Bild: dpa / NDR

Es ist "Tatort"-Marathon im Fernsehen und in den Mediatheken. Noch dazu gibt es Erstausstrahlungen:

  • Samstag, 26. Dezember: "Benutzt", Ballauf und Schenk in Köln
  • Sonntag, 27. Dezember: "Wer bin ich?", Felix Murot in Wiesbaden
  • Freitag, 1. Januar: "Der große Schmerz“, erster Teil der Til-Schweiger-Doppelfolge aus Hamburg
  • Sonntag, 3. Januar: "Fegefeuer“, Teil zwei mit Nick Tschiller

Vor den beiden neuen Folgen mit Til Schweiger werden außerdem im NDR die beiden bereits ausgestrahlten Folgen wiederholt, am 28. und 30. Dezember um 21.45 Uhr. Dann darf Til Schweiger als Nick Tschiller endlich zur Panzerfaust greifen. Die Doppelfolge wurde nach den Anschlägen in Paris verschoben. Jetzt ist die Anstandsfrist verstrichen: Feuer frei.

So richtig gut ist nur der aus Wiesbaden, diesen Sonntag, mit Ulrich Tukur als Felix Murot (der mit dem Gehirntumor). Schreibt zumindest die "taz". Der eine Tatort entschädige "quasi für alle verquasten Gähnepisoden der letzten Monate". Die Köln-Folge mit den alternden Kommissaren am Samstag ist verworren, die Kollegen bei SPIEGEL ONLINE geben nur 4 von 10 Punkten.

Bleibt noch Til Schweiger. Einerseits schwierig. In der Doppelfolge spielt auch noch Helene Fischer mit. Andererseits holt Schweiger die Panzerfaust raus und damit den oft verschnarchten "Tatort" in Richtung massenkompatible Action. Nicht, dass das nun sonderlich erstrebenswert wäre, aber die Einschaltquote wird ihm sicherlich Recht geben.

Die Presse hat den zweiten Teil übrigens nicht zu sehen bekommen - der NDR fürchtet angeblich "Tatort"-Täter-Verräter unter den Journalisten. Aber die kennen solche Verweigerung bei Produktionen mit Til Schweiger schon. An der Qualität seiner Filme liegt es sicher nicht.

Entschuldigung, muss es wirklich "Tatort" sein? Natürlich nicht!