Bild: Broad Green Pictures

Ryan Gosling ist wieder auf der Leinwand zu sehen. Am Donnerstag läuft die Dreiecksgeschichte "Song to Song" in den deutschen Kinos an. 

Darin lässt sich Musikerin Faye (Rooney Mara) mit dem erfolgreichen und exzentrischen Musikproduzenten Cook (Michael Fassbender) ein – in der Hoffnung, dass es der Karriere hilft. Doch dann lernt sie auf einer Party Songwriter BV (Ryan Gosling) kennen und verliebt sich.

Die vier größten Gosling-Fans aus der Redaktion haben ihn vorab gesehen und verraten, auf was du dich einstellen kannst. 

Spoiler-Warnstufe grün

In diesem Beitrag verraten wir ein bisschen was über die Serie, das Spiel oder den Film — aber eigentlich nichts, was dir den Spaß verderben könnte.

Käthe sagt: Nichts für "Crazy, Stupid, Love"-Fans

Wenn du bislang nur in Ryan Gosling verknallt warst, wirst du ihn spätestens nach diesem Film heiraten wollen. Ja, er ist schon vergeben und ja, es ist utopisch, ihn überhaupt mal zu treffen. Aber man wird ja wohl noch zwei Stunden im Kino träumen dürfen. 

Da ist zum Beispiel diese eine Szene. Rooney Mara und Ryan Gosling stehen am Fenster, albern mit einem Lippenstift herum. Ryan malt damit ein Kreuz auf ihre Brust und sagt: "Hinter dem X liegt der Schatz." 

Hach. Ich hätte da auch noch ein Herz zu vergeben, denkt sich der Gosling-Groupie. 

1/12

Aber wer einen Film im Stil von "Crazy, Stupid, Love" erwartet, wird enttäuscht sein – keine Schmonzette, keine flache Story und keine leicht durchschaubaren Charaktere. Bei "Song to Song" ging es Regisseur Terrence Malick darum, ein farbenprächtiges Kunstwerk zu erschaffen, jede einzelne Aufnahme könnte als Poster an deiner Zimmerwand hängen. 

Außerdem geht es darum, was die Gier nach Ruhm, Geld, Aufmerksamkeit und Drogen mit dir macht. Was zählt wirklich im Leben, fragt der Film. Ryan Gosling wird es dir beantworten.

Hanna sagt: Zwei Stunden Emo-Porno

Ich sag mal so: Wer sich einen netten, fluffig-leichten Kinoabend erhofft, der sollte lieber einen anderen Film wählen. Dieser Streifen ist nur was für Fans von Ästhetik und wenig Dialogen.

Die Aufnahmen sind wirklich wunderschön, allerdings sind die Hauptfiguren ziemlich schwierige Charaktere – jeder auf seine Art. Sie schaffen es dadurch kaum, zueinander zu finden. Geschweige denn zu sich selbst. Das alles ist künstlerisch hochwertig dargestellt, ist aber bei einer Filmlänge von mehr als zwei Stunden emotional auslaugend. 

So viel sei verraten: Der Film besteht fast nur aus Sex, kaum eine Szene, die nicht vor Erotik prickelt.

(Bild: Studiocanal)

Aber versteht mich nicht falsch: Ich mochte den Film. Die Besetzung ist der absolute Hammer! Neben der A-Riege der Schauspieler (Natalie Portman ist mal wieder großartig!) kamen auch viele meiner Musik-Idole vor. Ich mochte die Backstage-Unterhaltungen mit Iggy Pop oder die Lebensweisheiten von Patti Smith.

Mein Fazit: Wenn ihr gutes Schauspiel schätzt und nichts gegen experimentelle Filme habt, dann schaut ihn euch unbedingt an. Aber am besten an einem Wir-trinken-gemütlich-Wein-und-reden-Tag, statt vor dem fetten Partyabend.

Dilan sagt: Wo waren die Dialoge?

Ich finde den Film gut – aber nicht herausragend. Das Wichtigste zuerst: Ryan Gosling hat meine hohen Erwartungen nicht enttäuscht. Starke Emotionen kann er glaubhaft darstellen, gut dabei aussehen auch.

Dafür hat mir Rooney Mara, seine Filmpartnerin, zeitweise die Laune verdorben. Ständig tänzelte sie verführerisch in der Gegend rum - ohne auch nur ein Wort zu sagen. Auf spannende Dialoge wartete ich vergeblich. Nach der ersten Stunde wurde ich ungeduldig. "Sprich doch endlich", hätte ich ihr gern zugerufen. 

Der Regisseur Terrence Malick arbeitet intensiv mit dem Stilmittel "Voice Over". Meist ist es Maras Stimme, die die Handlung beschreibt. Das führt dazu, dass man als Zuschauer Beobachter bleibt. 

Überzeugt haben mich dafür der Soundtrack und die Bilder. Stimmungsvolle Aufnahmen, die zum Träumen anregen, waren mit der passenden Musik unterlegt. Diese Kombination hat mir zwei Gänsehaut-Momente beschert.

Ryan Gosling mag ich immer noch, den Film würde ich mir aber kein zweites Mal ansehen.

Jasmina sagt: Kein Film für schwache Nerven

Es gibt diese Filme, bei denen ich gedankenverloren den Kinosaal verlasse. Ich brauche dann mindestens zwei Tage, um zu begreifen, ob der Film mir nun gefallen hat oder nicht. 

"Song to Song" ist so ein Film.

Mein Fazit: Er hat mich sehr bewegt. Durch intensive Blicke und prickelnde Berührungen kann man die Verliebtheit zwischen Rooney Mara und Ryan Gosling nachempfinden – und das ohne viele Worte. Der Film lässt dem Zuschauer Raum zur eigenen Fantasie, für Gedanken an die eigene Beziehung. 

Was mich gestört hat: die vielen Zeitsprünge. Es ist immer wieder ein Hin und Her zwischen Harmonie und Chaos, das wird irgendwann anstrengend.

Was mir sehr gefallen hat: Die schön produzierten Aufnahmen, das Zusammenspiel von Licht und Schatten. 

Fazit: Bei "Song to Song" geht es vor allem um Emotionen und Spannungen. Die Handlung an sich ist weniger spannend.

Mal reinschauen? Hier ist der Trailer:

Fühlen

Leute, die bei eBay-Kleinanzeigen einkaufen: Was erlaubt ihr euch?

Die Idee ist so gut: Dinge, die nicht mehr gebraucht werden, nicht einfach wegwerfen – sondern weiter verkaufen oder sogar verschenken. Seit ich 16 bin, also seit zehn Jahren, verkaufe ich auf eBay-Kleinanzeigen.