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Hausmütterchen, Hure, Heilige – das waren einmal die für Frauen vorgesehenen Rollen im Fernsehen. Doch das ändert sich – wenn auch sehr langsam: Auch, wenn noch oft beklagt wird, dass es nur wenige Drehbuchschreiberinnen und Produzentinnen gibt, es gibt immer mehr. Und so steigt die Zahl der Serien, die es wagen, noch nie dagewesene Heldinnen zu schaffen. 

Wir stellen 11 Serien vor, die radikal mit diesen Klischees brechen und starke, faszinierende Frauen porträtieren.    
1. Kiffende BFFs: Broad City
(Bild: Giphy )

Darum geht’s

Ilana und Abbi sind Anfang 20 und leben in New York. Neben ihrer Liebe zueinander teilen sie auch die Liebe zu einem guten Joint. Auf der Suche nach Konzertkarten, Gras oder einer neuen Wohnung geraten sie im Big Apple in absurde Situationen – und begegnen ihnen mit teils absurdem Humor. Angucken!

Warum uns diese Frauen beeindrucken

Für tiefe, irgendwie alberne Männerfreundschaften gibt es den wundervollen Begriff "Bromance". Leider hat sich noch kein weibliches Pendant durchgesetzt. Für den zukünftigen Lexikoneintrag sind Abbey und Ilana aber schon als Beispiel vorgemerkt (siehe: Broad City). 

Diese Frauenfreundschaft ist einzigartig bedingungslos, vollkommen frei von Konkurrenz und Knatsch. Sie unterstützen einander in ihren Träumen, egal wie bescheuert sie sein mögen – und gerade dieser ausschließlich positive Support treibt die Handlung wie ein Motor an. Auch wenn Abbey zum ersten Mal ihren Nachbarn mit Strap-on vögelt, die Regel ist: Do it, girl! Ich bin bei dir.

Neben Freundschaft bricht "Broad City" mit einem weiteren in der Film- und Serienwelt verbreiteten Klischee: Frauen kiffen nicht. Sie sind nicht verballert, enthemmt, witzig – zumindest durften sie das lange nicht als Hauptrollen in Filmen und Serien sein. Ilana Wexler und Abbi Jacobsen, die "Broad City" entwickelt haben und die Hauptrollen spielen, ändern das endlich – und zeigen zum ersten Mal, welche Vorteile es haben kann, beim Schmuggeln von Gras in der Öffentlichkeit Frau zu sein ("Vagina is nature's pocket!").

Für Fans von: "Master of None", "Workaholics", "Wilfred" und "Weeds"

Zu sehen bei: 3 Staffeln, 30 Folgen, Comedy Central

Hier ist der Trailer:
2. Die Frau als Arschloch: Fleabag
(Bild: Giphy )

Darum geht’s

Protagonistin Fleabag steckt in einer Lebenskrise. Ihre beste Freundin und Geschäftspartnerin hat Selbstmord begangen – und Fleabag ist daran schuld, irgendwie. Seitdem vögelt sich die Endzwanzigerin emotional unbeteiligt durch die Nacht und hält sich gleichzeitig den harmlos-depperten Langzeit-Freund warm. Ihre Mutter ist tot, ihr Vater ein Schlappschwanz, seine neue Frau ein kontrollsüchtiger Alt-Hippie. 

Unverständnis, aber mütterliche Unterstützung erhält Fleabag einzig von ihrer älteren Schwester. Doch auch die hat ihre eigenen Sorgen, wie einen auf ihre Brüste fixierten Stiefsohn und einen untreuen Ehemann. 

Warum uns diese Frau beeindruckt

Frauen können Arschlöcher sein, egoistisch, verletzend, zerstörerisch – im Fernsehen sieht man das allerdings viel zu selten. Fleabag erzählt die Geschichte einer jungen Frau, die sich die Schuld am Tod ihrer besten Freundin gibt. Das ist kein kleiner Charakterfehler. Es ist eine unentschuldbare, menschliche Katastrophe. 

Anstatt sich wie herkömmliche Produktionen auf die Anbahnung und die Eskalation selbst zu konzentrieren, studiert die Serie das Verhalten der Täterin danach. Wie geht sie mit ihrem Verrat an der besten Freundin und Geschäftspartnerin um? Ist es überhaupt möglich, sich irgendwann wieder selbst in die Augen zu sehen?

