Bild: Anke Neugebauer / dpa
Was haben die all mit dem "Arsch"?

Bewusst habe ich mir noch nie einen "Tatort" angesehen. Ich schäme mich etwas dafür, schließlich ist das irgendwie ein Teil deutscher Kultur. Als jemand, der vor einigen Wochen erst unter Tränen das (meiner Meinung nach) Spiel des Jahres 2018, Red Dead Redemption 2, durchgespielt hat, reizte mich die Handlung des Weimarer Tatorts, die ja irgendwie im Wilden Westen spielt, aber doch. 

Ich musste ihn mir also unbedingt anschauen.

Während ich Nora Tschirner und Christian Ulmen also dabei beobachte, wie sie in ihren Rollen von Kommissarin Dorn und Kommissar Lessing Zeuginnen und Zeugen befragen, gingen mir dann aber doch einige Fragen durch den Kopf.

1 In welcher Beziehung steht Heinz eigentlich zu seiner Kuh?

Die Ereignisse überschlagen sich direkt zu Beginn: Heinz wird gefesselt und mit einem Auto durch eine Stadt gezogen, die im Wilden Westen zu liegen scheint. Cut. Heinz streichelt irgendwo auf dem Land seine Kuh. Cut. Heinz wacht auf, überall Blut. Heinz hat nicht überraschend seine Regel bekommen, jemand hat seine Kuh umgebracht und den abehackten Kopf in sein Bett gelegt – der Pate lässt grüßen. Heinz ist untröstlich.

2 Was hat es mit diesem Plakat auf sich?

(Bild: ARD Mediathek)

"Wie gut, dass Goethe das nicht lesen muss", findet Kommissarin Dorn. Recht hat sie. Wie gut, dass er auch das Foto nicht sehen muss, das ist nämlich eindeutig ein Fall für einen dieser Fisch-Kalender.

3 Haben Tatort-Autorinnen und -Autoren alle einen bestimmten Fetisch?

In 90 Minuten Sendezeit fällt unzählige Male das Wort "Arsch". Auf die Frage von Kommissar Lessing, ob einer der Bewohner von "El Doroda" Zeit für ihn habe, entgegnet der nur trocken: "Kommt darauf an, wie lange Sie brauchen, mich am Arsch zu lecken." Später kündigt eine der Antagonistinnen an, sich mit einem Dokument den "Arsch abwischen" zu wollen. So frech, die Leute in der ARD, es wird einfach nie langweilig!

4 "Warum?"

Kommissar Lessing ruft seinen Chef an, der gerade beim Angeln ist: "Wieso rufen Sie mich an, während ich meine Rute draußen habe?" – "Ich dachte, Sie wären Angeln." 

Ja, warum tut man sich so einen Tatort überhaupt an, frage ich mich nach rund einer Stunde. Wegen des Humors auf jeden Fall nicht. Penis, haha. 

5 Was habe ich gelernt? 

Taubeneintopf ist lecker, Uhu schmeckt so gut wie Storch, verklebt aber die Zunge. Auch die härtesten Gangmitglieder haben ihre Mama lieb und eine Kommissarin braucht keinen Kollegen, der auf sie aufpasst – das kann sie alleine. Immerhin ein positiver Aspekt. 


Today

Für den Tierschutz: In Kalifornien dürfen Zoogeschäfte nur noch gerettete Tiere verkaufen
So will der US-Bundesstaat "Kätzchenfabriken" stoppen.

Jedes Jahr zu Weihnachten passiert es: Katzen, Hunde oder Hamster warten als Überraschung unter dem geschmückten Baum – nur, um wenige Monate später von ihren neuen Besitzerinnen und Besitzern bereits wieder vergessen oder ausgesetzt zu werden. Auch in den USA ergeht es vielen Haustieren so. Doch im Bundesstaat Kalifornien ist damit seit wenigen Tagen Schluss. 

Denn seit dem 1. Januar dürfen Zoogeschäfte dort nur noch gerettete oder aus Tierheimen stammende Haustiere verkaufen. 

Mit der Initiative sollen sogenannte "Kitten Factories" (Kätzchenfabriken) und "Puppy Mills" (Welpenfarmen) gestoppt werden (CNN). Diese züchten gezielt und im großen Stil Jungtiere, um sie möglichst gewinnbringend verkaufen zu können. Auf das Tierwohl wird dabei oft nur unzureichend geachtet. 

Um das Verbot durchsetzen zu können, müssen Zoogeschäfte künftig die Herkunft der angebotenen Tiere detailiert nachweisen und angeben können. Bei Verstößen droht den Unternehmen ein Bußgeld in Höhe von bis zu 500 US-Dollar pro Tier. 

In den USA ist Kalifornien der erste Bundesstaat mit einem solchen Gesetz. Angestoßen wurde die Verschärfung des Tierschutzrechtes von Patrick O'Donnell, einem Abgeordneten der Demokraten. Das erfolgreiche Inkrafttreten des neuen "Pet Rescue and Adoption Acts" nannte er