Welchen Neustart sollte man auf keinen Fall verpassen und welchen kann man sich getrost sparen? bento stellt dir hier jede Woche den Kinostart der Woche vor, für den sich der Gang ins Kino wirklich lohnt – und nennt dir 5 gute Gründe dafür. Dieses Mal: "Red Sparrow".

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Eine Frau als Waffe

Es ist Schluss mit Martinis und charmanten Männern à la Pierce Brosnan, die den unzerstörbaren Agenten spielen. Nach dem Spionage-Thriller "Atomic Blonde" steht nun Jennifer Lawrence in "Red Sparrow" im Mittelpunkt und verdreht den Männern als beinharte Agentin den Kopf.

Primaballerina Dominika Egorova (Jennifer Lawrence) muss nach einem schweren Unfall das Tanzen aufgeben. Um weiterhin für ihre Mutter sorgen zu können, macht ihr Onkel Vanya (Matthias Schoenaerts) das Angebot, sich als Red Sparrow Geheimagentin ausbilden zu lassen. Ihr Training unter der Leitung der Ausbilderin Matron (Charlotte Rampling) ist hart und bedeutet für Dominika die totale Selbstaufgabe: Sie wird gefoltert, lernt zu kämpfen und vor allem zu verführen. So wird sie als Maulwurf auf den jungen CIA-Agenten Nathaniel Nash (Joel Edgerton) angesetzt, um an Informationen zu gelangen. Es scheint, dass sich beide verlieben. Doch ist Nathaniel wirklich das Opfer und wer betrügt eigentlich wen?

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Der realistische Touch

In vielen Agenten-Filmen läuft alles perfekt aufeinander kalkuliert ab und wird idealistisch unrealistisch dargestellt. Die Macher von "Red Sparrow" jedoch wollten eine möglichst realistische Darstellung bieten. Das liegt daran, dass der Film auf dem Buch "Operation Red Sparrow" des Autors Jason Matthews basiert, der über 30 Jahre selbst für die CIA gearbeitet hat. Sein Wissen wurde in den Film eingebunden und ist für die Brutalität und die expliziten Szenen verantwortlich. Deshalb peilt die Verfilmung auch ein hartes R-Rating an. Sogar der Trailer hat in Deutschland erst eine Altersfreigabe ab 16 Jahren erhalten.

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Die talentierte J-Law

Jennifer Lawrence erlangte erstmals durch die "Tribute von Panem”-Reihe ihre Berühmtheit, erhielt 2013 einen Oscar für "Silver Linings” und überzeugte erst letztens in Darren Aronofskys umstrittenem "Mother!” mit ihrer Leistung. Mit der Rolle der verführerischen und skrupellosen Agentin Dominika legt sie nun noch einen drauf und zeigt uns die kaltblütige, brutale Seite ihres schauspielerischen Talents. 

Die aus Kentucky stammende Lawrence äußerte jedoch zuletzt immer wieder eine gewisse Berufsmüdigkeit und will sich sogar aus dem Filmgeschäft zurückziehen, um sich auf einer Farm niederzulassen. Wir werden sehen, ob Lawrence vielleicht schon bald nicht mehr auf unseren Leinwänden zu sehen sein wird.

Verführung kommt in verschiedenen Gestalten:

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Die Wahrheit hinter der Fiktion

Man mag es glauben oder nicht, aber die Red Sparrow-Spionageeinheit aus dem Film ist an ein echtes, russisches Vorbild aus den 70er- und 80er-Jahren angelehnt: Dort wurden in der "Whoreschool” Frauen unter äußerst fragwürdigen Methoden ausgebildet, um verfeindete Parteien auszuspionieren. Regisseur Francis Lawrence widmet sich den Ausbildungsmethoden sogar eine Dreiviertelstunde und zeigt, wie sich die Agentinnen zu Lehrzwecken vor einem versammelten Team entblößen und Blowjobs geben oder sich vergewaltigen lassen müssen. Hauptsache, das Zielobjekt wird befriedigt und macht sich verwundbar.

Der ehemalige CIA-Agent und Autor Jason Matthews erzählt 2013 der Publishers Weekly: "Es gab eine Sparrow-Schule in Kazan, in der Republik Tatarstan, während des kalten Krieges, in der der Gebrauch von sexueller Gefangenschaft und die Gefährdung der Ziele gut dokumentiert ist."

Übrigens: Man glaubt, dass die ausgebildeten Verführerinnen immer noch existieren, bloß ohne ein um sie herum erstelltes Programm.

Ein knallhartes Spionage-Programm als Ausweg:

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Lawrence hoch 2 zum vierten Mal

Regisseur Francis Lawrence und Jennifer Lawrence sind sogesehen schon alte Bekannte (nein, sie sind nicht miteinander verwandt): Die Schauspielerin hat mit ihm bereits in "Die Tribute von Panem - Catching Fire" (2013) sowie "Mockingjay" Teil 1 (2014) und Teil 2 (2015) zusammengearbeitet. Ihre Zusammenarbeit an "Red Sparrow" ist somit die vierte Kollaboration.

Gedreht wurde für den Film von Januar bis Mai 2017 in Wien, Bratislava und Budapest.

Francis Lawrence auf dem roten Teppich:


Gerechtigkeit

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Es ging auch um einen Yeti.

In einer Woche ist Weltfrauentag. Da kann man also mal über Gleichberechtigung debattieren, denn so ganz herrscht die ja immer noch nicht hierzulande. Das ist zumindest die gängige Meinung – auch der Bundestag war sich weitestgehend einig.