Phoebe Waller-Bridge, die Drehbuch geschrieben hat und die Hauptrolle spielt, übt dabei auch bissige und äußerst amüsante Kritik an der zunehmenden Kommerzialisierung der Kampfbewegung Feminismus.

Für Fans von: Claire Underwood aus "House of Cards" und Annalise Keating aus "How To Get Away With Murder"

Zu sehen bei: 1 Staffel, 6 Folgen, Amazon Prime

Hier ist der Trailer:
3. Aggressive Jägerin mit Fehlern: Tulip in "Preacher"
(Bild: Giphy )

Darum geht es

Schwer zu beschreiben. Denn die Handlung des von Seth Rogen verfilmten Kultcomics ist fantastisch und komplex. Protagonist Jesse, ehemaliger Bankräuber, heute saufender Priester in der Pampa, erlangt durch Zufall die übernatürliche Superkraft Genesis. Von da an kann Jesse tatsächlich Gottes Wort verbreiten: 

Was er ausspricht, ist seinen Mitmenschen Befehl. Mit seiner Ex-Freundin Tulip und einem drogenabhängigen Vampir verschreibt sich der Priester der Aufgabe, Gott zu finden, der aus dem Himmel getürmt ist und sich auf der Erde versteckt. Vorher aber hat Tulip noch eine Rechnung mit dem Mann offen, der sie und Jesse einst bei einem Bankraub betrog und so den Tod ihres Kindes verursachte. 

Warum uns diese Frau beeindruckt

Jesses Ex-Freundin Tulip (Ruth Negga) zerschießt das Klischee des schwachen Geschlechts mit einer selbstgebastelten Bazooka. Die Ex-Elitesoldatin und Auftragskillerin ist eine Kampfmaschine, die Lust auf Gefahr und an Gewalt hat. Tulip wäre das perfekte Pin-Up-Girl für eine feministische Guerillagruppe – wenn da nicht ihre einzige, kitschige Schwäche wäre: ihre Liebe zu Jesse. 

Doch Kitsch und Klischees kümmern Tulip nicht. Sie weiß ganz einfach, was sie will und tut – oft vollkommen rücksichtslos – alles dafür, um es zu bekommen. Bei ihrem ersten Auftritt erklärt sie zwei Kindern ihre Prioritäten, während sie aus Rohren und Schnaps eine Bazooka baut: Eine Frau müsse wissen, wie stark sie ist. Aber "ob Mann oder Frau": Wer das Glück habe, die wahre Liebe zu finden, der müsse noch stärker sein und für sie kämpfen wie ein Löwe.

Für Fans von: "Kill Bill", "Sin City" und "Leftovers"

Zu sehen bei: 1 Staffel, 10 Folgen, Amazon Prime 

Tulips erster Auftritt im Video:
4. Frauenkörper ganz real: Girls
(Bild: Giphy )

Darum geht’s

Vier New Yorker Freundinnen Mitte 20 suchen in New York nach dem richtigen Praktikum, der passenden Beziehungsform und vor allem: nach sich selbst. Dabei werden sie über sechs Staffeln mit allen möglichen Problemen konfrontiert: von Stress, Panikattacken und psychischen Problemen über Geschlechtskrankheiten, Schwangerschaft und Abtreibung bis hin zu Drogenabhängigkeit und Entzug.

Warum uns diese Frauen beeindrucken

Die Serie wurde gefeiert als dreckiges "Sex and the City" und als Stimme einer neuen Generation. Das mag übertrieben sein, fest steht allerdings: Allein für die Darstellung weiblicher Körper im TV hat Erfinderin und Protagonistin Lena Dunham viel getan. 

Denn hier werden nicht nur perfekt rasierte, schlanke, schöne Frauenkörper präsentiert, die reibungslosen Sex in weißen Laken haben. Hier sind unperfekte Brüste ohne BH die schöne Regel, Bäuche, Cellulites sowie kleine Unannehmlichkeiten und große Missverständnisse beim Sex, die jeder kennt – bloß nicht aus dem TV. Bisher.

