Welchen Neustart sollte man auf keinen Fall verpassen und welchen kann man sich getrost sparen? bento stellt dir hier jede Woche den Kinostart der Woche vor, für den sich der Gang ins Kinowirklich lohnt - und nennt dir 5 gute Gründe dafür.

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Düstere Geschichte 

In diesem verstörenden Horrorschocker lebt der berühmte Dichter (Javier Bardem) mit seiner Ehefrau (Jennifer Lawrence) in einem abgeschiedenen Landhaus mitten im Nirgendwo. Er versucht seine Schreibblockade zu überwinden, während sie das einst abgebrannte Anwesen mit Leidenschaft wieder renoviert und einrichtet. Doch eines Tages steht ein unheimliches Ehepaar vor der Tuer (Ed Harrisund Michelle Pfeiffer), welches der Schriftsteller gegen den Willen seiner Frau bei sich hausen lässt. Er genießt die Aufmerksamkeit und scheint dabei nicht das fürchterliche Unglück zu erahnen, welches auf das Ehepaar zukommt. Der New Yorker Regisseur Darren Aronofsky packt mit dieser Geschichte also eine große Keule aus und zieht eine biblische Schöpfungsgeschichte als Haunted-House-Horror-Trip auf. Ein Film mit ekstatischen Überhöhungen bis zum Exzess - „Mother!” hat sich das Ausrufezeichen im Titel wahrlich verdient.

2

Der Regisseur

Darren Aronofsky ist für unzählige Filme bekannt, die sich vor allem durch ihren düsteren und intelligenten Touch auszeichnen. Wer also „Requiem for a Dream” oder „Black Swan” gesehen hat, wird Aronofskys Handschrift in „Mother!” wiedererkennen. Eine Parallele zu seinen vorherigen Streifen ist übrigens auch gewollt, wie der Regisseur selbst sagt, denn er wollte eine ähnlich düstere Geschichte erzählen wie in „Black Swan”. Ob das jetzige Drama tatsächlich in die Richtung geht, kann durch die ominöse Geheimhaltung nur vermutet werden. 

Rolling Stone’s Zitat beschreibt Aronofsky’s Werk ganz passend:

3

Völlig unberechenbar 

Darren Aronofsky hat die Freigabe an Informationen zu seinem Projekt „Mother!” besser geheim gehalten als Disney mit „Star Wars: Das Erwachen der Macht” und somit sehr viel Neugier geschürt. Zu Recht, denn je weniger man vorab über den Inhalt weiss, desto besser und spannender wird das Filmerlebnis. Dennoch hat sich Aronofsky etwas zu sehr hochgelobt, was ihm auf der Weltpremiere in Venedig mit Buhrufen auch deutlich gemacht wurde. Der Film hat einige Schwachstellen und manche Zusammenhänge um den Spuk werden leider nicht ganz befriedigend gelöst.

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Jennifer Lawrence kann auch ernst 

Jennifer Lawrence kennt man privat nur als ungehobelten Tomboy, als Schauspielerin jedoch zeigt sie vor allem bei ernsten Rollen ihr schauspielerisches Talent. Sie war bereits seit Oktober 2015 für ein Mitwirken im Gespräch und gab sogar ihre Hauptrolle in „The Rosie Project” auf, um sich ihrer Rolle in „Mother!” vollkommen zu verschreiben. Eine gute Entscheidung, denn sie ist auch die einzige Figur, für die man so etwas wie Empathie empfinden kann. Der Stammkameramann begleitet Jennifer Lawrence oft mit seiner Handkamera, so dass man ihr auf Schritt und Tritt folgt und aus ihrer Perspektive den Horror miterlebt, den sie erleiden muss. Erwähnenswert ist auch, dass ihr die fünfte Oscar-Nominierung zuwinkt, indem sie eine nicht sonderlich tiefgründige Rolle mit ihrer Persönlichkeit füllt und dem Begriff der „leidenden Ehefrau” eine neue Dimension verleiht.

5

Die Gegenspieler der Ehefrau 

An Jennifer Lawrence’ Seite finden wir mit Javier Bardem einen weiteren Schauspieler, der durch seine exzellenten Leistungen („Pirates of the Caribbean: Salazars Rache”, „Das Meer in mir”) immer wieder auffällt. Im Gegensatz zu Jennifer Lawrence darf Bardem seine Rolle viel extrovertierter spielen und die zwei gegensätzlichen Gesichter seines Charakters präsentieren. Der liebende Ehemann kämpft gegen das narzisstische Genie, dass machohaft alles wieder niederwälzt, was es schafft. 

Lawrence und Bardem steht das aus dem Nichts auftauchende Ehepaar gegenüber, das von niemand Geringerem als Michelle Pfeiffer und Ed Harris gespielt wird. Angekündigt sind außerdem Auftritte von der Oscar-nominierten Kristen Wiig sowie Brian Gleeson (Assassin’s Creed) und Domhnall Gleeson (Star Wars: Die letzten Jedi). Hier ist jedoch noch unklar (wie bei so vielen Aspekten dieses Filmes), welche Rolle die Schauspieler innerhalb des Ensembles einnehmen. 

Ein Teil des Casts auf der Premiere:


Haha

J.D. aus Scrubs wirbt in Russland unfreiwillig für Potenzpillen

Wer kennt das nicht: Da spielt man einmal für zehn Jahre in einer Arztserie mit und schon wird das Bild von dir im Kittel andauernd für Werbung in Osteuropa missbraucht. 

Okay, richtig viele kennen das wahrscheinlich nicht. J.D.-Darsteller Zach Braff aus der Serie "Scrubs" hingegen schon.