"Workingman's Death" | 3sat
(Bild: ZDF und ORF/Lotus Film/G.M.B. Akash)
You can’t eat eight hours a day nor drink for eight hours a day nor make love for eight hours — all you can do for eight hours is work. Which is the reason why man makes himself and everybody else so miserable and unhappy.
William Faulkner

In fünf Episoden dokumentiert "Workingman’s Death" (2005) körperliche Schwerstarbeit an verschiedenen Orten der Welt und zeigt den täglichen Existenzkampf unter extremsten Bedingungen. Von Kohle-Bergleuten in der Ukraine (Episode: "Helden") und indonesischen Schwefelarbeitern ("Geister") über Schlachter in Nigeria ("Löwen") und Schweißer in Pakistan ("Brüder") bis hin zu chinesischen Stahlarbeitern ("Zukunft") – der beeindruckende Dokumentarfilm vom österreichischen Regisseur Michael Glawogger zeigt ohne Wertung und auf das Wesentliche reduziert körperliche Arbeit, wie wir sie uns kaum vorstellen können. Im Kontrast dazu steht der Epilog des Films, der zurück nach Deutschland in ein stillgelegtes Stahlwerk kehrt, das heute nicht mehr von Arbeitern, sondern von Jugendlichen als Abenteuerspielplatz genutzt wird.

Die kraftvollen Bilder von "Workingman’s Death" zeigen sowohl die unverfälschte und harte Realität von Schwerstarbeit im 21. Jahrhundert als auch das Leben der Arbeiter, die auf eine bessere Zukunft hoffen. Bemerkenswert ist außerdem der Sound des Films – ein klangvolles Zusammenspiel von Originaltonaufnahmen, Sound-Design und Musik vom Komponisten John Zorn.

"Workingman's Death" bei Mediasteak anschauen
(Länge: 122 Minuten | Verfügbar bis: 31.05.16)

"Drogenrausch per Mausklick – Der Kampf gegen Legal Highs" | BR
(Bild: Pixabay)

Tolle Rauscherfahrungen, ganz legal und einfach im Internet zu bestellen, kein Dealer, kein Ärger mit der Polizei: Klingt zu schön, um wahr zu sein. Die sogenannten "Legal Highs" bieten genau das, doch sie sind nicht weniger gefährlich als illegale Drogen und können ebenso abhängig machen. Oft knallig bunt verpackt und mit lustigen Namen versehen, enthalten die als Badesalz oder Duftsäcke getarnten Rauschmittel synthetisch hergestellte Cathinone und Cannabinoide mit psychoaktiven Wirkungen, die oft stärker sind als ihre pflanzlichen und illegalen Originale.

Verbieten lassen sich die "Legal Highs" trotzdem kaum, da die Hersteller die Inhaltsstoffe immer wieder ein bisschen abändern, und neue chemische Substanzen erstmal registriert werden müssen, bevor sie verboten werden können. Zudem sichern sich "legale" Dealer damit ab, dass sie deutlich auf das Produkt schreiben "Nicht zum Verzehr oder zum Rauchen geeignet" – die negierte Einnahme-Empfehlung also.

Die Doku "Drogenrausch per Mausklick – Der Kampf gegen Legal Highs" gibt einen Überblick über die Geschäfte mit Legal Highs und interviewt Ärzte, Drogenexperten und Chemiker zur Herstellung und Gefährlichkeit der Rauschmittel.

"Dorgenrausch per Mausklick" auf Mediasteak anschauen
(Länge: 44 Minuten | Verfügbar bis: 18.05.17)

Lass uns Freunde werden!

"Genial aus Versehen: Zufälle, die die Welt verändern" | arte

Was hat Blutwurst mit Botox zu tun? Wie kam es, dass ein Schweizer Chemiker aus Versehen auf einen kunterbunten Trip ging, obwohl er eigentlich ein kreislaufstabilisierendes Medikament entwickeln wollte?

Arte zeigt in fünf kurzen Folgen wie Zufälle in der Forschung zu revolutionären Entdeckungen führten und unsere Welt verändern.

"Genial aus Versehen" auf Mediasteak anschauen
(5 Folgen je 5 Minuten | Dauerhaft verfügbar)

Mediasteak x bento

MediasteakAnne und Laura von Mediasteak zeigen, was in den Mediatheken steckt. Jeden Freitag empfehlen sie die besten Spielfilme, Dokumentationen und Serien bei bento.

Mehr Streaming-Tipps von Mediasteak:


Fühlen

Wie mich der Tod meines Vaters verändert hat
Der Vater unserer Autorin starb kurz vor Ende ihres Studiums – und ließ sie fast all ihre Träume vergessen. Fast.

Ich bin Langzeitstudentin. Ein Status, den ich nie angestrebt habe. Ich verbringe nicht gern viel Zeit an der Uni oder will Studentenvorteile auskosten. Vor sechs Jahren ist mein Vater gestorben, das hat mein Leben durcheinandergebracht.

Studium und Karriere, meine Träume und Ziele waren plötzlich nicht mehr so wichtig. Seit seinem Tod habe ich viel gelernt über mich und unsere Gesellschaft, in der Leistung manchmal mehr zählt als Menschlichkeit. So habe ich es zumindest empfunden.