Für Fans von: "Sex and the City" und "The L Word"

Zu sehen bei: 6 Staffeln, 62 Folgen, ZDFneo und Sky

Hier siehst du den Trailer:
5. Moderne Women of color: In-Secure
(Bild: Giphy )

Darum geht’s

Issa und Molly, beide schwarz, beide Mitte Zwanzig, leben ihr Leben in L.A. Molly ist erfolgreiche Anwältin und hat das Dauer-Tindern langsam satt. Bloß findet sich kein Mann, der passen will. Issa steckt in einer Langzeitbeziehung fest und hadert mit ihrem Job und ihren weißen Kollegen bei einer NGO, die sich für benachteiligte Teenager einsetzt.

Warum uns diese Frau beeindruckt

Weil sie aus ihrer eigenen Perspektive erzählt – was für Schwarze und insbesondere schwarze, junge Frauen im Filmgeschäft noch lange keine Selbstverständlichkeit ist. "In-Secure" ist Issa Raes Webserie "The Misadventures of Awkward Black Girl" entsprungen. Rae erzählt darin die Geschichte einer jungen Schwarzen, die bei einer Diätpillenfirma arbeitet. 

Die Reaktion des Publikums zeigte, wie sehr der Markt bereit war für eine Serie, die das Leben einer jungen, modernen Woman of color frei von Klischees zeigt: Die Serie ging viral. Die Liebe zum Handgemachten spürt man aber auch in Raes neustem Werk noch genau: Ungewöhnlich realistisch und ohne filmischen Schnick-Schnack porträtiert "In-Secure" ihre Protagonistinnen und zeigt sie im Hadern mit Alltagsrassismus, Sexismus und der eigenen Gefühlswelt. Damit schlägt sie auch ohne schrille Höhepunkte ganz in ihren Bann.

Für Fans von: "Dear White People", "Atlanta" und "Master of None"

Zu sehen bei: 1 Staffel, 8 Folgen, Amazon Prime (kostenpflichtig)

Hier ist der Trailer:
6. Zurück in die Vergangenheit: The Bletchley Circle

Darum geht’s

Die britische Krimiserie spielt im Jahr 1952. Vier Frauen, die während des Kriegs als Kryptoanalytikerinnen Nachrichten für das Militär entschlüsselten, sind plötzlich wieder auf ihren Haushalt beschränkt, denn die Männer sind zurück. Doch die Freundinnen suchen sich eine neue Aufgabe: Sie wollen den Mord an einer jungen Frau aufklären, um den sich sonst niemand schert.

Warum uns diese Frauen beeindrucken

Das Patriarchat stellt sich den Detektivinnen in Form von herrschsüchtigen Ehemännern und arroganten Polizisten mit aller Macht entgegen. Wer Rock trägt, gehört hier ins Haus. Als Zuschauerin muss man angesichts der vielen herablassenden Schnauzbartträger gelegentlich die Faust kurz in der Hose ballen und tief durchatmen. Doch die vier geben nicht auf und erkämpfen sich Anerkennung und private Freiheiten.

Für Fans von: "Miss Marple", "Sherlock Holmes"

Zu sehen bei: 2 Staffeln, 7 Episoden, Netflix

Hier ist der Trailer:
7. Über Essstörungen und Missbrauch: The Skinny
(Bild: Giphy )

Darum geht’s

Jessie ist jung, YouTuberin, bulimisch. Sie hat ein gestörtes Verhältnis zu ihrer Mutter und einen Freund, der gerade aus dem Entzug zurückgekommen ist. Jessie versteht sich explizit als feministische YouTuberin ("I do hardcore feminist shit"). 

Zugleich zeigt die Serie, wie selbstverständlich gefangen auch sie in gesellschaftlichen Konventionen ist. Ein negativer Kommentar über ihr Gewicht unter ihren Videos genügt und sie erbricht sich stundenlang. Und so tragisch das jetzt alles klingt: Die Serie ist hervorragende Comedy – zum Beispiel wenn Jessie der große Durchbruch als YouTuberin ausgerechnet mit einem Kackvideo nach einer Partynacht gelingt.

