Bild: Screenshot/ Keiichi Matsuda
Cash For Kim | VICE
(Bild: VICE)

Bei einem schrecklichen Arbeitsunfall vor zwei Jahren starb ein Schweißer einer polnischen Werft an seinen schweren Verbrennungen. Doch nicht nur die Umstände, die zu dem Unfall führten, sind bedenklich – auch die Herkunft des Toten wirft einige Fragen auf: Der verunglückte Mann stammte aus Nordkorea.

Die VICE-Reportage "Cash For Kim" zeigt, wie Europäische Firmen offenbar lukrative Geschäftsbeziehungen mit staatlichen Firmen aus Nordkorea pflegen, der "weltgrößten illegalen Arbeitsagentur". Um den internationalen Sanktionen zu entgehen, schickt Kim Jong-un schätzungsweise 50.000 Zwangsarbeiter ins Ausland, um Milliarden für das Regime zu erwirtschaften. Und Polen scheint ganz vorne in der Ausbeutungsmaschinerie mitzuspielen.

Neben internationalen Experten sprachen die VICE-Filmemacher Sebastian Weis und Manuel Freundt mit nordkoreanischen Zwangsarbeitern, um die furchtbaren Zustände aufzudecken.


"Cash for Kim" bei Mediasteak anschauen

Hyper-Reality | Kurzfilm
(Bild: Screenshot/ Keiichi Matsuda)

Der Kurzfilm "Hyper-Reality" zeigt eine dystopische Welt, in der "Virtual Reality" zur Realität und die urbane Umwelt zum interaktiven Screen wird. Überall buhlen audiovisuelle Informationen um die Aufmerksamkeit der Menschen, kommuniziert wird nur noch über den Computer. Entsprechende Programme finden den perfekten Job, die gesündeste Ernährung, den schnellsten Weg zum Ziel. Ein mögliches Alltagsszenario, durch Technik maximal optimiert.

Als Zuschauer begleiten wir die Protagonistin auf ihrem Weg durch das knallbunte Medienmeer und stellen schnell fest, dass die Flut der ungefilterten Informationen eher ablenkt und zwischenmenschliche Interaktionen gänzlich darin untergehen.

Der Designer und Filmemacher Keiichi Matsuda entwirft in "Hyper-Reality" eine interessante und gleichzeitig erschreckende Zukunftsvision.

"Hyper-Reality" bei Mediasteak anschauen

Aghet | NDR
(Bild: NDR/ Lepsius Archiv)

Diese Woche hat der Bundestag das Verbrechen an den Armeniern vor 100 Jahren als Völkermord eingestuft und die deutsche Mitschuld anerkannt. Die türkische Regierung ist über die Armenien-Resolution wenig begeistert und streitet weiterhin den Genozid während des Ersten Weltkrieges ab.

Mehr Informationen zur Völkermord-Resolution

Der Dokumentarfilm "Aghet – Ein Völkermord" von Eric Friedler beleuchtet das grausame Verbrechen, das an der armenischen Bevölkerung begangen wurde. Schauspieler leihen damaligen Zeitzeugen – wie US-amerikanischen und deutschen Korrespondenten, Ärzten, Diplomaten und Offizieren – ihre Stimme und zitieren die grausamen Zeugnisse des Genozids, auf dessen Anerkennung die Hinterbliebenen bis heute vergeblich warten.

"Aghet" bei Mediasteak anschauen

Mediasteak x bento

MediasteakAnne und Laura von Mediasteak zeigen, was in den Mediatheken steckt. Jeden Freitag empfehlen sie die besten Spielfilme, Dokumentationen und Serien bei bento.

Mehr von Mediasteak


Musik

"Ahnma": So düster melden sich die Beginner zurück
13 lange Jahre!

Endlich, endlich, endlich! Seit sich die Beginner nach "Blast Action Heroes" (2003) lieber auf ihre Soloprojekte konzentrierten, haben sie heute mit "Ahnma" einen Track vorgestellt, der richtig Bock auf das neue Album macht.

Die markanten Drehorte und die Gastauftritte von Hamburger Größen wie Uwe Seeler und dem gerade extrem erfolgreichen Gangsterrapper Gzuz von der "187 Strassenbande" aus St. Pauli machen das schwarz-weiße Video zu einem coolen, aber irgendwie auch bedrohlich wirkenden Hamburg-Porno. Selbst die wummernden Bässe erinnern ein bisschen an entfernte Signalhörner von Containerschiffen. So als komme da noch etwas auf uns zu.

Hier ist das Video: