"Der Demogorgon verzeiht nicht so leicht."

In Chicago hat ein Pop-up-Store eröffnet, der seine Besucher in die Welt der Netflix-Serie "Stranger Things" versetzt. Der Laden heißt "The Upside Down", der Slushy "Eleven’s Eggo’s" und die Leute können auf der Couch der Byers sitzen. 

Wer will mit Will kommunizieren? Die berühmte Wand mit Weihnachtslichtern und Alphabet:

In Chicago kommt die Bar offensichtlich gut an – allerdings muss sie in wenigen Tagen schon wieder schließen. Grund: Die Betreiber haben Netflix nicht um Erlaubnis gefragt (Hello Giggles). Und das Unternehmen will offenbar ganz genau bestimmen, wie die Serie und ihre Figuren den Fans präsentiert wird – selbst in der Realität.

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Wie zwingt man die Betreiber also, ein so liebevolles Fan-Projekt zu schließen? Für Netflix ist das eine schwierige Situation, sie hätte das Potenzial zum PR-Desaster. Der böse Streaming-Riese gönnt den Fans nicht mal den kleinsten Spaß – dieser Eindruck könnte schnell entstehen. Es sei denn, man macht es so wie Netflix. 

Das Unternehmen schickte den Betreibern der Bar einen netten Brief, gespickt mit ironischen Anspielungen auf die Serie:

So nerdy mahnt Netflix den Pop-up-Store ab:
Wir lieben unsere Fans über alles, aber der Demogorgon verzeiht nicht so leicht.
Aus dem Brief von Netflix an "The Upside Down"
“Look, I don’t want you to think I’m a total wastoid, and I love how much you guys love the show…but unless I’m living in the Upside Down, I don’t think we did a deal with you for this pop-up.
We’re not going to go full Dr. Brenner on you, but we ask that you please (1) not extend the pop-up beyond its 6 week run ending in September, and (2) reach out to us for permission if you plan to do something like this again.

We love our fans more than anything, but you should know that the demogorgon is not always as forgiving. So please don’t make us call your mom.”   

Puh, gerade so den richtigen Ton getroffen, könnte man meinen. Die Bar darf bis Ende September offen bleiben, aber dann ist endgültig Schluss.

Tatsächlich könnte der Brief aber auch einfach eine sehr durchdachte PR-Aktion sein. Die zweite Staffel von "Stranger Things" wird am 27. Oktober veröffentlicht. Und Netflix ist bekannt dafür, mit provokanten Aktionen Werbung für seine Serien zu machen. Zuletzt verkaufte das Unternehmen in Kalifornien Cannabis-Sorten. Die insgesamt zehn Sorten haben Namen, die auf Netflix-Serien anspielen. Darunter:

  • Orange is the new Black: Poussey Riot
  • Bojack Horseman: Prickly Muffin
  • Arrested Development: Banana Stand Kush

Gerechtigkeit

Wen soll ich wählen, wenn ich nicht möchte, dass noch mehr Menschen im Mittelmeer ertrinken?

Ein kleiner, lebloser Körper, um ihn herum schwappen Wellen an den Strand. Das Foto des dreijährigen Aylan Kurdi war zwar nur eines von vielen schockierenden Bildern. Doch es löste Empörung aus. Es sollte sich alles ändern. Regierungen versprachen, etwas zu unternehmen. Private Hilfsorganisationen verstärkten ihre Bemühungen, den Menschen zu helfen.

Zwei Jahre später hat sich allerdings wenig geändert.