Warum uns diese Frau beeindruckt

Serien-Schöpferin und Protagonistin Jessie Kahnweiler erzählt hier zum großen Teil ihre eigene Geschichte – und die von Millionen Mädchen weltweit: Sie litt mehr als zwölf Jahre an Bulimie. In einem Interview erklärt sie den inneren Zwiespalt, der sich auch in "The Skinny" spiegelt: 

„Ich war diese laute, glückliche, verrückte Feministin und hatte gleichzeitig diesen  Teil von mir, der voll war von Scham und Selbsthass. Wie sollen diese beiden Menschen in ein und derselben Frau existieren?" In "The Skinny" transportiert die 27-Jährige genau diesen Balanceakt und findet auch in den härtesten Themen und düstersten Momenten komische Momente.

Für Fans von: "Broad City" und "Skins"

Zu sehen bei: 1 Staffel, sechs Folgen, alle kostenlos online bei Refinery29

Hier ist der Trailer:
8. Kampf gegen den Vergewaltiger: Jessica Jones
(Bild: Giphy )

Darum geht’s

Sie säuft Whiskey wie ein Loch und vögelt fremde Männer: Privatdetektivin Jessica Jones ist eine Superheldin, die keine Lust hat, die Welt zu retten. Mit ihrer übernatürlichen Körper- und Sprungkraft löst sie Kriminalfälle gegen Bargeld. 

Oder aus persönlicher Rache: Denn die Geschichte dieser Antiheldin ist in der ersten Staffel zugleich die Geschichte einer getriebenen Frau, die sich von ihrem Vergewaltiger befreit, der nach Jahren wieder Kontakt zu ihr aufnimmt.

Was wir von ihr lernen können

Showrunner Melissa Rosenberg wollte explizit eine feministische Superheldin erschaffen. Dankenswerterweise legt sie Jessica Jones keine Brandreden gegen das Patriarchat in den Mund – sondern bearbeitet über die gesamte Staffel kontinuierlich Themen wie Missbrauch und Justiz-Versagen in Vergewaltigungsfällen. Außerdem gibt es ein fantastisches Cast: Jessicas Auftragsgeberinnen sind oft weiblich und Chefs von millionenschweren Unternehmen.

Für Fans von: "Luke Cage", "The Avengers", "Buffy"

Zu sehen bei: 1 Staffel, 13 Folgen, Netflix

Hier der Trailer:

Noch mehr zum Thema:

9. Flammender Feminismus: Parks and Recreation
(Bild: Giphy )

Darum geht’s

Leslie Knope (Amy Poehler) ist die stellvertretende Leiterin des Grünflächenamts in der Kleinstadt Pawnee. Sie ist Bürokratin, Perfektionistin und Paragrafen-Fetischistin – eine nicht besonders sympathische und aufregende Kombination. 

Wären da nicht auch ihre Hingabe und ihr nie enden wollender Optimismus, mit dem sie gegen Kleinstadt-Skandale aller Art in den Kampf zieht.

Warum uns diese Frau beeindruckt

Vielleicht dauert es ein wenig, aber man kommt nicht umhin: Man muss Leslie Knope einfach lieben. Jaaa, sie ist eine Streberin. Aber sie hält auch die flammendsten Plädoyers für den Feminismus und lebt sie tatsächlich mit jeder Faser ihres Körpers – ob sie gegen konservative Bürger kämpft, die Kunstwerke wegen der Darstellung von Frauen-Nippeln verbrennen wollen, oder ihren männlichen Kollegen im Stadtrat keine einzige sexistische Bemerkung durchgehen lässt. 

Vor allem aber hält sie unbeirrt fest an ihrem Kindheitstraum, egal wie weit sie vom Ziel noch entfernt ist: die erste weibliche Präsidentin der USA zu werden.

Für Fans von: The Office, Stromberg und Arrested Development

Zu sehen bei: 7 Staffeln, 125 Folgen, zum Teil auf Amazon Prime

Hier der Trailer:
10. Ermittlerin frei von Klischees: The Fall
(Bild: Giphy )

Darum geht’s

Detective Superintendent Stella Gibson wird von London nach Belfast versetzt. Sie soll dort die Ermittlungen gegen einen Mörder leiten, der eine junge Frau getötet und ihr danach die Nägel lackiert hat. Gibson ist davon überzeugt, dass sie einem Serienkiller auf der Spur ist. 

Doch ihre Vorgesetzten sperren sich lange gegen diese Einsicht. Nach Feierabend fängt Gibson eine Affäre mit ihrem Kollegen Olson an. Schneller Sex, unkompliziert – bis Olson kurz darauf ermordet wird.

