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Wir wussten es schon immer, jetzt gibt es die Studie dazu.

Es soll Menschen geben, die gemeinsame Fernsehabende für ein schlechtes Zeichen halten. Wissenschaftler der Universität Aberdeen haben jetzt eine Studie veröffentlicht, die dagegen hält: Serien-Schauen kann dieselbe Art von Nähe erzeugen, wie ein gemeinsamer Freundeskreis.

Die These: Je häufiger Paare Serien und Filme zusammen sehen, desto höher bewerten sie die Verbundenheit innerhalb ihrer Beziehung.

Freuen könnte diese Annahme vor allem Menschen, die in Fernbeziehungen leben oder gerade umgezogen sind. Das soziale Umfeld, die soziale Realität, fallen dabei oft weg.

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Das Teilen eines sozialen Netzwerkes, so die Wissenschaftler, sei für die Qualität der Beziehung durchaus bedeutsam. Ein Team rund um Sarah Gomillion und Shira Gabriel fand heraus, dass Paare, die gemeinsame Freunde haben, generell zufriedener sind als jene ohne - und ihrer Beziehung zudem mit Optimismus gegenüberstehen. Sie fühlen eine höhere gesellschaftliche Zugehörigkeit und tendieren seltener dazu, sich zu trennen.

Seriencharaktere als Freundeersatz

Serien, Shows und Filme, so die Wissenschaftler, seien eine gute Alternative, um sich als Paar ohne Freunde eine gemeinsame Welt zu erschaffen. Wenn Menschen über die Erfahrungen und Eigenheiten der fiktiven Charaktere sprechen, erhöhe das die soziale Identität des Paares, was wiederum zu einem größeren Gefühl der Zugehörigkeit beitrage.

We propose that sharing media like TV shows and movies with romantic partners can provide a shared social world and that this sense of sharing a social world is highly important to relationship maintenance.

Menschen seien extrem gut darin, die eigenen psychologischen Bedürfnisse zu befriedigen, erklären die Wissenschaftler. Fühlen sie sich von der Welt abgeschottet, finden sie kreative Wege, um wieder mit dieser in Verbindung zu treten.

Obwohl TV-Serien und Filme keine menschliche Aufmerksamkeit und Zuneigung ersetzen können, sind Zuschauer dazu in der Lage, Gefühle aus den konstruierten Welten zu generieren. Sie können beim Medienkonsum gleichhohe Werte von Sicherheit fühlen, wie durch Anschluss im echten Leben. Das Eindringen in die Welt medialer Narrative birgt somit eine große Chance für das seelische Wohlbefinden.

Wie sind die Wissenschaftler vorgegangen?
  • Für ihre Studie untersuchten die Wissenschaftler 259 Studenten in festen Beziehungen, die durchschnittlich 16,7 Monate anhielten.
  • Der Altersdurchschnitt der Probanden betrug 19 Jahre.

Ergebnis: Die Paare, die einen gemeinsamen Freundeskreis hatten, berichteten, glücklicher miteinander zu sein als jene ohne gemeinsame Bekannte. Paare, die zwar keine Clique, dafür aber Serien, Filme oder Bücher teilten, fühlten ähnlich.

Our findings support our hypothesis that sharing media can promote relationship quality, especially among people who share few friends with their partners

Bei Paaren, die weniger gemeinsame Freunde hatten, war das Teilen von Medieninhalten besonders wichtig. Bei Paaren, die schon viele gemeinsame Freunde hatten, konnte nur ein schwacher Effekt auf die Qualität der Beziehung festgestellt werden.

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