Piraten! Katzen! Amy!
Das ist neu auf Netflix

Netflix hält an diesem Woche sehr zeitkritische Neuheiten für dich parat, aber dabei bleibt der Humor nicht auf der Strecke. „War Machine” Brad Pitt möchte im Alleingang den Afghanistan-Krieg beenden. Die Doku „Joshua: Teenager vs. Superpower” zeigt den Kampf eines jungen Aktivisten gegen eine Bildungsreform in Hongkong.

Brad Pitt in dieser Kriegssatire David Michôd zur Allzweckwaffe für den Krieg in Afghanistan. Als General Dan McMahon regelt die Spannungen auf dem Feld und in der Politik auf seine ganz eigene Weise. Zu seiner Spezialeinheit gehören dabei einige Soldaten (Emory CohenJohn Magaro) aber auch PR-Leuten (Topher Grace). Das kühne Ziel: Den Krieg beenden. Weitere große Stars wie Tilda Swinton und Ben Kingsley sind übrigens auch mit von der Partie. (Mit Brad PittJohn Magaro)

China hat ein von Propaganda durchsetztes Bildungssystem von dem nur die sonder-verwaltete Stadt Hong Kong ausgenommen ist. Eine geplante Bildungsreform soll das ändern, doch ein Teenager wehrt sich beharrlich dagegen: Joshua Wong, der Gründer der sogenannten Scholarism-Bewegung. Regisseur Joe Piscatella hat eine spannende Doku um den jungen Aktivisten kreiert und dabei Fernsehnachrichten-Material mit Social Media-Beiträgen kombiniert. Ein crossmediales Gesamtkunstwerk - und das passt natürlich super zur High-Tech-Nation China. (Von Joe Piscatella, mit Joshua Wong)

Die besten Neustarts auf Amazon

Auf Amazon wird es dieses Wochenende dramatisch. Wenn dir nach Nostalgie ist, solltest du dir die oscarprämierte Doku „Amy” anschauen und einen Blick hinter die Fassade der Soul-Ikone Amy Winehouse werfen. Willst du lieber etwas weniger Schwermütiges, ist das auch kein Problem: Eine neue Staffel von „Shameless” mit Chaos-Familie Gallagher wartet auf dich.

Amy (Start 26.05.)

Wir haben es alle miterlebt: Die Karriere von Amy Winehouse begann als vielversprechendes Jazz-Talent, gipfelte im gefeierten Star und endete im Alkoholrausch. Regisseur Asif Kapadia hat dieser tragischen Lebensgeschichte in Doku-Film „Amy” eingefangen. Er zeigt darin unbekannte Video- und Tonaufnahmen von Amy und zeigt in Interviews mit engen Angehörige die private Seite der Soulsängerin. „Amy” erhielt unter anderem 2016 den Oscar in der Kategorie „Bester Dokumentarfilm”. Unbedingt zu empfehlen für alle Amy-Fans. (Mit Amy WinehouseYasiin Bey)

Wenn du glaubst, deine Familiensituation ist kompliziert, wirst du an den Gallaghers in der Serie „Shameless” deine wahre Freude haben. Diese Familie besteht aus dem alkohol- und drogenabhängigen Vater Frank Gallagher (William H. Macy) und seinen sechs Kindern, unter anderem der ältesten Tochter Fiona (Emmy Rossum). Sie alle stehen vor der größten Herausforderung überhaupt - das alltäglich Leben meistern. Dabei sind Mühe und Frust an der Tagesordnung, aber den Humor lassen sich die Gallaghers nicht nehmen: „We know how to fucking party!” (Mit William H. MacyEmmy Rossum)

Neu im Kino

Es wurde im Vorfeld groß angekündigt: Diese Woche läuft „Pirates of the Caribbean: Salazars Rache” an. Da ist großes CGI-Gewitter und jede Menge Screentime für Johnny Depp garantiert. Neben diesem Blockbuster wartet aber auch der Geheimtipp des Sommers auf dich: „Song to Song” mit Ryan Gosling, Rooney Mara und Michael Fassbender entführt dich auf die Schattenseite der glamourösen Starwelt.

