Bild: ZDF/Abbot Genser
Die Mediasteak-Fundstücke der Woche
Shame
(Bild: ZDF/Abbot Genser)

Man könnte meinen, je mehr Sex desto besser. Doch dieser Film zeigt uns das Gegenteil: "Shame" ist mit Abstand der traurigste Softporno, den wir je gesehen haben. Michael Fassbender in der Hauptrolle spielt Brandon, einen von Sexsucht geplagten New Yorker Geschäftsmann. Der smarte Mittdreißiger ist ein Charmeur, der bei den Frauen gut ankommt.

Auch in seinem Beruf als Werbefachmann ist Brandon erfolgreich und bei seinen Kollegen sehr beliebt. Was jedoch keiner weiß: Er leidet an Sexsucht, die sich in ausschweifenden Sex-Orgien und ständiger Selbstbefriedigung äußert. Als seine psychisch kranke Schwester Sissy unangekündigt bei ihm aufkreuzt, droht Brandons Doppelleben aufzufliegen. Das Drama gewann den Preis für den besten Debütfilm in Cannes und bringt uns eine selten thematisierte Sucht nahe.

"Shame" bei Mediasteak anschauen
(95 Minuten | Verfügbar bis 23. Februar 2016)

Die digitale Liebesindustrie
(Bild: Screenshot / VICE)

Online-Dating, virtuelle Blow-Jobs oder ferngesteuerte Sexspielzeuge – Liebesleben im digitalen Zeitalter ist nicht mehr zu vergleichen mit Cybersex-Eskapaden der 90er Jahre. Dank Oculus Rift und anderer Hilfsmittel kann sich der Nutzer nun auch an maßgeschneiderten Sex-Erlebnissen erfreuen und seinen dreckigsten Fantasien frönen.

Doch kann die Beziehung zwischen Mensch und VR-Brille die Zärtlichkeiten im realen Leben wirklich ersetzen? Und wie beeinflussen interaktive Pornos unsere echten Romanzen, wenn Fantasie und Realität immer mehr miteinander verschmelzen? Vice hat sich in der Dokumentation "The Digital Love Industry" mit dieser Frage beschäftigt und untersucht die Zukunft unseres Sex- und Liebeslebens.

"Die digitale Liebesindustrie" auf Mediasteak anschauen
(32 Minuten | Unbegrenzt verfügbar)

Louis Theroux – Im Tal der Pornos
(Bild: Screenshot/ BBC / Spiegel TV)

1997 taucht unser liebster BBC-Reporter Louis Theroux in die Porno-Branche ein und trifft in Los Angeles die männlichen Pornostars am Set und im privaten Leben: "It seems like the easiest job in the world!" – Aber das ist es nicht: "Many men have tried it, and very few have made it." Eigentlich will Theroux den Job im Selbstversuch ausprobieren, doch schnell wird ihm klar, wie hart das Pornobusiness vor allem für Männer ist. Einige Darsteller haben Probleme mit ihrer Sexualität, andere spielen in Gay-Pornos mit, obwohl sie hetero sind und immer gilt: "You have to deliver. If you don’t come, you don’t get paid."

Über 15 Jahre später kehrt der britische Reporter zurück ins San Fernando Valley, Amerikas ehemalige Porno-Hochburg. Hier schaut er, was aus den Pornstars von damals geworden ist und wie ihnen das Internet mit kostenlosen Seiten wie Youporn, das lukrative Geschäft zerstörte. Spiegel.TV zeigt die interessante BBC-Doku – leider mit deutscher Synchronisation. Wen das nervt, der findet die Doku "Louis Theroux – Im Tal der Pornos" über die Google-Suche auch auf Englisch.

"Louis Theroux – Im Tal der Pornos" bei Mediasteak anschauen
(59 Minuten | Unbegrenzt verfügbar)

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