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Starke Geschichten, die bald real werden könnten

Spoiler-Warnstufe rot

Wir haben dich gewarnt. Hier verraten wir alles. Wenn du die Serie oder den Film noch nicht gesehen hast und das noch vor hast, betrittst du diese Seite auf eigene Gefahr.

Wird Hillary Clinton bald einen neuen Job haben – und die allererste Präsidentin der USA sein?

Die sichere Antwort auf diese Frage haben wir erst nach den Wahlen im November. Wovon Clinton noch träumt, ist für einige Serienfiguren schon Realität.

In vielen US-Serien sind die mächtigsten Personen im Staat weiblich. Was all diese Serien eint: Die Frauen sind stark – sie setzen sich fast immer gegen Männer durch, die versuchen, sich in ihre Karrieren einzumischen.

Wir zeigen die besten Serien, in denen Frauen wichtige politische Ämter bekleiden oder sogar Präsidentin sind.
1. "Welcome, Mrs President"

Bereits 2005 schickte "Welcome, Mrs. President!" (OT: "Commander in Chief") ein weibliches Staatsoberhaupt ins Rennen. US-Präsidentin MacKenzie Allen ist mit Geena Davis stark besetzt, und gibt sich so auch in der Serie. Ihrem intriganten Gegenspieler Nathan Templeton (Donald Sutherland), der gerade die Rechte von Frauen und Muslimen beschneiden möchte, tritt sie entschieden entgegen. Auch eine Staatsanwältin, die die Folterung eines Terror-Verdächtigen erlaubt, wird von MacKenzie umgehend entlassen.

Oft steht auch das Privatleben der Präsidentin im Mittelpunkt. Mal muss sie das Tagebuch ihrer älteren Tochter finden, ehe es Reportern in die Hände fällt; mal hat sie Streit mit ihrer jüngeren Tochter, weil eine Terror-Warnung deren Halloween-Pläne ruiniert.

Trotz der selbstbewussten weiblichen Hauptrolle gab "Welcome, Mrs. President" damals auch Anlass zur Kritik: Die Serie, die über eine Staffel lief, lässt MacKenzie nur auf Umwegen ins Weiße Haus einziehen – als ungeliebte Vize-Präsidentin fällt das Amt ihr zu, als der gewählte Präsident plötzlich verstirbt. Serien-Schöpfer Rod Lurie beteuerte aber, dies sei eine rein kreative Entscheidung und kein politisches Statement ("New York Times").

Für die Rolle als erste Präsidentin der USA wurde Geena Davis mit einem Golden Globe ausgezeichnet.

2. "Veep"

Die politische Satire "Veep" verfolgt den Werdegang von US-Vizepräsidentin Selina Meyer (Julia Louis-Dreyfuss). Louis-Dreyfuss ist in ihrer Rolle sofort sympathisch und trotzdem – zumindest im Rahmen einer Comedy-Serieglaubwürdig als Politikerin.

Als alleinerziehende Mutter gestaltet ihr Familienleben sich komplex, doch das politische Geschehen steht in Selinas Vordergrund. Der Posten als Vizepräsidentin fühlt sich für sie nur wie ein Trostpreis an. Sie ist entschlossen, das Präsidentenamt zu erreichen. Doch anders als in ″Welcome, Mrs. President" muss sie um das Oval Office kämpfen wie jeder andere.

"Veep" auf Instagram – so sieht es hinter den Kulissen aus:
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Als Vizepräsidentin wird Selina von den meisten Kollegen anfangs ignoriert oder belächelt. Erst im Verlauf der Serie gelingt es ihr, Verbündete zu finden und ihren Aufstieg vorzubereiten. Gleichzeitig gilt es, Krisen des politischen Alltags abzuwenden: von Interviews, die das Image schädigen, bis hin zu Geiselverhandlungen bleibt Selina nichts erspart.

Für ihre Rolle wurde Louis-Dreyfuss seit 2012 jährlich mit dem Emmy als beste Darstellerin in einer Comedy-Serie ausgezeichnet. Eine sechste Staffel der Serie ist bereits bestellt.

3. "House of Cards"

Wo "Veep" Spaß macht, da macht "House of Cards" Ernst. Der große Star des Netflix-Politdramas ist der intrigante Frank Underwood (Kevin Spacey), der im Verlauf der Serie zum Präsidenten aufsteigt. Tatsächlich steht ihm aber seine Frau Claire (Robin Wright) in nichts nach. Schon in den ersten drei Staffeln ist sie eine unerlässliche Verbündete und Beraterin für Frank, doch wie wichtig ihr Einfluss wirklich ist, stellt sie erst in der vierten Staffel eindrücklich unter Beweis.

"House of Cards" auf Instagram – Eindrücke vom Set:
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Nachdem Frank von einem Attentäter angeschossen wurde, übernimmt Claire kurzerhand das Ruder. Sie führt den US-Vizepräsidenten durch diplomatische Verwicklungen und zwingt mit ihrem Verhandlungsgeschick schließlich selbst den russischen Präsidenten in die Knie. Gleichzeitig hält sie die politischen Spießgesellen ihres Mannes erfolgreich auf Abstand. Claire weiß nicht nur, was sie will, sie weiß auch, wie sie bekommt.

Erst kürzlich erkämpfte sich Wright die gleiche Gage wie Co-Star Kevin Spacey. Ihr Hauptargument: Bei Zuschauern war Claire eine Zeit lang sogar beliebter als Frank (SPIEGEL ONLINE).

Wo wir schon dabei sind: Wieviel Claire Underwood steckt in dir?


Gerechtigkeit

"Ben & Jerry's" erklärt uns, warum Rassismus scheiße ist

Die Eismarke "Ben & Jerry's" hat sich in der Diskussion um Rassismus und Gewalt gegen Schwarze in den USA mit einem deutlichen Statement zu Wort gemeldet: Auf ihrer Website und bei Twitter spricht sich die Firma jetzt für die Bewegung "Black Lives Matter" aus, die seit etwa drei Jahren gegen Polizeigewalt demonstriert und gleiche Rechte für alle einfordert.

In dem Statement heißt es: