Bild: Netflix
Weltherrschaft!

Was haben Afghanistan, die Weihnachtsinseln und Botswana gemeinsam? Sie alle gehören nun zum Netflix-Universum. Seit Donnerstag können insgesamt 130 neue Länder den US-Streamingdienst nutzen. Das gab Netflix am Mittwochabend auf der CES in Las Vegas bekannt. Insgesamt gibt es die Lizenz zum Binge Watching nun in 190 Ländern. Netflix-Chef sprach von einem "new global internet TV network." (The Verge, Cnet.com)

70 Millionen Abonnenten – und Luft nach oben

Seit 2007 bietet Netflix Filme und TV-Serien im Netz zum Streamen an. Netflix hat rund 70 Millionen Abonnenten weltweit. Etwas mehr als Hälfte davon kommen aus den USA – zugleich stagniert dieser Markt. Mit seinem Ausbau hofft der Konzern auf neue Abonnenten. Viele europäische Länder, darunter Deutschland und Österreich, sind seit 2014 dabei; nun erfolgte vor allem die Expansion auf den asiatischen, arabischen und afrikanischen Markt.

Neue internationale Serien entdecken

Die Angebote unterscheiden sich jedoch von Land zu Land – was es für User nun noch interessanter macht, via VPN die eigene Herkunft zu verschleiern. Der Tatortreiniger mit Bjarne Ingmar Mädel läuft zum Beispiel nur in Deutschland, der US-koreanische Sci-Fi-Streifen Snowpiercer hingegen ist in Deutschland nicht verfügbar. Mit den neuen Ländern kommen also auch neue Chancen, über den eigenen Streaming-Tellerrand zu schauen, hinzu.

(Bild: dpa / Georg Wendt)
Legal, illegal

Wie ihr eine VPN-Verbindung herstellt, könnt ihr hier nachlesen: "So machst du das Beste aus deinem Netflix-Account". Wichtig: Ihr bewegt euch damit in einer juristischen Grauzone. Anwälte raten von VPN-Verbindungen ab, weil Konten gelöscht und gegebenenfalls Strafanzeigen gestellt werden können. Fälle, in denen dies passiert ist, sind allerdings bisher nicht bekannt. (SPIEGEL ONLINE)

Alternativen

Nur weil Netflix die Weltherrschaft möchte, muss der Konzern sie nicht bekommen. Wer sich lieber einen anderen Streaminganbieter suchen möchte, hat die Wahl zwischen Amazon, Google Play, iTunes, Maxdome, Sky Online, Sky Go, Sony, Videobuster, Videoload, Watchever, Xbox Video und vielen weiteren.

Auch durch das Ansehen von Videos über Plattformen, die Serien und Filme illegal hochladen ist nicht strafbar. Warum, erklärt Rechtsanwalt Sascha Greier so: "Aus urheberrechtlicher Sicht fehlt es an dem Tatbestand der öffentlichen Zugänglichmachung im Sinne des Paragraf 19a Urheberrechtsgesetz, so dass aus diesem Grunde das bloße Ansehen von Filmen oder Serien keine Urheberrechtsverletzung darstellt."

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