Bild: Disney
Es geht aufwärts!

Die Zukunft des "Star Wars"-Universums liegt in den Händen einer jungen Frau, Rey. Die Gegenwart wird gestaltet von einer mächtigen Generälin, Leia. Und das Schicksal der Galaxis wurde einst bestimmt von einer einflussreichen Diplomatin, Padmé.

Aber spielen Frauen bei "Star Wars" tatsächlich eine wichtige Rolle? 

Wie viel Raum haben sie in den Filmen wirklich?

Genau das hat jetzt eine Film-Professorin der University of Glasgow untersucht. Rebecca Harrison hat alle Filmminuten weiblicher Charaktere in den Hauptfilmen gemessen, von "Eine neue Hoffnung" von 1977 bis zu "Die letzten Jedi" von 2017.

Sie kam auf die Idee, nachdem ein wütender Fan alle Frauen aus dem jüngsten Film geschnitten hatte – weil er ihm angeblich "zu weibisch" wurde (bento).

Das Ergebnis: Frauen haben bei "Star Wars" nur wenig Screentime. Aber es wird besser.

Im ältesten Film sind Frauen nur in 15 Prozent aller Szenen zu sehen. In den beiden jüngsten Filmen – noch ohne "Solo" – steigt die Zahl auf 37 und 43 Prozent. Die Details:

Für Harrison zeigt das, dass vor allem seit dem Verkauf der "Star Wars"-Rechte an Disney 2012 vieles besser wird – sowohl für weibliche Rollen wie auch für das Zeigen von mehr Vielfalt vor der Kamera.

"Ich glaube, die Serie hatte in der Vergangenheit ein riesiges Problem mit Gender und Ethnien", sagt Harrison zu Mashable. Obwohl gerade Prinzessin Leia in den ersten Filmen eine tragende Rolle hatte – "und all die Arbeit erledigen musste" – habe sie nur wenig Sprechanteil gehabt. 

Beinahe noch schlimmer sei die Trilogie in den Neunzigern gewesen: Padmé war erst Königin, dann Diplomatin – aber sei kaum unabhängig gewesen. Das zeige, wie "langsam und kaum vorwärts gedacht" der Wandel bei "Star Wars" war, sagt Harrison.

Wäre Yoda an den Drehbüchern beteiligt, wüssten wir, was er dem Autoren sagen würde:

Viel zu lernen du noch hast.
(Bild: Lucasfilms)

Future

Manager sollten erklären, warum sie kaum Frauen im Team haben – es wurde sehr peinlich
"Wir haben bereits eine Frau"

Die britische Regierung will daran arbeiten, dass eines Tages genauso viele Frauen in Führungspositionen arbeiten wie Männer. Um das zu erreichen, wollte sie zunächst von Topmanagern britischer Unternehmen wissen, warum es bislang kaum Frauen in den Vorständen gibt.

Konkret hat das britische Department for Business Energy and Industrial Strategy (BEIS) nachgefragt, und zwar bei Vorstandsmitgliedern von britischen Unternehmen, die an der Börse notiert sind. (UK Government )

Die Aussagen sind – rather unfortunate.