Schafft er es auch bei "Ready Player One"?

Steven Spielberg ist einer der besten Regisseure überhaupt – das zeigt sich nicht nur an den Stoffen, die er bearbeitet, sondern auch an seinem handwerklichen Können. Ein Kniff sorgt dafür, dass seine Filme uns länger im Gedächtnis bleiben.

Er sorgt auch dafür, dass Filme mit Computertricks noch viele Jahre später funktionieren und nicht einfach nur noch peinlich wirken. Weil man sich nicht nur auf die Trickszenen konzentriert und diese im Gedächtnis behält, sondern die Reaktionen der Darsteller:

Genau – Steven Spielberg zeigt nicht nur Dinosaurier wie in "Jurassic Park", Außerirdische wie in "E.T." oder andere bombastische und krasse Szenen wie in "Der Soldat James Ryan" oder "Indiana Jones", er dreht die Kamera auch um 180 Grad herum und zeigt, wie Menschen darauf reagieren.

Erschreckte, erstaunte, erregte Menschen starren uns in Nahaufnahme entgegen: Erfunden hat Spielberg diese Technik zwar nicht. Aber so konsequent ziehen sich diese Kameraeinstellungen durch seine Filme, dass sie mittlerweile seinen Namen tragen: The Spielberg Face.

Nebenbei hat das den Effekt, dass wir uns als Zuschauer mit den Hauptdarstellern identifizieren und ihre Emotionen mitfühlen – und das Bild des Dinosauriers seine Wirkung nicht mehr alleine erzielen muss. Steven Spielberg gibt uns Nachhilfe im Fühlen.

Was sieht man schon im Trailer zum neuen Spielberg-Film "Ready Player One", der kommende Woche in den deutschen Kinos startet? Richtig:

Ein Spielberg-Face. Okay, okay: Nur diese Einstellung allein macht noch keinen meisterhaften Film aus – und nach dem Trailer kann man Angst kriegen, in einem Trickspektakel wie "Transformers" zu geraten, bei dem die Geschichte völlig egal ist.

Die Buchvorlage "Ready Player One" von Ernest Cline bekam für seine nostalgische Wertschätzung der Gaming-Kultur der achtziger Jahre einige Anerkennung. Aber Rezensenten fehlte dann doch eine zweite Ebene. (New York Times)


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14 Tweets, nach denen du Ostern mit der Familie doch ganz witzig findest

Es fängt ja schon damit an, dass der erste April UND Ostersonntag auf einen Tag fallen.