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Worum es im Film geht und warum der Titel so bekannt vorkommt. 3 Antworten

Michael Moore ist eine Nervensäge. In seinen Dokumentationen geht es grundsätzlich um Themen, die wenig Spaß, aber wütend machen: Waffenlobbyismus, die Bush-Regierung oder den Irak-Krieg. Moore geht dorthin, wo es wehtut in Amerika.

Unter Barack Obama wurde es ruhiger um den linken Filmemacher. Doch seit Donald Trump die Präsidentschaftswahl in den USA gewonnen hat, ist Moore wieder da.

Jetzt ist der Trailer zu seinem neuesten Film Fahrenheit 11/9 erschienen:

Worum geht es in dem Film?

Der Trailer zeigt Neonazi-Aufmärsche, Trump-Reden und Politiker vom rechten Rand der Republikaner. Ihnen gegenüber stehen Interviews mit Helden des liberalen Amerikas:

  • David Hogg und Emma González, die den Parkland-Amoklauf überlebten,
  • Alexandria Ocasio-Cortez, die der neue Shooting-Star der Demokratischen Partei ist (SPIEGEL ONLINE).

Auch andere Gesprächspartner verbindet vor allem die Abneigung zu Donald Trump

Theatralisch kündigt der Trailer an:

"Ladies und Gentlemen, der letzte Präsident der Vereinigten Staaten."

In anderen Szenen diskutiert Moore mit seinen Gesprächspartnern, wie Donald Trump abgelöst werden könnte. Zwei zentrale Fragen tauchen immer wieder im Trailer auf: 

  • Wie konnte es nur soweit kommen?
  • Wie kommen wir da wieder raus?

Zumindest für die zweite Frage scheint Michael Moore sich etwas überlegt zu haben: Am Ende des Trailers verspricht er gewohnt selbstbewusst: 

"Dieser Film wird den Irrsinn beenden."

Warum erscheint er gerade jetzt?

In den USA erscheint der Film am 21. September. Rund sechs Wochen später finden die sogenannten Midterm-Elections statt, bei denen die Sitze im Repräsentantenhaus und ein Drittel der Senatsplätze neu besetzt werden. Für die meist linksliberalen Zuschauer von Michael Moores Dokus könnte der Film ein Aufruf sein, gegen Trump aktiv zu werden.

Seit Monaten diskutieren Aktivisten und Mitglieder der Demokratischen Partei, wie Donald Trumps Politik gestoppt werden könnte. Zu den größten Hoffnungen gehört unter anderem Alexandria Ocasio-Cortez, die auch in Moores neuem Film vorkommt.

Was bedeutet der Filmtitel?

Vielen dürfte der Titel des neuen Films, Fahrenheit 11/9, bekannt vorkommen: Denn unter dem ähnlich klingenden Titel Fahrenheit 9/11 veröffentlichte Michael Moore seinen bislang bekanntesten Film. Darin beschäftigte er sich mit den politischen Folgen der Terroranschläge vom 11. September 2001. In seinem neuen Film spielt das Datum "11/9" dagegen auf den Tag an, als Donald Trump zum US-Präsidenten gewählt wurde: 9.11.2016. 

Angelehnt sind beide Titel an den französischen Filmklassiker "Fahrenheit 451" von François Truffaut. Im US-amerikanischen Messsystem bezeichnet Fahrenheit 451 den Wert, an dem Papier anfängt zu brennen. Für Moore dürften seine Titel dagegen dafür stehen, ab wann das politische System in Flammen steht. 


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