Bester Film ist "La La Land"...äh doch nicht

Es ist wohl das Schlimmste, was dir bei einer Preisverleihung passieren kann: Der Laudator liest deinen Namen vor, du stürmst auf die Bühne, nimmst die Trophäe entgegen und dann ruft jemand: "Halt Stopp, du hast doch nicht gewonnen".

Genau das ist diese Sonntagnacht bei der Oscar-Verleihung geschehen. Statt "La La Land" wurde "Moonlight" als bester Film ausgezeichnet – sieh dir hier den ganzen Trubel an:

Wie konnte das passieren?

Filmstar Waren Beatty sollte eigentlich den richtigen Gewinner verkünden, doch dazu kam es nicht, weil ihm jemand offenbar den falschen Brief gereicht hatte. Darin befand sich nämlich der Name von Emma Stone, die als beste Hauptdarstellerin in "La La Land" ausgezeichnet worden war.

Beatty entschuldigte sich, er habe keinen Witz machen wollen.

Klick dich hier durch alle RICHTIGEN Gewinner:
Bestes adaptiertes Drehbuch: "Moonlight"/ Bestes Originaldrehbuch: "Manchester by the Sea"
Beste Kamera: "La La Land"/ Bestes Szenenbild: "La La Land"
Bestes Kostümdesign: "Phantastische Tierwesen und wo sie zu finden sind"
Beste Filmmusik: "La La Land"/ Bester Filmsong: "Audition" aus "La La Land"
Bester Tonschnitt: "Arrival"/ Beste visuelle Effekte: "The Jungle Book"
Bester Animationsfilm: "Zoomania"/ Bester animierter Kurzfilm: "Piper"/ Bester Kurzfilm: "Sing"
Bester Dokumentarfilm: "O.J. Made in America"/ Bester Dokumentar-Kurzfilm: "The White Helmets"
Bester fremdsprachiger Film: "The Salesman"
1/12
Die wichtigsten Erkenntnisse des Abends:
  • Auch wenn "La La Land" nicht als bester Film ausgezeichnet wurde, ist er doch der erfolgreichste Film bei den Oscars. Er war in 14 Kategorien nominiert und gewann sechs davon – unter anderem für die beste Regie, beste Kamera und beste Filmmusik. (Hier findest du noch einmal alle Nominierten)
  • Mit 32 Jahren ist Damien Chazelle ("La La Land") der jüngste Preisträger, den es je in der Kategorie Regie gegeben hat. Seine Rede war ein Appell an die Liebe.
  • Mahershala Ali wurde als bester Nebendarsteller ausgezeichnet – er ist damit der erste Muslim, der je einen Schauspiel-Oscar gewonnen hat.
  • Im vergangenen Jahr hatte es große Kritik an der Oscar-Akademie gegeben, da alle Preise an Weiße vergeben worden waren. In diesem Jahr gingen unter anderem die Preise für die beste Nebendarstellerin an Viola Davis für ihre Darstellung in "Fences" und für den besten Nebendarsteller eben an Ali – zwei Schwarze.
  • Der deutsche Film "Toni Erdmann" ist bei der Verleihung leer ausgegangen. Der Preis für den besten fremdsprachigen Film ging an "The Salesman" aus dem Iran.

Wie politisch war die Verleihung?

Politischer als in den vergangenen Jahren – trotzdem gab es insgesamt nicht so viel scharfe Kritik an US-Präsident Donald Trump, wie zuvor erwartet (SPIEGEL ONLINE).

Die deutlichste Kritik kam von "The Salesman"-Regisseur Ashgar Farhadi, der den Preis aus Protest gegen die Einwanderungspolitik von Trump nicht persönlich entgegen nahm. Folgendes ließ er vorlesen:

"Meine Abwesenheit geschieht aus Respekt vor den Einwohnern meines Landes und den sechs anderen Ländern, denen durch den unmenschlichen Einreisestopp der USA Verachtung entgegen gebracht wird. Wer die Welt in Kategorien von "Wir" und "unsere Feinde" einteilt, schafft Angst."

Auch Gastgeber Jimmy Kimmel eröffnete seine Moderation gleich mit Anspielungen auf Trump, sprach davon, dass das Land nun ein geteiltes sei. Später twitterte er den Präsidenten mit "Hey @realDonaldTrump u up?" an. Eine Antwort bekam er bisher allerdings nicht.

Das ist Kimmels Eröffnungsrede:


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