Aber die Seite ist weiter online.
Was ist passiert?

Erstmals muss einer der Betreiber der illegalen Streamingseite kinox.to ins Gefängnis. Das Landgericht Leipzig verurteilte Arvit O. zu drei Jahren und vier Monaten Haft. Der 29-Jährige und ein weiterer Verdächtiger waren im Herbst 2014 festgenommen worden. Arvid O. war offenbar auch schon bei kino.to dabei und hatte kinox.to aufgebaut, nachdem kino.to abgeschaltet worden war.

Mit welcher Begründung wurde O. verurteilt?
  • Wegen Beihilfe zur gewerbsmäßigen unerlaubten Verwertung von urheberrechtlich geschützten Werken in 606 Fällen (kino.to)
  • Wegen gewerbsmäßiger unerlaubter Verwertung von urheberrechtlich geschützten Werken in 2284 Fällen (kinox.to)
  • Wegen Computersabotage und Beihilfe dazu
  • Nötigung in zwei Fällen (SPIEGEL ONLINE)
Was passiert mit kinox.to?

Die Seite ist weiterhin online. Als die zwei Hauptbetreiber gelten zwei Brüder: Kastriot und Kreshnik S. werden per Haftbefehl gesucht. Bei einer Razzia in Lübeck im Oktober des vergangenen Jahres hatten Ermittler vergeblich versucht, sie festzunehmen.

Die Seite vom Netz zu nehmen, ist für Behörden nicht einfach. Professionelle illegale Streamingseiten laufen oft über anonyme Domain- und Hostingdienste. (Zeit Online)

Müssen sich Nutzer von kinox.to sorgen?

Strafrechtlich verfolgt werden die Besucher der Streamingdienste bisher nicht. Auf Filesharing-Plattformen laden die Nutzer die Filme und Serien nicht nur herunter, sondern verteilen sie auch gleichzeitig automatisch noch an andere Nutzer. Das ist bei Seiten wie kinox.to anders: Dort werden Filme und Serien im Browser gestreamt. Auch dabei muss die Datei allerdings auf dem eigenen Computer für kurze Zeit zwischengespeichert werden. Das kann rechtlich als Vervielfältigung betrachtet werden.

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