Welchen Neustart sollte man auf keinen Fall verpassen und welchen kann man sich getrost sparen? Wir stellen dir jede Woche den Kinostart vor, der sich wirklich lohnt.

1. Kein stumpfer Kriegsfilm

Schon im zweiten Teil des Reboots "Planet der Affen: Revolution" hat sich der Konflikt zwischen Menschen und Affen zugespitzt. Nun droht ein blutiger Krieg. Auf der Menschen-Seite setzt der Elitesoldat Colonel (Woody Harrelson) alles daran, die Affen zu unterwerfen. Ihr Anführer Caesar (Andy Serkis) hat auch für die Menschen Sympathien, doch bei all der Grausamkeit droht er, seine Besonnenheit zu verlieren.

Obwohl der Film im Englischen "War for the Planet of the Apes" heißt, ging es Regisseur Matt Reeves darum, von der Vermeidung eines Krieges zu erzählen. Gerade in unserer heutigen Zeit, wo Kriege zu Kapital gemacht werden, ist diese Botschaft sehr wichtig.

2. Die Computereffekte sind beeindruckend

Das besondere an "Planet der Affen" ist, dass du hier keinen typischen "Mensch kämpft gegen Monster"-Film sehen wirst, sondern zwei intelligente Rassen, die sich auf feindlichen Seiten gegenüberstehen. Die Filmmacher kündigten ihrem Film mit dem Spruch: "Nicht alle Helden sind Menschen" an.

Doch damit wir als Zuschauer Sympathien mit den Affen entwickeln, mussten die Computeranimationen besonders lebensecht aussehen. Regisseur Matt Reeves setzte deshalb auf die Technik des Motion Capturing. In einem Making of-Video erklärt er: "Ziel des Films ist es Empathie und Identifikation mit den Affen zu erzeugen, sodass die Zuschauer am Ende des Films quasi selbst Affen sind."

3. Andy Serkis ("Gollum") spielt mit

Natürlich ist bei so viel Mitgefühl für die Affen nicht nur Computertechnik ausschlaggebend, sondern auch die Leistung der Schauspieler, deren Bewegungen, Mimik und Stimme für die spätere Animation aufgezeichnet wurden. Reeves hat für die Rolle seines Haupt-Affen Caesar den Schauspieler ausgewählt, der Motion Capturing als Filmtechnik quasi mitentwickelt hat: Andy Serkis, den du sicher schon oft in Filmen gesehen hast, aber vermutlich auf der Straße nicht erkennen würdest: Er hat nämlich Gollum in "Herr der Ringe" gespielt und auch den Affen Kong in der "King Kong"-Verfilmung von 2005.

Wie gut er Motion Capturing beherrscht, zeigt auch dieser Promotion-Clip für "Planet der Affen: Survival":

4. Gronkh spricht einen Priester

Neben aller technischen Finesse: Für die deutsche Filmfassung gibt es noch zwei weitere Besonderheiten. Erstens haben uns die Übersetzer im Vorfeld ein Rätsel aufgegeben, indem sie den englischen Titel "War for the Planet of the Apes" in "Planet der Affen: Survival" umgewandelt haben. Wer wird hier überleben: Menschen, Affen – oder vielleicht auch beide?

Das fragt sich auch Überraschung Nummer zwei, nämlich YouTube-Star Gronkh alias Erik Range, der für die deutsche Synchronisation den Charakter "Preacher" spricht. Gronkh-Fans dürfen sich auf einen weiteren Kino-Auftritt ihres Stars freuen, denn "Planet der Affen" ist in diesem Jahr bereits seine vierte Sprechrolle. Zuvor war er bereits in "Resident Evil 6", "Alien: The Covenant" und "The Lego Batman Movie" zu hören.

5. Planet der Affen – Die Franchise

Wie alle Reboots kommt auch die neue Filmreihe von "Planet der Affen" nicht aus, ohne dass wir uns ihre Ursprünge bewusstmachen. Angefangen hat alles mit dem ersten "Planet der Affen"-Film 1968 mit Schauspieler Charlton Heston in der Hauptrolle. Zunächst ging es um den Untergang der Menschheit, aber in den späteren Fortsetzungen der Filmreihe wurde die Seite der Affen für die Filmemacher immer interessanter. Mit den neuen Möglichkeiten, die uns die Computertechnik heute bietet, kann die Vorgeschichte zu der Original-Filmreihe im Reboot besonders einfühlsam erzählt werden.

Amerikanische Fans, die "Planet der Affen" schon seit dem 14. Juli sehen können, sind von dem Film emotional überwältigt.


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