

Der fiktive Film lief am Montagabend in der ARD und zeigte einen Gerichtsprozess. Zuschauer konnten am Ende anrufen und im Internet abstimmen. In "Terror" schießt ein Bundeswehr-Pilot (gespielt von Florian David Fitz) ein Flugzeug mit 164 Menschen ab, damit Terroristen es nicht in ein Sportstadium mit 70.000 Menschen stürzen können.

Darf ein Pilot Menschen töten, gegen einen ausdrücklichen Befehl, um andere Menschen zu retten? Das Publikum entschied sich für einen Freispruch des Angeklagten.

In der anschließenden Talk-Runde mit Frank Plasberg geriet dann schnell in Vergessenheit, dass es sich nur um einen Film handelte, basierend auf einem Theaterstück des Autors Ferdinand von Schirach. Der ehemalige Verteidigungsminister Franz Josef Jung und Ex-Offizier Thomas Wassmann sprachen von Bedrohungen, Terrorismus und Gesetzeslücken, als hätte es gerade eine Volksabstimmung über das Grundgesetz gegeben.

Petra Bahr, die künftig Bischöfin in Hannover, brachte den Film auf den Punkt: "Niemand kommt da mit moralischer weißer Weste wieder raus."

Wir haben mit einem Psychologen gesprochen, was die Entscheidung so schwer macht und wie man damit umgeht.

Grün

Die Hälfte des getrennten Mülls wird einfach verbrannt

Der getrennte Verpackungsmüll in den gelben Säcken und gelben Tonnen landet häufig in der Müllverbrennung: 44,1 Prozent der Wertstoffe wurden im Jahr 2014 nicht recycelt, sondern mit dem Restmüll verbrannt. Das geht aus einer Anfrage der Grünen-Politikerin Bärbel Höhn an die Bundesregierung hervor.

Immerhin: Im Jahr zuvor, 2013, landeten sogar 45,6 Prozent des getrennten Mülls in der Verbrennung. (Finanznachrichten)

Seit 1991 müssen Hersteller in Deutschland Verpackungen zurücknehmen oder sich an einem dualen System beteiligen, also einer Firma, die gelbe Säcke einsammelt oder Verpackungsmüll in gelben Tonnen oder Containern abholt.

Aber nicht alle gesammelten Verpackungen müssen dann auch wirklich recycelt werden. Es gibt verschiedene Verwertungsquoten, zum Beispiel 75 Prozent für Glas, 60 Prozent für Verbundverpackungen oder 22,5 Prozent für Kunststoffe.