Bild: 20th Century Fox

Das sogenannte F-Rating hat der Online-Filmdienst IMDb eingeführt. So sollen Filme hervorgehoben werden, die von Frauen produziert wurden oder Frauen in besonderer Weise hervorheben. Konkret muss ein Film für ein F-Rating eine der folgenden drei Kriterien erfüllen:

1. Wurde das Drehbuch von einer Frau geschrieben?

2. Hat eine Frau Regie geführt?

3. Spielt eine Frau die Hauptrolle?

Werden alle drei Fragen bejaht, gibt es ein "Triple F"-Rating. So ist das zum Beispiel bei dem Film "Frozen".

Ziel des feministischen Ratings soll es sein, die Arbeit von Frauen in Hollywood stärker ins Gespräch zu bringen, sagt die Erfinderin Holly Tarquini dem "Bath Chronicle". Sie hat das Rating schon vor zwei Jahren auf der eigenen Seite "F-Rated" vorgestellt – jetzt hat IMDb es umgesetzt. Bei 21.800 Filmen wurde das feministische Label bereits vergeben (Nylon).


Das feministische Rating orientiert sich am Bechdeltest.

Was ist der Bechdeltest?

Der Test wurde von Allison Bechdel in ihrer Comicreihe "Dykes to Watch Out For" erfunden und besteht aus drei Fragen:

  1. Gibt es in der Geschichte mindestens zwei Frauen, die einen Namen haben?
  2. Unterhalten sich diese zwei Frauen miteinander?
  3. Geht es in ihrer Unterhaltung um etwas anderes als einen Mann?

Können alle drei Fragen mit "Ja" beantwortet werden, ist der Test bestanden. Auf bechdeltest.com werden Hollywood-Filme auf genau diese Fragen überprüft. Die meisten scheitern. Im vergangenen Kinojahr gab es allerdings einige Überraschungen.

Die zehn erfolgreichsten Filme 2016 – und ihr Abschneiden beim Bechdeltest:
1/12

Das heißt: Sechs Filme der Top 10 haben den Test bestanden.

Die F-Rating-Bilanz ist dagegen eher ernüchternd: Kein einziger würde ein "Triple F" bekommen.

Auch im Vorjahr sah es düster aus. 2015 wurden nur 10,4 Prozent aller Filme von Frauen produziert, nur 4,4 Prozent der Drehbücher stammten von Autorinnen – und mit Blick auf die Regie lag die Quote sogar bei nur 3,6 Prozent (F-Rated).

Holly Tarquini, die Erfinderin des F-Ratings, hofft, ein Umdenken bei Filmproduzenten erwirken zu können: "Unser tatsächliches Ziel ist es, das F-Rating wieder überflüssig zu machen". Das wäre erreicht, wenn in Hollywood jeder zweite Film von "jemandem aus der unterrepräsentierten Hälfte der Bevölkerung gemacht wird – von einer Frau." (Nylon)


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Gewinne Kino-Karten für "Lommbock" mit Moritz Bleibtreu und Lucas Gregorowicz
"Das Zeug kickt besser als Mehmet Scholl, Alter!"

Mittlerweile ist es sechzehn Jahre her, dass Kai (Moritz Bleibtreu) und Stefan (Lucas Gregorowicz) in der Komödie "Lammbock" ihre Spezial-Pizza verkauft haben. In der Fortsetzung "Lommbock" ist jetzt zu sehen, was aus den beiden Kiffern geworden ist.

Stefan ist mittlerweile ein erfolgreicher Anwalt in Dubai, der seine Hochzeit plant. Als er in Deutschland auf der Suche nach den notwendigen Papieren für die Eheschließung ist, trifft er Kai wieder. Dieser betreibt einen schlecht laufenden Asia-Service namens "Lommbock".

Am 23. März startet "Lommbock" in den Kinos. Und du kannst mit den Stars dabei sein.