Hallelujah!

Er hatte es vor vielen Monaten bereits angekündigt, jetzt ist der Moment gekommen: Jürgen Domian hat seine letzte Sendung moderiert. In der Nacht vom 16. auf den 17. Dezember sprach er zum letzten Mal mit Anrufern über deren Gefühle und Gedanken.

Den großen Abschied feierte Domian ganz ruhig – zumindest vor der Kamera.

In den ersten 50 Minuten der einstündigen Sendung sprach er mit Frauen und Männern zwischen 20 und 76. Darunter war auch Lydia, die schon einmal angerufen hatte: Mit ihrer Geschichte über Oralverkehr im Wald genießt sie bereits Kultstatus in der Sendung.

Doch so gewöhnlich wie die Sendung zunächst verlief – Domian sagte gleich zu Beginn, er wolle sie den Anrufern und ihren Stimmen widmen – so emotional, fast herzzerreißend, war dann der Abschied.

Um 01.53 Uhr wendet Domian sich direkt an sein Publikum: "So meine Lieben. Jetzt ist die Zeit des Abschiednehmens gekommen."

Seine Stimme zittert ein wenig, er bedankt sich bei seinen Mitarbeitern, bei all den Anrufern und bei den Zuhörern. "Danke für eure Menschlichkeit", sagt er – und holt dann tief Luft. "Vielen Dank für euer Vertrauen und für eure Treue. Die Zeit mit euch war groß." Dann beginnt Musik. Der Song "Hallelujah" von Jeff Buckley.

"Was ich in dieser Sendung gelernt habe in all diesen Jahren: Demut", sagt Domian.

Dann steht er auf. Langsam. Zieht sich die Kopfhörer vom Kopf, nimmt den Hirsch von seinem Podest. Und baut die Kulisse ab – allein.

Zur Musik schiebt er die Wände des Studios beiseite, nach und nach erscheint die Glasscheibe, hinter der sich die Regie befindet – dort sitzt sein Team, schaut ihm zu.

Immer wieder bleibt Domian stehen, verharrt – als würden ihm die vielen Momente, die er in dieser Redaktion erlebt hat, noch einmal durch den Kopf gehen. Dann zieht er seine Jacke an.

Am Ende verlässt er den Raum. Für einen kurzen Moment passiert nichts, Jeff Buckley singt seine Zeilen. Dann geht das Licht aus.

Schau dir Domians letzte Sendung hier noch einmal in voller Länge an:

Lust auf noch mehr Domian? Hier kannst du dich noch einmal durch die krassesten Fälle aus 21 Jahren "Domian" klicken:

Jule, 17, hat einen Freund, der sich eine Rose in den Penis gesteckt hat.
Marcel, 29, ist männliche Domina und hat einen Kunden, der gern Marcels Smegma haben möchte, um es sich aufs Brötchen zu schmieren.
Eine Mutter hat eine 15 Jahre alte Tochter, die in Domian verliebt ist.
Sebastian, 24, ist Neonazi.
Kathrin, 24, steht auf eitrige Pickel und darauf, sie auszudrücken.
Edwin, 26, treibt es mit 60 Kilogramm frischem Hackfleisch.
Christian, 25, studiert Medizin – und liebt Sex mit Leichen.
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Gerechtigkeit

Michelle Obama: "Was machen wir ohne Hoffnung?"

Noch-First-Lady Michelle Obama hat im Fernsehen über die Amtszeit von Barack Obama gesprochen – und über das zukünftige Amerika. Das Land, in dem Donald Trump regieren wird. In dem Interview mit Oprah Winfrey zeigte sich Michelle Obama ungewohnt, mutlos, düster, ja, hoffnungslos.

Dabei war "Hoffnung" die Botschaft von Barack Obama im Wahlkampf. "Hoffnung ist notwendig", sagte sie. "Barack hat nicht einfach nur von Hoffnung gesprochen, weil er glaubte, es ist ein netter Slogan, um Stimmen zu gewinnen."

Und: "Was machen wir ohne Hoffnung? Was gibt man seinen Kindern, wenn man ihnen keine Hoffnung geben kann?"