Übernatürliche Ereignisse und spektakuläre Romanverfilmungen bestimmen in dieser Woche das Amazon-Programm. In "E.T. – Der Außerirdische" verirrt sich ein liebenswerter Alien auf die Erde und in "Alles eine Frage der Zeit" versucht ein Zeitreisender die wahre Liebe zu finden. Fans von "Die Tribute von Panem" dürfen sich über gleich zwei Filme der Reihe freuen und in "Das Parfum – Die Geschichte eines Mörders" erwacht der lange als unverfilmbar geltende Roman von Patrick Süskind zum Leben. Außerdem kommt endlich die dritte Staffel der Frauenpower-Serie "The Bold Type" ins Programm.

In einer dystopischen Zukunft ist das Land Panem in 12 abgeschlossene Gebiete unterteilt, die von dem reichen Kapitol beherrscht werden. Innerhalb der Distrikte leben die Menschen unter schrecklichen Bedingungen und jedes Jahr müssen ein Junge und ein Mädchen an den sogenannten Hungerspielen teilnehmen. Dort treten die 24 Kandidaten in einem Spiel um Leben und Tod gegeneinander an, bis es am Ende nur noch einen Überlebenden gibt.

Das Parfum – Die Geschichte eines Mörders​ (Start 12.4.)

Der Waisenjunge Jean-Baptiste Grenouille (Ben Whishaw) besitzt keinen eigenen Geruch, dafür aber einen perfekten Geruchssinn. Seit seiner Kindheit hat Jean deshalb eine ganz besondere Beziehung zu Gerüchen und während seiner Ausbildung zum Parfumeur kommt ihm die Idee, den perfekten Duft zu kreieren. Dazu ermordet er junge Frauen, um ihren Geruch zu konservieren und sein nächstes Opfer soll die schöne Laure (Rachel Hurd-Wood) werden.

Als Tim (Domhnall Gleeson) von seinem Vater (Bill Nighy) erfährt, dass alle Männer in seiner Familie ein ganz besonderes Talent teilen, hätte er nie gedacht, dass es sich dabei um die Fähigkeit handelt, in der Zeit zu reisen. Zwar kann er die Weltgeschichte nicht beeinflussen, wohl aber seine eigene Zeitlinie. Prompt nutzt Tim seine neue Fähigkeit, um die charmante Mary (Rachel McAdams) für sich zu gewinnen. Aber das stellt sich als weitaus schwieriger heraus als gedacht, denn die Zeit lässt sich nur bedingt beeinflussen.

E.T. – Der Außerirdische ​ (Start 10.4.)

Als der junge Elliott (Henry Thomas) die Tür seines Schuppens öffnet, traut er seinen Augen kaum. Denn dort versteckt sich der kleine Außerirdische E.T., der bei einem Erkundungsflug auf der Erde zurückgelassen wurde. Kurzerhand nimmt Elliot das schrumpelige Wesen bei sich auf. Doch schnell wird klar, E.T. muss wieder nach Hause, denn das Heimweh zehrt an seinen Kräften. Wird Elliott ihn bis dahin vor seinen Eltern und den misstrauischen Regierungsbeamten verstecken können?

The Bold Type - Staffel 3 (Start 10.4.)(OmU)

In dieser Serie ist jede Menge Frauenpower gefordert: Für Jane (Katie Stevens) wird ein Traum wahr, als sie einen Job als Autorin für das weltweit renommierte "Scarlet"-Magazin in New York erhält. Doch das Leben in Big Apple und die Arbeit drohen sie zu überwältigen. Zum Glück ist sie nicht alleine und ihre Kolleginnen unterstützen sie, um ihr das nötige Selbstbewusstsein zu verschaffen. Gemeinsam gehen sie den Weg des Erwachsenwerdens und begeben sich auf das große Abenteuer von Mode, Liebe und Identität.


Gerechtigkeit

Scharf, schärfer, Polizeigesetz: Rechtsstaat geht anders!
Und was man dagegen tun kann

Nach Baden-Württemberg, Bayern, Nordrhein-Westfalen und Brandenburg wurde in dieser Woche auch in Sachsen ein neues Polizeigesetz verabschiedet, das Polizisten weitreichendere Befugnisse zur Überwachung von möglichen Straftätern erteilt (MDR). Dabei sind die neuen Gesetze vor allem eines: Die Beschneidung von Bürgerrechten.

Polizeigesetz? Was war da noch gleich los?

In den vergangenen Jahren entschieden sich einige Bundesländer ihr jeweiliges Polizeigesetz zu ändern. Als Auslöser für die Diskussion um eine Verschärfung der Gesetze wurde oft der Anschlag auf dem Berliner Breitscheidtplatz 2016 und eine "veränderte Gefahrenlage" genannt (deutschlandfunk).

Den Anfang machte Bayern mit einer Erneuerung des "Polizeiaufgabengesetzes" (bento). Es folgten weitere Bundesländer. Die Proteste, bei denen teilweise mehr als 30.000 Menschen Demonstrierten, blieben ungehört (Süddeutsche.de). 

Warum kritisieren so viele die neuen Polizeigesetze?

Zwar sieht man bei den Gesetzen von Bundesland zu Bundesland leichte Unterschiede, die Kritik richtet sich aber meist an die Gemeinsamkeiten der Gesetze (Netzpolitik.org/Dresdener Neue Nachrichten):

  • Der Einsatz von Body-Cams.
  • Die Überwachung von Menschen, die eine "drohende Gefahr" darstellen könnten.
  • Anforderung von Daten bei cloudbasierten Diensten über die jeweilige Person (Netflix, Amazon, Spotify etc.) 
  • Gesichts-Scans
  • Sicherstellung von Paketen und Briefen bei "drohender Gefahr"
  • Verlängerte Präventivhaft für "Gefährder"

Die Polizei wird also dazu befugt, Menschen zu überwachen und teilweise auch festzunehmen, obwohl sie noch gar keine Straftat begangen haben

Rechtsstaat sieht anders aus!

Auch der Kriminologe Nils Zurawski von der Universität Hamburg kann die Verschärfungen nicht nachvollziehen. Zurawski ist unter anderem spezialisiert auf die Schwerpunkte Überwachung, Sicherheit und Frieden. Er betont: "Seit Jahren sinkt die Kriminalitätsrate und die polizeiliche Kriminalstatistik fällt von Jahr zu Jahr besser aus. Trotzdem gönnt sich die Polizei mehr und mehr Befugnisse. Das ist eine bedenkliche Entwicklung."

Welchen Grund hat die Ausweitung der Befugnisse?

Offiziell begründen die Behörden die Neuerungen mit der Bedrohungslage besonders durch islamistischen Terrorismus. Dieser existiert auch, ohne Zweifel.

Trotzdem ist die Ausweitung der Befugnisse der Polizei  unverhältnismäßig.

"Das erneuerte Polizeirecht ist unsere Antwort auf die veränderte Gefahrenlage", beschreibt Sachsens Innenminister Roland Wöller die Situation (Zeit Online). Für Zurawski haben die Einführungen aber noch einen ganz anderen Grund: