Farbe gehört zu Filmen wie Ketchup zu Pommes: Sie transportiert Stimmungen, untermalt Botschaften und weckt Emotionen.

Wir sind inzwischen daran gewöhnt, dass die meisten Filme komplett in Farbe gedreht und ausgestrahlt werden. Doch es gibt auch Filme, die mit der Wirkung von Farbe gezielt spielen – und sie nur an bestimmten Stellen in einer sonst schwarz-weißen Szenerie einsetzen.

Wir haben Filme zusammengestellt, die mit Farbakzenten außergewöhnliche Spannung erzeugen.
"Sin City"

In Basin City, berechtigterweise auch Sin City genannt, will man lieber nicht leben: Mord und andere schreckliche Verbrechen scheinen dort zum Alltag zu gehören.

Die Verfilmung des gleichnamigen Comics wird aufgrund ihrer Nähe zum Original als eine der besten Comicadaptionen bezeichnet. Der besondere Einsatz von Farbe für ausgewählte Objekte der ansonsten schwarz-weißen Bilder perfektioniert die Fusion aus Comic und Film.

"Schindlers Liste"

Auch im Film über die berühmte Liste von Oskar Schindler wird das Schwarz-Weiß durch einen Farbakzent gebrochen: Farben werden dann eingesetzt, wenn es um Zeiten geht, in denen die Nazis nicht an der Macht waren.

Und auch die mentale Auflehnung des deutschen Geschäftsmanns Oskar Schindlers wird durch Farben dargestellt: So beobachtet Schindler im Ghetto ein verlorenes Mädchen im roten Mantel. Dieser Moment wird zum Sinnbild für das moralische Erwachen des Protagonisten: Er versteht, dass das Mädchen den Nazis zum Opfer gefallen ist. Im Laufe der Geschichte bewahrt Schindler mithilfe seiner Firma Juden vor der Deportation,

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"Der Himmel über Berlin"

Damiel ist ein Schutzengel, der unbedingt zu den Sterblichen gehören möchte. Zudem verliebt er sich noch in die Trapezkünstlerin Marion. Um ihr nahe zu sein, muss er vom Engel zum Menschen werden.

In dem poetischen Film "Der Himmel über Berlin" nutzt Wim Wenders Farbe, um die Trennung von menschlicher und Engelswelt zu unterstreichen: Die Welt der Engel wird in Schwarz-Weiß, die Menschenwelt in Farben dargestellt.

"Pleasantville"

Jennifer und ihr Bruder David werden nach einem Streit um die Fernbedienung in die 50er-Jahre-TV-Show "Pleasantville" versetzt. Dort ist zunächst alles schwarz-weiß und scheint perfekt zu sein. Doch die beiden Kids aus den 90ern bringen mit ihren liberalen Ansichten die Bewohner Pleasantvilles gehörig durcheinander und buchstäblich Farbe in deren Leben. Denn nach und nach wird aus der schwarz-weißen Idealwelt eine bunte Realität.

"Tod den Hippies!! Es lebe der Punk!"

Robert verlässt seine von Hippies dominierte Kleinstadt und macht sich auf ins anarchische West-Berlin der 80er Jahre. Dort gibt es keine Regeln und keine Unterteilung in Tag und Nacht – alles ist grell und durchgeknallt. Wenn die Protagonisten durch die Kneipen und Puffs der Stadt ziehen, sehen wir die Szenerie in Farbe. Beim bösen Erwachen am nächsten Morgen – wenn sie knallhart auf dem Bordstein draußen vor den Clubs landen – wechselt der Film zu schwarz-weiß. Kennen wir irgendwie, dieses Gefühl...

"Der Zauberer von Oz"

Auch der legendäre Film von 1939 spielt mit dem Kontrast aus Farbe und Schwarz-Weiß. Die eintönige, triste Alltagswelt Dorothys in Kansas wird farblos dargestellt. Als sie jedoch nach Oz kommt, erstrahlt die Welt in bunten Farben. Auch wenn sie dort viele Abenteuer erlebt, wünscht sich Dorothy am Ende nur eins: nach Hause zurückzukehren. Denn "es ist nirgendwo so schön wie daheim" – der grauen Bilder zum Trotz.

"The Giver"

Es liegt nahe, dass in einem Leben ohne Gefühle die Welt sehr grau erscheinen muss. In der Dystopie von "The Giver" werden Emotionen künstlich unterdrückt. Jonas dringt allerdings trotzdem zu ihnen durch, und nach und nach gewinnt seine Welt Farbe – und damit auch das Bild auf der Leinwand. Ein einfaches, aber wirkungsvolles Mittel, um die Botschaft des Films zu vermitteln.

"Frantz"

Der in Deutschland und Frankreich spielende Film von Francois Ozon ist größtenteils in klassischem Schwarz-Weiß gehalten. Doch es gibt einige Szenen, die mit dem Schema brechen und in Farbe erstrahlen. Der Regisseur sagt, dass das keine intellektuelle Entscheidung gewesen sei. Vielmehr ginge es um das Erleben und die Freude an der Farbe.

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Gerechtigkeit

So reagiert Emma Watson auf die Kritik an ihrem freizügigen Foto
"Ich weiß wirklich nicht, was meine Brüste damit zu tun haben."

Emma Watson will Feministin sein, deshalb darf sie ihre Brüste nicht zeigen. Oder umgekehrt: Wenn Emma Watson ihre Brüste zeigt, ist sie keine Feministin.

So lässt sich die Meinung Dutzender Menschen zusammenfassen, die sich in den vergangenen Tagen über ein Foto der Schauspielerin beschwert haben. Auf dem Bild trägt Watson ein kurzes, löchriges Westchen, das gerade mal so ihre Brustwarzen bedeckt; aufgenommen wurde es für die Modezeitschrift "Vanity Fair".