Richtig gelesen: Es geht um das Lied.

Alle Jahre wieder verfolgt er uns, der hartnäckigste Weihnachtsohrwurm der Welt. Man muss diese zwei Worte nur lesen, schon wird man den Sound wahrscheinlich für den Rest des Tages nicht mehr los: Last. Christmas

Fast alle behaupten, dass sie den Song des Popduos "Wham!" von 1984 hassen, ob im persönlichen Umfeld oder in den sozialen Medien. Trotzdem ist er alle Jahre wieder in der Weihnachtszeit weit oben in den Charts. Also muss es die Leute geben, die sich "Last Christmas" freiwillig anhören. 

Für diese heimlichen Fans wird 2019 ein gutes Jahr, denn "Last Christmas" wird verfilmt und soll Ende des Jahres in die Kinos kommen. 

Die weibliche Hauptrolle wird Emilia Clarke übernehmen, Daenerys aus "Game of Thrones"

Der Songtext lässt vermuten, dass sie ihrem männlichen Pendant, gespielt von Henry Golding, das Herz brechen wird. Das Drehbuch schreiben die Oscar-Preisträgerin Emma Thompson und Bryony Kimmings. (Guardian

Emilia Clarke

(Bild: Arthur Mola / dpa)

Was bisher über die Handlung vom "Last Christmas"-Film bekannt ist:

Laut Variety handelt der Film von Kate (Emilia Clarke), die in London als Elfe in einem ganzjährigen Weihnachtsshop arbeitet. Dort trifft sie auf Tom (Henry Golding), der "zu gut scheint, um wahr zu sein". Was auch immer das heißen mag. (Variety

Dreht George Michael sich im Grab um?

Vorletztes Weihnachten, am 25. Dezember 2016, starb der Wham-Sänger im Alter von 53 Jahren. Gibt es den Film jetzt, weil Michael sich nicht mehr wehren kann? Nein! 

Drehbuch-Koautorin Kimmings sagte in einem Interview, dass Michael vor seinem Tod von der Idee wusste und den ersten Drehbuch-Entwurf gemocht hätte. (RadioTimes)

Im Film sollen außerdem bisher unveröffentlichte Songs von George Michael zu hören sein. 

Kimmings sprach auch über ihr Drehbuch. Sie habe versucht, "ein paar Transpersonen und queere Politik" darin unterzubringen, wisse aber nicht, was davon letztlich im Film lande. 

Das sei sicher in Michaels Sinne:

George war ein großer Verfechter für Schwulenrechte – und ja selbst schwul – deshalb hoffe ich, dass der Film auch homosexuelle Inhalte bekommt.

Gerechtigkeit

Maaßen ist weg – so will der neue Verfassungsschutz-Chef härter gegen Rechts vorgehen
Was der neue Präsident verspricht – die wichtigsten Zitate

Ist Deutschland auf dem rechten Auge blind? Diese Frage müssen sich Behörden, Ministerien und deutsche Geheimdienste immer wieder anhören. Die Verbrechen der rechtsextremen Terrorzelle NSU wurden jahrelang nicht verfolgt, rechte Aufmärsche werden zu selten verhindert. 

Als es im Sommer zu Demonstrationen in Chemnitz kam, bei dem mehrere Menschen Hitlergrüße zeigten und fremd aussehende Menschen angriffen, versuchte der ehemalige Präsident des Verfassungsschutzes, Hans-Georg Maaßen, die Sache kleinzureden – in einem "Bild"-Interview schürte er gar rechte Verschwörungstheorien. (bento)

Nun ist Hans-Georg Maaßen im einstweiligen Ruhestand – und sein Nachfolger Thomas Haldenwang ist neuer Chef beim Verfassungsschutz.

In einem Interview mit der "Süddeutsche Zeitung" hat Haldenwang nun einen verstärkten Kampf gegen den Rechtsextremismus angekündigt. 

Das sind die wichtigsten Aussagen vom neuen obersten Verfassungsschützer:

  • Ausländerfeindliche Hetze sei in Deutschland wieder "anschlussfähig" geworden – viele "normale Demonstranten" finden nichts dabei, neben Rechtsextremisten eingereiht zu sein.
  • Rechtsextremisten würden mit eine "Mobilisierung nach klarem Muster" betreiben. Oft werden, wie in Chemnitz, einzelne "Trigger-Ereignisse" groß gemacht.
  • Diese Phänomene beschränken sich nicht auf den Osten Deutschlands – sie seien überall im Land zu beobachten.