Bild: ARD
Die anderen bei "hart aber fair" sollten sich ihn zu Herzen nehmen.

In deutschen Talkshows ging es in diesem Jahr viel um Geflüchtete, um den Umgang mit Migranten, um den Islam. Dafür standen Sendungen wie "hart aber fair" und "Maischberger" erstmals deutlich in der Kritik. (bento

Der Hauptvorwurf: Die Fokussierung auf das Thema befördere eine Spaltung der Gesellschaft.

Nun hatte Frank Plasberg zu seiner letzten "hart aber fair"-Sendung für 2018 geladen – um über die Spaltung der Gesellschaft zu reden.

Geladen war unter anderem der Journalist Claus Strunz, der gerne mit rechtspopulistischen Thesen auffällt. In der Sendung zeigte er erneut, wie Verharmlosung rechter Gewalt aussieht:

Zu rechts – was ist das überhaupt? I don't know!

Einer, der ihm das ganz gut beantworten kann, ist Michel Abdollahi, der ebenfalls als Journalist arbeitet. Abdollahi ist Deutscher, wurde aber im Iran geboren. Außerdem ist er bekennender Muslim – und versucht in seinen Sendungen Vorurteile gegenüber dem Islam abzubauen.

Auch bei "hart aber fair" zeigte Michel Abdollahi, wie Versöhnung gehen kann – indem er einen simplen Tipp gegen Hass im Netz gab.

Abdollahi schilderte, dass er oft viele Hassbotschaften und Morddrohungen bekommt. Als "Migrant" finanziere er jene Infrastruktur durch seine Steuern mit, "die dafür sorgt, dass diese Leute mir überhaupt diese Botschaften schicken können", fügt er noch genüßlich hinzu.

Sein bestes Mittel gegen den Hass:

Je schlimmer die Nachricht ist, umso besser ist es zu antworten.

Erst dann würden die Schreibenden begreifen, dass sie ihre Wut gegen einen echten Menschen gerichtet haben. "Dann sind sie meisten sehr peinlich berührt und entschuldigen sich ganz doll für das, was sie geschrieben haben", sagt Abdollahi.

Die Idee dahinter? Immer im Gespräch bleiben, auch, wenn es anstrengend wird.

Das zeigt mir, dass Reden die allerbeste Wahl ist – aber auch die mühsamste.

Hier ist die Szene mit Michel Abdollahi im Clip:


Today

So soll sich Merkel wirklich auf ihr erstes Treffen mit Trump vorbereitet haben
Sie hatte drei wichtige Quellen.

Bevor Donald Trump US-Präsident wurde, hat er die Immobilien seines Vaters verwaltet, Casinos und Golfkurse gebaut – und im Reality TV die Leute geärgert. Dann saß er plötzlich im Weißen Haus.

Wie nun umgehen mit Donald Trump?

Das fragten sich nach der US-Wahl viele Politikerinnen und Politiker – auch Bundeskanzlerin Angela Merkel. Sie wurde für viele zur neuen Anführerin der freien westlichen Welt – während man Trump nicht zutraute, für Freiheit und westliche Werte einzustehen.

Merkel traf Trump zum ersten Mal im März 2017, zwei Monate nachdem seine Amtszeit offiziell begonnen hatte. Und eine Reportage des US-Magazins "New Yorker" verrät nun, wie sie sich auf dieses Treffen vorbereitete. 

Angela Merkel habe sich noch nie "länger oder angestrengter auf ein Ersttreffen mit einem Regierungschef vorbereitet", sagt ein Mitarbeiter dem Magazin. 

Dabei ging es aber angeblich nicht nur um die Politik Trumps – sondern auch um sein Wesen. Und dafür soll Merkel drei Dinge genau studiert haben:

  1. Trumps Reality-Show "The Apprentice",
  2. Trumps Playboy-Interview von 1990,
  3. und Trumps Buch "The Art of the Deal".