L.A. – die Stadt, in der Träume wahr werden. Hier wohnen Stars & Sternchen und Glamour & Geld prägen das Bild, was wir – fernab der kalifornischen Metropole – haben. Etliche Filme werden in Los Angeles produziert und so ziemlich alle, die in der Filmbranche etwas werden wollen, träumen von Hollywood. Doch das ist nur eine Seite der Medaille, auf der anderen herrschen Gewalt, Kriminalität und Rassismus. 

Wir haben zehn Filme zusammengestellt, in denen du die unterschiedlichen Facetten L.A.s sehen kannst. Film ab!
Dogtown & Z-Boys – nach Venice Beach der 1970er  

Im Oceanside Slum in West Los Angeles, einem in den 70er Jahren abgewrackten Küstenstreifen Kaliforniens, liegt die Geburtsstunde des Skatepunks. Zwischen Junkies, Zerfall und Einöde schraubten 1975 erstmals ein paar Surfer-Kids Rollen unter ihre Bretter. Hier im "Dead Wonderland" eroberten sie die Ruinen der Stadt zurück.

Als Mitglied der legendären Z-Boys gehörte der Dokumentarfilmer Stacy Peralta zu jener Subkultur und befördert uns mit unglaublichen Archivbildern ins Venice Beach der 70er Jahre. Dort wo Skater zum ersten Mal in trockengelegten Swimming Pools boardeten. Ästhetische 16-mm-Aufnahmen, überbelichtete Fotos und Interviews mit den Zephyr-Skate-Boys ergeben eine fluoreszierende Zeitcollage.

Reservoir Dogs – wilde Hunde auf Kaliforniens härtestem Pflaster

Acht Männer, ein Banküberfall – klingt zunächst eher gewöhnlich... Tarantinos erster Kinofilm ist natürlich alles andere als das: die acht Männer kennen einander nicht und verwenden Decknamen, damit Anonymität gewahrt und Verrat ausgeschlossen werden kann. Auf den Straßen L.A.s liefern sich die gewaltbereiten "Hunde" Schießereien und Verfolgungsjagden – alles very american – aber mit der, von vielen so geschätzten Prise Tarantino-Ironie.

Pulp Fiction – durch L.A.s typische Diner

Man nehme John Travolta, ohrwurmverdächtige Musik und ein paar fetzige Tanzschritte und fertig ist der Kassenschlager. Tarantinos Kultfilm Pulp Fiction ist jedoch trotz Tanzerei nichts für sensible Gemüter. Wie so oft setzt der Kultregisseur auf viel Blut und actionreiche Verfolgungsjagden durch die Straßen von Los Angeles. Wie schon in anderen Filmen nutzt Tarantino das "Diner" als typischen Hangout und Repräsentativ der Megastadt L.A.

Speed – mit Fullspeed durch Los Angeles

Dieser L.A.-Actionklassiker führt uns in rasantem Tempo durch die Stadt. Muss er auch. Denn ein Erpresser hat in einem ganz gewöhnlichen Linienbus einen besonders perfiden Sprengmechanismus installiert: Die Bombe schaltet sich automatisch scharf, sobald der Bus über 50 Meilen pro Stunde fährt – und detoniert, wenn er diese Geschwindigkeit wieder unterschreitet. Dabei war Annie (Sandra Bullock) eigentlich froh, den Bus gerade noch erwischt zu haben. Also setzt LAPD-Bombenspezialist Jack (Keanu Reeves) alles daran, das scheinbar Unausweichliche zu verhindern.

 Adaption – die Rettung Hollywoods

Hollywood ist der Teil L.A.’s, der als Traumfabrik bekannt ist. Doch in "Adaption" fürchtet Drehbuchautor Charlie Kaufmann, dass diese Träume allzu oft vorhersagbar und klischeebeladen sind. Also schreibt er sich selbst ins Drehbuch, und verwischt damit die Grenzen zwischen Realität und Fiktion. Seine irrwitzigen Plottwists und fantasievollen Ideen stellen alles auf den Kopf. Damit bewahrt er nicht zuletzt auch Hollywood davor, zum Klischee zu werden.

