Wer schon mal den RAW-Party-Mob und die Berghain-Zombies gesehen hat, sollte meinen, den typischen Berliner kann nichts mehr schocken.

(Bild: Giphy )
Falsch gedacht.

Einige Netflix-Plakate haben jetzt für große Aufruhr gesorgt. Und das, obwohl darauf das meistgeliebte Essen der Stadt zu sehen ist: eine Currywurst!

Mit dieser Wurst stimmt doch was nicht.

Die Plakate mit dem überdimensionierten Wurst-Finger wurden in ganz Deutschland, aber vor allem in Berlin während der Berlinale aufgehängt und bewerben die Netflix-Serie "Santa Clarita Diet". Darin spielt Drew Barrymore eine untote Mutti, die gerne Menschen verspeist.

Ein kleiner Eindruck:

Die Zombie-Serie aus einer US-Vorstadt finden viele Menschen ziemlich witzig – die "Fingerfood"-Plakate offenbar weniger.

Rund 50 Beschwerden sind schon beim Deutschen Werberat eingegangen. Die Gründe sind laut einer Sprecherin: vor allem Ekel, außerdem würde das Plakat Gewalt verherrlichen und Kinder sollten so etwas nicht ansehen müssen.

Die "Berliner Zeitung" berichtet, auch bei ihnen seien Nachrichten eingegangen. Ein Leser habe geschrieben: "Sind dies unsere Werte, die selbst an derart exponierten Plätzen öffentlich zur Schau getragen werden? Können Kinder in Zukunft überhaupt eine Empathie für Schmerz empfinden, den andere erleiden?" (Berliner Zeitung)

(Bild: Giphy )

Der Werberat erinnerte Netflix an seine Grundregeln: "Werbung darf nicht zu gewalttätigem Verhalten anregen, keine Angst oder Leid verursachen und Kindern und Jugendlichen keinen körperlichen oder seelischen Schaden zufügen", so die Sprecherin.

Und wie reagiert Netflix?

Die haben angekündigt, alle entsprechenden Plakate abzubauen, sagte die Werberats-Sprecherin. Die Currywurst kommt weg. Ebenso wie die Pommes:

Berlin ist also doch nicht so abgebrüht, wie gedacht.

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Wenn ich an Kölle denk...
Warum Karneval nichts mit Ballermann zu tun hat

Wenn der Zug über die Brücke rattert, unter mir der Rhein, die Reiterstatue links, der Dom vor mir, bekomme ich Gänsehaut. Wenn ich in meine Stadt komme. Richtige, echte Gänsehaut. Besonders groß ist die Freude, wenn es der Mittwoch vor Weiberfastnacht ist. Und genauso groß ist dann meist das Unverständnis für diese unbändige Karnevalsvorfreude, bei meinen Freunden in München, meiner neuen Heimatstadt, und bei meiner Familie in Bremen, wo ich geboren wurde.

"Bist du deppert", fragen mich meine Mitbewohner, wenn ich sie frage, ob ich dieses Jahr lieber als Hippie oder Squaw gehen soll. Und meine Familie im Norden versteht einfach nicht, warum "Fasching" (ES HEIßT KARNEVAL!) fünf Tage lang gehen muss und ich danach mindestens genauso lange bettlägrig bin.