Außerdem: ein Weihnachtsspecial von "Chilling Adventures of Sabrina"

Mit zauberhaften Geschichten und unglaublichen Ereignissen versüßt uns Netflix die Adventszeit. In dem Weihnachtsspecial "Chilling Adventures of Sabrina: A Midwinter's Tale" gibt es ein wahrhaft magisches Wiedersehen mit der kleinen Halb-Hexe Sabrina und das Biopic "Sully" erzählt die unglaubliche Geschichte eines amerikanischen Helden. Im Mittelpunkt von "Mona Lisas Lächeln" und der ersten Staffel "Bad Banks" stehen hingegen starke und unabhängige Frauen und "Springsteen on Broadway" sorgt für richtig gute musikalische Unterhaltung. 

Als die Kunsthistorikerin und Berkeley-Absolventin Katherine Watson (Julia Roberts) ihre erste Dozenten-Stelle an dem renommierten Wellesley-Mädchen-College antritt, ahnt sie noch nicht, wie sehr ihre Schülerinnen von den konservativen Ansichten der 50er Jahre geprägt sind. Dennoch versucht sie mit kreativen Ideen die jungen Mädchen dazu zu ermutigen ihr freies Denken zu entfalten. Dabei stößt sie jedoch auf Widerstand, sowohl in der Fakultät als auch unter ihren Schülerinnen. 

Sully (Start 11.12.)  

Die besten Geschichten schreibt immer noch das Leben und mit diesem Biopic soll der reale Pilot Chesley Sullenberger geehrt werden, der 2009 tatsächlich ein Flugzeug auf dem New Yorker Hudson River notlandete. Der amerikanische Flugzeugpilot Chesley "Sully" Sullenberger (Tom Hanks) kann auf eine beeindruckende Karriere zurückblicken, doch keine seiner Erfahrungen konnte ihn auf die Ereignisse an diesem kalten Januarmorgen vorbereiten. 

Kurz nach dem Start gerät ein Schwarm Vögel in die Triebwerke und das Flugzeug muss sofort notlanden. Sully und sein Co-Piloten Jeff Skiles (Aaron Eckhart) wissen, dass sie es nicht mehr bis zum Flughafen schaffen werden, ihre letzte Möglichkeit ­– eine Wasserlandung auf dem Hudson River, mitten in Manhattan.  

Chilling Adventures of Sabrina Weihnachtsspecial: A Midwinter’s Tale (Start 14.12.)   

Ende Oktober verzauberte uns bereits die erste Staffel von "Chilling Adventures of Sabrina". Sie erzählt die Geschichte der jungen Halb-Hexe Sabrina (Kiernan Shipka), die pünktlich zu ihrem 16. Geburtstag ihre magische Ausbildung beginnen soll. Doch Sabrina will ihr menschliches Leben in der kleinen Stadt Greendale nicht aufgeben und so versucht sie ihre magische Identität vor Mitschülern und Freunden zu verbergen. Als jedoch dunkle Mächte aus der Hölle ihre Familie und Freunde bedrohen, muss Sabrina handeln. 

Pünktlich zum Fest spendiert uns Netflix eine zauberhafte Weihnachtsfolge und ein schaurig-schönes Wiedersehen mit allen Figuren aus der Serie. 

Springsteen on Broadway (Start 16.12.)

In dieser Show präsentiert sich der Weltstar Bruce Springsteen von einer ganz persönlichen Seite. Allein auf der Bühne, nur mit Gitarre und Piano, performt er im ausverkauften Walter Kerr Theatre in New York City. Dabei nimmt er sich immer wieder Auszüge aus seiner Autobiografie "Born to Run" vor und teilt seine Erinnerungen mit dem Publikum. Auf diese Weise erhalten viele seiner Songs eine tiefere Bedeutung, die das Herz berührt. 

Die Finanzwelt ist skrupellose und knallhart, das muss auch die junge aber sehr ehrgeizige Investmentbankerin Jana Liekam (Paula Beer) erkennen. In einem System, in dem es ausschließlich um Profit geht und Menschlichkeit keinen Platz hat, gibt es nur eine Regel: Pass dich an oder du bist raus. Als Jana die Verantwortung für ein großes Projekt übertragen wird, zieht sie damit natürlich den Neid und die Missgunst ihrer Kolleginnen und Kollegen auf sich. 


Today

Putin will Rapmusik "kontrollieren"
"Der Pfad zum Niedergang der Nation" ist gepflastert mit harten Beats

Russland debattiert über Rap. Wladimir Putin hat vor allem ein Problem mit Texten, die Drogen verherrlichen. Verbote seien aber kontraproduktiv, stattdessen müsse der Kreml die Kontrolle übernehmen.

"Der Pfad zum Niedergang der Nation" ist gepflastert mit harten Beats und noch härteren Reimen, meint Wladimir Putin. Vor allem in drogenverherrlichenden Raptexten sieht Russlands Staatspräsident ein Problem für sein Land. Doch anstatt Rapmusik zu unterdrücken, so Putin, sollte der Kreml Einfluss nehmen. Wenn man den Rap nicht aufhalten könne, müsste man ihn steuern und lenken, sagte Putin am Samstag bei einem Treffen mit Kulturbeauftragten in St. Petersburg.

Hintergrund ist der Streit um Auftrittsverbote für mehrere russische Musiker. Internationale Schlagzeilen machte zuletzt der Fall des russischen Rappers Husky. Auf Druck der Behörden hatten mehrere Veranstalter Konzerte des 25-Jährigen abgesagt, was besonders unter jungen Russen kontrovers diskutiert wurde - und die Bekanntheit des Musikers gesteigert haben dürfte.

Nachdem ein Husky-Auftritt in einem Club in Krasnodar kurzfristig abgesagt worden war, wollte der Rapper seine Fans mit einem Spontanauftritt auf einem Autodach entschädigen. Daraufhin wurde er unter anderem wegen Rowdytums und Widersetzung gegen die Staatsgewalt festgenommen und zu einer zwölftätigen Gefängnisstrafe verurteilt. Nach öffentlichem Protest kam er jedoch vorzeitig frei, angeblich nach einer Intervention aus dem Regierungsapparat.

Die russische Polizei stuft den Rapper - der mit richtigem Namen Dmitry Kuznetsov heißt - als "extrem" ein. Manche seiner Videos sind in Russland gesperrt, weil darin Drogenkonsum, Prügeleien und Waffen gezeigt werden. In vielen seiner Texten kritisiert der Musiker die Regierung, er thematisiert Armut und Polizeigewalt. Außerdem - so der Vorwurf der Behörden - würde er Gläubige beleidigen, sexuelle Zügellosigkeit propagieren und Kannibalismus verherrlichen.

Für die Zukunft schlägt Putin deshalb vor, "die Kontrolle zu übernehmen" und die Dinge in die gewünschte Richtung zu lenken. Wie genau er sich das vorstellt, sagte der russische Präsident nicht. Das Thema müsse im Kulturministerium erörtert werden. Von Verboten halte er allerdings nichts, weil sie eher das Gegenteil bewirkten.

Dieser Text ist zuerst auf SPIEGEL ONLINE erschienen.