Nightcrawler – hochspannende Gesellschaftssatire auf Los Angeles’ TV-Nachrichten

Lou Bloom (Jake Gyllenhaal) hält sich im erbarmungslosen Los Angeles mit Diebstählen über Wasser, bis eines Nachts vor ihm ein Unfall passiert und ein Bildjournalist nicht etwa hilft, sondern Geld damit macht. Für Lou klingt das nach einem interessanten Job. Eine böse Satire auf sensationsgeile Nachrichtensendungen – auf Medienmacher, die das Leid anderer ausschlachten, um die niederen Instinkte der Zuschauer zu bedienen. Jake Gyllenhaal spielt Lou als gesellschaftsfähigen Psycho und liefert damit ein Bild der kranken TV-Nachrichtenwelt von Los Angeles.

L.A. Crash – Rassismus und Vorurteile in der Megastadt

Das oscarprämierte Drama erzählt in mehreren Episoden die Geschichten verschiedener Bewohner der Stadt. Thematisiert werden dabei vor allem gesellschaftliche Probleme wie Rassismus, Kriminalität und soziale Ungleichheit, die in Los Angeles zum Alltag gehören. Tragische Ereignisse vereinen in diesem Film Menschen, die sich in L.A.´s Straßen sonst nicht begegnen. Zudem sorgen Vorurteile und Missverständnisse dafür, dass so manche Situation eskaliert und nicht jeder sich durch couragiertes Verhalten auszeichnet.

La La Land – tanzend durch die nächtliche Traumkulisse L.A.s

Die ersten Minuten des Films ziehen sofort in den Bann: Wir sehen einen der so typischen Staus auf den High Ways von Los Angeles – Menschen sitzen hinter dem Steuer, die Sonne strahlt auf den Asphalt, nichts bewegt sich. Dann plötzlich springen die Fahrer aus ihren Autos und führen eine durchchoreographierte Tanzeinlage auf. Eine grandiose Musicalnummer! Und so tanzen sich auch die Hauptdarsteller Ryan Gosling und Emma Stone durch die traumhaften Kulissen der Stadt, blicken nachts von oben über das Lichtermeer der Stadt, schlendern durch die Straßen Hollywoods und besuchen die typischen Jazz-Clubs. Ein Must-See für jeden L.A.-Fan!

Kiss Kiss, Bang Bang

Harrys (Robert Downey Jr.) kriminelle Karriere in L.A. hätte schlechter kaum starten können: Bei einem Überfall auf einen Spielzeugladen wird sein Komplize erschossen. Doch als er auf der Flucht in ein Filmcasting stürzt, wird er für einen Darsteller gehalten. Seine Darbietung gefällt der Jury – und so stolpert Harry ungewollt in die Welt von Hollywoods Glanz und Glamour. "Kiss Kiss, Bang Bang" ist eine wahnsinnig witzige Satire auf die Filmstadt L.A. und auf das Actionfilmgenre.

Die üblichen Verdächtigen – Drogendeals in Kalifornien

Als im Hafen von Los Angeles ein Schiff explodiert, lässt ein Zollinspektor die wenigen Überlebenden sofort festnehmen. Er vermutet, dass die Katastrophe über einen groß angelegten Drogendeal hinwegtäuschen soll. Dann bringt ihn der Kleinkriminelle Verbal Kint (Kevin Spacey) tatsächlich auf eine heiße Spur...

In diesem Film ist nichts vom zuckersüßen Sonnenparadies Los Angeles zu sehen. Stattdessen zeigt „Die üblichen Verdächtigen“ die größte Stadt Kaliforniens als Hort von Kriminalität. Über das Ende denkt man noch lange nach. Ein echter Klassiker!


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AfD legt in Umfragen zu – und landet vor den Linken auf Platz 3

Eine Woche vor der Bundestagswahl hat die Alternative für Deutschland (AfD) in den Umfragen zugelegt: Die rechtspopulistische Parte landet laut der Emnid-Sonntagsfrage hinter CDU/CSU und SPD mit 11 Prozent auf dem dritten Platz. Damit liegt die AfD vor den Linken, der FDP und den Grünen. (SPIEGEL ONLINE)

Hier sind die Ergebnisse im Überblick:
  • CDU/CSU – 36 Prozent
  • SPD – 22 Prozent
  • AfD – 11 Prozent
  • Linke – 10 Prozent
  • FDP – 9 Prozent
  • Grünen – 8 Prozent
  • Sonstige – 4 Prozent