Die wohl erfolgreichste Podcast-Sendung überhaupt ist zurück: Am Donnerstag ist die zweite Staffel von "Serial" gestartet. Erzählt wird die Geschichte eines Soldaten, der in Afghanistan fünf Jahre lang von den Taliban festgehalten wurde. Bei seiner Heimkehr wurde Sgt. Bowe Bergdahl als Held gefeiert.

Doch es gibt Zweifel an seiner Version der Geschichte: Ist Bowe Bergdahl vielleicht sogar desertiert? Hat er seinen Posten freiwillig verlassen, hat er sich selbst in die Hände der Taliban begeben? Dem will die Journalisten Sarah Koenig in der neuen "Serial"-Staffel auf den Grund gehen.

Um ihn geht es: Sgt. Bowe Bergdahl

Bisher hat sich Bowe Bergdahl nicht groß öffentlich geäußert. Aber er hat mit einem Filmemacher gesprochen, rund 25 Stunden lang davon existieren als Aufnahme. Die Gespräche mit Mark Boal sind Teil der neuen Staffel.

Die erste Episode heißt DUSTWUN, eine Abkürzung für "duty status – whereabouts unknown".

Warum ist "Serial" so erfolgreich?

In der ersten Staffel hatte Sarah Koenig die Geschichte von Adnan Syed recherchiert. Syed sitzt im Gefängnis für den Mord an seiner Ex-Freundin. Im Verlauf der Sendung wurde klar, dass die Wahrheit viel komplizierter ist, als damals im Gerichtsverfahren festgestellt wurde. Syed sagt, er sei unschuldig – Sarah Koenig konnte das nicht abschließend klären. Nach dem Podcast will ein Gericht sich aber erneut mit dem Fall befassen.

Ein echter, spannender und komplizierter Kriminalfall, erzählt wie eine Fernsehserie und mit Originalaufnahmen: So wurde "Serial" zum Erfolg. Nicht zuletzt auch, weil Sarah Koenig ihre Recherche nacherzählt und dabei ihre Zweifel anspricht.

Fans sind begeistert
Aber es gibt auch Kritik