Pirates of the Caribbean: Salazars Rache

Zum mittlerweile 5. Mal kehrt Captain Jack Sparrow (Johnny Depp) auf die Leinwand zurück. Sein alter Rivale, Armando Salazar (Javier Bardem), hat Rache geschworen. Um ihm Einhalt zu gebieten stehen Jack alte Bekannte wie Captain Barbossa (Geoffrey Rush) und Will Turner (Orlando Bloom) zur Seite und auch zwei neue Gesichter, der junge Henry (Brenton Thwaits) und seine Angebetete, Carin Smyth (Kaya Scodelario) bereichern das Team. Neues mischt sich also mit Nostalgie und es wird spannend: nur der Dreizack des Poseidon soll Jack diesmal aus seinem Dilemma retten können. (Mit Javier BardemJohnny Depp)

Liebe, Drama und Musik, was braucht es mehr für den Überraschungs-Hit des Sommers? Die zwei Musiker, BV (Ryan Gosling) und Faye (Rooney Mara) träumen in „Song to Song” vom Erfolg und von nie endenden Frühlingsgefühlen. Produzent Cook (Michael Fassbender) bietet ihnen eine Chance, hat aber auch ein Auge auf Faye geworfen. Zu dem dramatischen Love-Triangle gesellt sich bald noch die Kellnerin Rhonda (Natalie Portman). Dank dem exzentrischen Regisseur, Terrence Malick, treten außerdem noch jede Menge weitere Stars wie Tilda Swinton, Iggy Pop und Patti Smith in Nebenrollen auf. Ein Promi-Auflauf vom Feinsten! (Mit Ryan GoslingNatalie Portman)

Was gibt's im TV?

Wenn du dein Wochenende mit Comedy bereichern willst, lohnt sich ein Blick ins Fernsehprogramm. Am Samstag fordert Matthias Schweighöfer in seiner Verkleidungs-Komödie „Rubbeldiekatz” auf Vox deine Lachmuskeln heraus. Sonntags erwartet dich mit Louis de Funès in „Oscar” Slapstick-Comedy vom Feinsten.

Samstag, 20:15, Vox: Rubbeldiekatz

Männer, die sich als Frauen verkleiden - das ist der Stoff, aus dem viele gute Verwechslungskomödien gemacht sind. Zum Beispiel „Tootsie” oder „Manche mögen’s heiß”. Auch Matthias Schweighöfer schlüpft in „Rubbeldiekatz” in Frauenkleider und legte damit einen großen Kinoerfolg hin. Als Jung-Schauspieler Alexander findet er keine Jobs, aber als ‘Alexandra’ läuft es plötzlich wie geschmiert. Schwierig wird es für sein Alter-Ego nur, als er sich bei seinem ersten Filmdreh in die Hauptdarstellerin Sarah Voss (Alexandra Maria Lara) verliebt. (Mit Alexandra Maria LaraJenny Moore)

Sonntag, 18.30, Tele5: Oscar

Wer den Namen Louis de Funès kennt, weiß, mit ihm wird es lustig. Mit Zitaten wie “Nein! - Doch! - Ohhh!” ist er längst in den alltäglichen Sprachgebrauch eingezogen. In „Oscar” spielt er den reichen Geschäftsmann Barnier, der von einem Angestellten namens Martin (Claude Rich) um die Hand seiner Tochter Colette (Agathe Natanson) erpresst wird. Diese liebt jedoch eigentlich den ehemaligen Familien-Chauffeur Oscar. Als das erpresste Geld spurlos verschwindet bricht ein Chaos aus, das Louis de Funès zur Höchstform auflaufen lässt.


Fühlen

Menschen lassen sich Bienen tätowieren – und spenden damit für die Opfer von Manchester

Die Biene ist ein Symbol für Manchester; für die Vergangenheit der Stadt, für die hart arbeitenden Menschen der industriellen Revolution (Manchester Evening News). Working bee eben, Arbeiterbiene. Man findet sie im Wappen der Stadt, auf Mülleimern – und jetzt auch auf den Körpern von zahlreichen Mancunians, den Bewohnern Manchesters.

Nach dem Selbstmordanschlag auf ein Ariana-Grande-Konzert am Montagabend (bento) beschloss ein Tattoostudio aus Wigan, einer Stadt nahe Manchester, die Biene in eine Spendenaktion für die Opfer zu verwandeln.

Für 22 Pfund, ein Pfund für jedes Todesopfer, stach das Alchemy Tattoo Studio am Dienstag, Mittwoch und Donnerstag jedem, der wollte, ein Bienentattoo.