Warum uns diese Frau beeindruckt

"Akte X"-Star Gillian Anderson spielt in „The Fall“ die talentierte Ermittlerin Stella Gibson. Das Wohltuende: Ihr Geschlecht steht ihr bei der Arbeit kaum im Weg. In einem hypermännlichen Umfeld setzt Gibson sich mit Können durch, ihre Befehle werden akzeptiert und ohne Murren umgesetzt. 

Schnell kommt da immer der Vorwurf auf, dass hier einfach eine Frau in eine Männerrolle gequetscht wird. Aber nein: Gibson spielt die Vorteile, die ihr Geschlecht ihr verschafft, bei der Jagd nach dem Serienmörder durchaus aus und lockt den Nagel-Fetischisten bei einer Pressekonferenz mit rotem Lack auf den Fingern. Darüber hinaus schlägt sie aber weder Kapital noch Nachteile aus ihrem Geschlecht. Sie ist einfach eine Frau die ihren Job macht – und das verdammt gut.

Für Fans von: "The Killing", "Broadchurch"

Zu sehen bei: 3 Staffeln, 16 Folgen, Netflix

Hier der Trailer:
11. Rebellion im Rock: Anne of Green Gables
(Bild: Netflix)

Darum geht’s

Anne ist ein rothaariges, sommersprossiges Waisenkind Anfang des 20. Jahrhunderts. Kindheit ist für sie ein Fremdwort. Sie hat ihr bisheriges Leben als Sklavin und Kinderfrau in armen Familien mit viel Nachwuchs verbracht. Bis sie bei dem genügsamen, alternden Geschwisterpaar Matthew und Marilla Cuthbert auf der Farm Green Gables landet. Die Cuthberts hatten sich eigentlich einen Jungen als Arbeitskraft gewünscht. Aber nach einigen Startschwierigkeiten adoptieren sie Anne – und geben ihr endlich die Möglichkeit, zur Schule zu gehen.

Warum uns dieses Mädchen beeindruckt

Anne hat die Hölle hinter sich. Von ihren bisherigen Adoptiveltern wurde sie ausgebeutet und verprügelt. Trotzdem lässt sie sich nicht unterkriegen: Selbst als die Cuthberts ihr eröffnen, dass sie einen Jungen adoptieren wollen und Anne zurückgeschickt werden soll, bricht die kleine Rothaarige melodramatisch auf dem Rasen zusammen, weint sich nachts bitter in den Schlaf – aber steht am nächsten Morgen mit einem Plan wieder auf.

In der Schule wird sie dann plötzlich mit Erste-Welt-Problemen konfrontiert, die sie vorher nicht kannte: Ihr Kleid ist den anderen zu abgewetzt, ihre Ausdrucksweise zu dreckig, ihr Vorlesen zu übereifrig, die Mutter ihrer besten Freundin verbietet ihrer Tochter sogar den Umgang mit Anne. 

Doch auch die bigotte Arroganz der Dorfbewohner und Klassenkameraden kann die Waise nur kurz ins emotionale Chaos stoßen – am Ende ist gerade die Gemeinschaft, die sie ausgestoßen hatte, auf sie angewiesen.

 Für Fans von: "Miss Marple", "Sherlock Holmes"

Zu sehen bei: 1 Staffel, 7 Episoden, Netflix

Hier der Trailer:

Food

Der Erfinder der Pizza Hawaii ist gestorben. Ein Nachruf
Danke. Für alles.

Der Erfinder der Hawaii Pizza ist im Alter von 83 Jahren gestorben. Sam Panopoulos kam 1954 im Alter von 20 Jahren von Griechenland nach Kanada. Mit seinen zwei Brüdern besaß er mehrere Restaurants in Ontario. Seit den 60er Jahren servierten sie dort auch Pizza. (Guardian)

Die berühmte Pizza Hawaii war eigentlich nur eine zufällige Erfindung: "Wir haben es einfach draufgelegt. Einfach aus Spaß. Um zu sehen, wie es wohl schmeckt," sagte Panopoulus Anfang des Jahres in einem BBC-Interview. 

Zum Glück! Denn Pizza Hawaii ist die beste Pizza, die ein Mensch je erfunden hat.