Bild: HBO; Montage: bento
"Es wäre heute eine ganz andere Serie."

Die Serie "Sex and the City" wurde einst als Show für junge Frauen gefeiert. Sie zeigt – mal ironisch, mal ernst – wie sich das Leben für Singles in der Großstadt anfühlt. 

Was die Serie auch zeigt: vier weiße, gut verdienende Frauen in den Hauptrollen. Und vor allem Frauen, die sich nur für Männer interessieren – und Homosexualität zum Teil sogar schlecht machen.

Nun gibt die ehemalige Hauptdarstellerin Sarah Jessica Parker zu: Das war nicht so gelungen.

Es habe einen deutlichen Mangel an vielfältigen Darstellerinnen gegeben, sagte sie nun in einer vom "Wall Street Journal" organisierten Diskussion in New York. Heute wäre es eine "ganz andere Show", sagt Parker, die die Journalistin Carrie Bradshaw spielte. (Metro)

Es gab keine schwarzen Frauen und es gab keine richtigen Themen aus der LGBTQ-Szene.
Sarah Jessica Parker

"Sex and the City" lief von 1998 bis 2004 – und zog noch zwei Kinofilme nach sich. Mittlerweile prägen Diskussionen um die Ehe für alle und Gleichberechtigung die Gesellschaft, mit der "MeToo"-Bewegung finden Frauen ein Sprachrohr für sexuelle Übergriffe, das lange überfällig war.

Vor allem die Darstellung von Bisexualität war damals problematisch.

Zwar werden in der Serie Gay Clubs und sogar eine Schwulenhochzeit sehr unaufgeregt inszeniert, aber die Charaktere wirken doch stets wie Stereotype

(Bild: HBO)

Gleichzeitig sprechen die Frauen auch immer wieder kritisch über Männer, die auch Männer lieben:

  • Als Carrie einen Bisexuellen datet, heißt es, seine Sexualität sei nur eine "Raststätte auf dem Weg nach Gaytown". 
  • Und Samantha beginnt eine Affäre mit einer Frau, distanziert sich aber selbst davon. Und zieht an anderer Stelle über Transfrauen her.

Zusammengefasst: Die Serie zeigt Homosexualität als "klischeehafte Hetero-Fantasie", wie es das Magazin "Salon" schreibt.

Carrie Bradshaw sei ein Produkt ihrer Zeit gewesen, sagt nun ihre Darstellerin Sarah Jessica Parker. 

Entsprechend seien auch ihre Sprüche und journalistischen Arbeiten von damals heute altmodisch. 

Dann gibt sich die Darstellerin versöhnlich – und glaubt, dass sich der Charakter in den 20 Jahren seit Beginn von "Sex and the City" auch geändert hätte:

Ich denke, dass sie heute viel darüber zu sagen hätte und mich würde interessieren, wie sie darüber eine Kolumnen schreiben würde.
Sarah Jessica Parker

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