Welchen Neustart sollte man auf keinen Fall verpassen und welchen kann man sich getrost sparen? Wir stellen dir jede Woche den Kinostart vor, der sich wirklich lohnt.

1. Wieso nochmal ein Spider-Man-Film?

Mit „Spider-Man: Homecoming“ startet diese Woche die dritte Spider-Man-Filmreihe in 15 Jahren. Nach Tobey Maguire und Andrew Garfield schlüpft nun der Nachwuchs-Schauspieler Tom Holland in den berühmten rot-blauen Spinnenanzug und verspricht, dass diesmal alles anders werden wird. Im Gegensatz zu seinen Vorgängern zeigt „Spider-Man: Homecoming“ nämlich einen wesentlich jüngeren Spider-Man. Er geht noch auf die High-School und hat im Kampf gegen den Superschurken Vulture (Michael Keaton) mindestens so viele Probleme wie im Chemie-Unterricht.

2. Wieso „Homecoming“?

Bezieht sich der Beititel „Homecoming“ auf das junge Alter von Spider-Man? Quasi eine Rückkehr ganz zum Anfang der Reihe, als Peter Parker alias Spider-Man gerade einmal 15 Jahre alt war. Nicht direkt, denn eigentlich ist der Titel aus dem gleichnamigen Comic „The Amazing Spider-Man #252, Homecoming“ entnommen. Hierin kam unter anderem der schwarze Spider-Man-Anzug erstmals zum Einsatz.

„Homecoming“ hat aber noch eine wichtigere Bedeutung und als Marvel Fan weißt du sicherlich schon lange, was damit gemeint ist: Spider-Man kehrt mit diesem Film ins „Marvel Cinematic Universe“ zurück, zu Iron Man & Co.

3. Spider-Man und die Avengers

Wenn du 2016 „The First Avenger: Civil War“ gesehen hast, kennst du den neuen Spider-Man bereits in Aktion. Er folgte damals der Aufforderung von Tony Stark alias Iron Man (Robert Downey Jr.) und kämpfte an seiner Seite gegen feindliche Avengers. In einer besonders kultigen Szene klaute er sogar Captain Americas Schild.

Comic Fans warten seitdem sehnsüchtig auf seinen Solo-Auftritt.

Iron Man ist auch in „Spider-Man: Homecoming“ zu sehen; allerdings versucht er hauptsächlich den jungen Peter Parker auf dem Teppich zu halten, während dieser am liebsten gleich wieder mit den Avengers losziehen würde. Gut gemeinte Ratschläge wie „Mach einfach nichts Dummes“ und „Bleib einfach auf dem Boden“ fallen auf wenig fruchtbaren Boden und so steht Spider-Man bald einem besonders gerissenen Fiesling gegenüber.

4. Michael Keaton als neuer Bösewicht

Der neue Schurke Vulture fliegt mit riesigen mechanischen Flügeln und hat es auf nicht mehr als die Zerstörung der Welt abgesehen. Mit bürgerlichem Namen heißt er aber eigentlich Adrian Toomes und war Automechaniker, bevor er in die Welt des Bösen abrutschte – ein negatives Spiegelbild zu Spider-Man also. Für seinen Darsteller Michael Keaton ist es bei weitem nicht der erste Superhelden-Film.

Lange Jahre war er wie gebrandmarkt durch seine Rolle als Batman in der Tim Burton-Verfilmung von 1989. Er schien den Superhelden-Anzug nicht mehr ablegen zu können – der Film „Birdman“ kommentiert das höchst ironisch.

Nachdem Michael Keaton zuletzt als skrupelloser McDonald’s-Manager in „The Founder“ zu sehen war, schlüpft er nun wieder ein Flügel-Kostüm. Für viele wird er dank seiner Expertise im Genre zum absoluten Highlight des Films.

5. Neues Team – neuer Spider-Man

„Spider-Man: Homecoming“-Regisseur Jon Watts hat für den Film ein für das Superhelden-Genre untypisches, kreatives Spielfeld geschaffen. Er schickte Tom Holland zu Vorbereitung in eine High-School für hochbegabte Mathe-Genies, wo er seine Rolla als Schulsonderling am eigenen Leib erfahren konnte. Mit im Schöpfer-Team sind außerdem die beiden bekannten Autoren John Francis Daley („Bones – Die Knochenjägerin“) und Jonathan M. Goldstein („Kill the Boss“). Fans gefallen die Änderungen, die sie in die Filmreihe bringen.

Daleys und Goldsteins schwierige Aufgabe ist es, Spider-Man ins „Marvel Cinematic Universe“ zurückzuholen und dabei etwas völlig Neues zu kreieren. Das Ergebnis: Der neue Spider-Man ist nicht nur eine Superhelden- sondern vor allem ein Coming-of-Age-Geschichte. Im ersten Teil „Homecoming“ und den für die nächsten Jahre geplanten Fortsetzungen wirst du Peter Parker auf seinem beschwerlichen Weg durch die letzten Schuljahre begleiten können – ein Schicksal, das dir vielleicht wesentlich vertrauter ist, als das eines Milliardärs im eisernen Anzug.


Grün

Schönheit, die wehtut: Fotograf Henry Fair zeigt Umweltzerstörung von oben

Wer mitten im Dreck steht, dem fehlt oft die Übersicht, wie er da wieder raus kommt. Ganz ähnlich geht es der Menschheit, die durch Konsum, Gier und Wachstumsdrang immer mehr Dreck erzeugt – ohne zu wissen, was sie da anrichtet und wo sie damit eigentlich hin soll. Der Fotografie-Veteran J. Henry Fair verschafft uns den nötigen Überblick: mit Luftaufnahmen

Besonders Industrielandschaften haben es ihm angetan. Seit mehr als 20 Jahren beobachtet und überwacht er auf der ganzen Welt die Verschmutzungen und Zerstörungen, die durch Kohleabbau, Landwirtschaft, Aluminium- und Stahlgewinnung verursacht werden – von oben. 

Nun hat er darüber ein Buch herausgebracht: "Industrial Scars" ist ein eindringlicher Appell für die Natur, gefüllt mit schaurig schöner Fotokunst. Wir haben mit ihm über Ölkatastrophen und Zukunftsvisionen gesprochen.