Bild: Tobias Schult / ZDF

Hemden in den Hosen, glattgekämmte Haare, polierte Autos – alles sitzt und glänzt. Anfangs sieht der erste Teil der Trilogie "Ku’damm 56" nach bravem öffentlich-rechtlichen Fernsehen aus.

Im Zentrum der Trilogie stehen dabei drei Schwestern: Monika (Sonja Gerhardt), Helga (Maria Ehrich) und Eva (Emilia Schüle). Sie werden von ihrer strengen 50er-Jahre-Mutter aufs Frausein vorbereitet, ganz nach dem Familienmotto: "Es gibt nur einen Weg – nach oben." Vor allem bedeutet das, eine gute Partie zu machen. Um jeden Preis.

Dabei ähnelt "Ku’damm 56" der vielgelobten RTL-Serie "Deutschland 83" nicht nur vom Titel her – auch die Filmreihe ist politisch. Allerdings im Privaten. Auf einer Party wird Monika Opfer sexueller Gewalt. Und muss – weit entfernt von der ersten Emanzipationswelle in Deutschland – alleine einen Weg finden, sich zu wehren.

Ihr folgend verlässt der Film mehr und mehr den braven Look, wird düsterer und radikaler. Bis sich am Ende von Teil 1 nur noch eine Frage stellt: Was sucht eigentlich das Messer in Monikas Handtasche?

Hier kannst du dir "Ku'Damm 56" anschauen

Mediasteak x bento

MediasteakAnne und Laura von Mediasteak zeigen, was in den Mediatheken steckt. Jeden Freitag empfehlen sie die besten Spielfilme, Dokumentationen und Serien bei bento.


Haha

Frauen- oder Männerklo: Wo stehen diese Sprüche?

Wahrscheinlich gibt es keinen Mann, der diesen Spruch nicht schon mal irgendwo gelesen hat:

"In diesem Klo wohnt ein Geist,

der jedem, der zu lange scheißt,

von unten in die Eier beißt."

Ob Rasthof-, Disco- oder Uni-Toilette – so ziemlich jede Klo ist voller Kritzeleien und Sinnsprüche. Bei Frauen wie bei Männern. Dabei verhält es sich mit den Scheißhaus-Aphorismen wie mit dem, was im Lokus landet: Manches ist ziemlich dünn.